Frage von Erwinchen,

Veräußerungsverlust bei Kapitalrückzahlung

Bei 100%iger Rückzahlung einer Anleihe nach 8 Jahren 2012 muß ich mit einem Veräußerungsverlust von 3% rechnen? Wie ist dies zu vermeiden? Mit einem Freistellungsauftrag? Wozu ist eine Steuerbescheinigung erforderlich? MfG Erwinchen

Antwort
von gandalf94305,

Ich verstehe das nicht ganz.

Hast Du die Anleihe zu 103% in 2004 gekauft und sie wird nun zu 100% in 2012 fällig?

Die Anleihe läuft unter altem Steuerrecht vor Abgeltungssteuer, d.h. die 3% Verlust aus dem Kauf kannst Du steuerlich nicht geltend machen. Das ist Dein Privatvergnügen. Du hättest die Anleihe in 2008 verkaufen und dann in 2009 neu kaufen müssen, um auch Verluste geltend zu machen.

Aber: die Anleihe hat ja wohl auch einen Kupon. Ist dieser beispielsweise 4%, so hat sie 8 Jahre lang 4% abgeworfen, die zu versteuern waren. Unter dem Strich solltest Du also dennoch im Plus liegen... wahrscheinlich sogar nach Inflation und Steuern.

Kommentar von LittleArrow ,

Sehe ich auch so.

Leider nennt der Fragesteller nicht die WKN.

Antwort
von obelix,

wenn du die Anleihe 8 Jahre hast, dann hast du diese vor 2009 gekauft. Und damit ist ein reiner Kursverlust dein Privatvergnügen. Steuerlich hat das keine Auswirkung.

Antwort
von Privatier59,

Spekulationsverlust steuerlich geltend machen? Es kommt darauf an, seit wann die Anleihe im Depot ist. Dummerweise ist das hier schon 8 Jahre der Fall und die Sache unterliegt dem alten Steuerecht mit seiner Spekulationsfrist. Ebenso wenig wie man da nach 8 Jahren Spekulationsgewinne hätte versteuern müssen, kann man Verluste gegenrechnen. Kurzgefaßt: Den Verlust trägst Du ganz alleine.

Antwort
von EnnoBecker,

Wie ist dies zu vermeiden?

Indem du nicht verkaufst und wartest, bis der Kurs wieder höher ist.

Das war einfach.

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