Frage von pernod,

Verdacht von Steuerhinterziehung mit unversteuerten Zigaretten

Hallo, ich habe Post/Staatsanwaltschaft bekommen und man wirft mir vor, ich hätte 2007/8 insgesamt 1200 Zigaretten per Paket aus Spanien bekommen, über einen Shop dort und man will 161,-€ von mir haben, die ich an Steuern dadurch hinterzogen habe. Ich kann das nicht nachvollziehen, bin Nichtraucher und frage mich, wie die auf mich kommen, habe mir mal spanische Spezialitäten schicken lassen, mehr nicht, kann man da Akteneinsicht verlangen oder kann dies nur ein Anwalt, dann wird es teuer. Wie können die nach 5 Jahren mit sowas ankommen, kann ja auch meine Ex gewesen sein, die ist aber inzwischen verstorben.

Hilfreichste Antwort von Snooopy155,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Fristgerecht Einspruch gegen diesen Bescheid erheben, dann müssen die fakten ja offengelegt werden.

Zudem würde ich mich auch noch absichern, dass die Bestellung nicht durch die Freundin erfolgt ist. Über die Methode der Bezahlung kann dann in der Regel ja auch noch der Geldfluß nachvollzogen werden. Das sollte ausreichend sein, Dich zu entlasten.

Kommentar von pernod,

Das was mir bis jetzt zugesandt wurde nennt sich Einleitungsmitteilung und Anhörung und ist nicht von der Staatsanwaltschaft sondern vom Zoll. Es wird mir Gelegenheit gegeben mich zum Sachverhalt zu äußern, freiwillig, verpflichtend soll nur das Ausfüllen des Personalbogens sein, bis zum 13.03.2012 und ein Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft mit der Ankündigung die Sache einzustellen wenn ich gezahlt habe. Ich habe echt Probleme nachzuvollziehen was vor 4 bis 5 Jahren genau abgelaufen ist. Ich weiß nur Eines, ein Paket aus Spanien ist hier nie angekommen, dann müssen die Zigaretten erst so nach Deutschland gekommen sein und mit der deutschen Post zugestellt worden sein. Ich habe damals meiner Freundin erlaubt unter meinem Namen zu bestellen, Sie hatte kein Onlinekonto und hat mir das Geld dann bar gegeben, wie soll ich das jetzt alles nachvollziehen. Ich habe ja das Aktenzeichen, kann ich da Einsicht verlangen, möchte doch gerne wissen auf welchem Weg die auf mich gekommen sind.

Antwort von Meandor,
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Du schreibst die an, und teilst Ihnen genau das mit, was Du gerade hier gepostet hast.

Weiter sagst Du aus, dass zu dem Zeitpunkt Deine Freundin bei Dir gelebt hat, die aber inzwischen verstorben ist.

Auf dem Schreiben müsste eigentlich stehen, dass Du das Recht hast einen Anwalt hinzuzuziehen.

Da Du im Strafverfahren bist, hast Du auch ein Recht auf Akteneinsicht.

Kommentar von EnnoBecker,

Die hA hat der Fragesteller sicherlich aus Versehen angeklickt, denn einen Einspruch kann man nur gegen einen VA einlegen, und die dargelegte Post ist kein VA, nicht mal ein Realakt.

Von mir gibt es wenisgtens den DH.

Antwort von titusz,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Verjährungsfrist beträgt 5 Jahre. Sie beginnt mit Vollendung der Tat, also im Jahr 2008. Sie endet damit erst im Jahr 2013.

Kommentar von Meandor,

Bei Steuerhinterziehung beträgt die Festsetzungsfrist 10 Jahre. Wir sind also auf jeden Fall noch dabei.

Kommentar von pernod,

Das ist nicht ganz richtig, die Verjährung richtet sich auch nach der Schwere der Tat, leichte 5 Jahre.

Kommentar von EnnoBecker,

Meandor hat die 10 Jahre Festsetzungsfrist von 10 Jahren zutreffend im Auge, unterschlägt jedoch den Beginn der Frist.

titusz und pernod haben die strafrechtliche Seite angesprochen und auch damit recht.

Man muss zwischen Steuern und Strafen unterscheiden.

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