Frage von pe71tra,

Vaterschaft anerkannt, und danach anzweifeln, kann ich den Vater wegen Verleumdung rechtl. angehen?

Also, der Vater, meines 4 jährigen Sohnes, hat gleich nach der Geburt die Vaterschaft anerkannt. Ich habe mich von ihm getrennt als ich noch am Anfang der Schwangerschaft war. Seither stellt er Vorderungen an mich. Da ich nicht bereit bin diese zu erfüllen, bricht er immer wieder den Kontakt zum Kind ab, und bestraft es damit. Als wenn das noch nicht schlimm genug wäre, fängt er nun, seid einiger Zeit, damit an, die Vaterschaft anzuzweifeln ( ohne ernstzunehmende Begründung). Ich bin bodenlos entsetzt, und frage mich nun, ob ich ihn rechtlich angehen kann. Das ist Verleumdung, muss ich mir das gefallen lassen. -Ich habe die Alleinige, Eterliche Sorge weil wir nicht verheiratet waren- Kann ich ihn rechtlich dazu auffordern lassen, dass er einen Test, auf seine Kosten, machen soll, um meine " Ehre" zu wahren???

Antwort
von Primus,

Bei solchen Sachen läuft es mir kalt den Rücken herunter und wenn ich könnte, würde ich diesen Mann so lange schütteln, bis er zu Verstand kommt.

Wenn ein Vater seinen Frust an sein Kind auslässt, in dem er immer wieder bei Bedarf den Kontakt abbricht, kann es mit Vaterliebe nicht weit her sein.

Das Kind leidet darunter, da es noch nicht über genügend Selbstbewusstsein verfügt, um sich nicht selbst die Schuld an der Misere zu geben.

So wie Alfalfa schon schreibt: Die Vaterschaft ist anerkannt und er muss zahlen - Punkt!

An Deiner Stelle würde ich überlegen, was für Deinen Sohn besser ist - immer in den Ängsten zu leben, Papa mag mich nicht, oder besser ohne diesen verantwortungslosen Menschen auszukommen.

Wenn er einen Test möchte, dann soll er ihn auf seine Kosten durchführen, aber Du brauchst nichts für deine Ehre tun, denn Du hast Dir nichts vorzuwerfen.

Also zeig Stolz und - Kopf Hoch!!

Antwort
von sicherfrei,

Was da genau zwischen euch abläuft, können wir von hier aus schlecht beurteilen. Dazu müsste man auch die Gegenseite hören. Natürlich kann er die Vaterschaft anzweifeln und einen Test machen lassen. Ich denke, Du könntest darauf bestehen, das er einen Test macht, wenn er solche Behauptungen aufstellt.Danach sollte Klarheit herrschen.

Antwort
von Niklaus,

Jetzt will ich mal hier probieren meine Meinung kund zu tun ohne ins Fettnäpfchen zu treten also politisch korrekt zu bleiben.

  • Das der Kleine darunter leidet ist auf keinem Fall hinzunehmen. Da sollte der derzeitige gültige Vater keine Zweifel aufkommen lassen.
  • Ein Vater hat Vaterschaft anerkannt. Was verbietet dem Vater später doch noch Zweifel an der Vaterschaft zu haben. Es gibt Väter die stellen erst nach Jahrzehnten fest, das sie nicht der leibliche Vater sind.
  • Daraus eine Verleumdung zu konstruieren ist abenteuerlich.
Antwort
von qtbasket,

Ich möchte dir empfehlen, dich zunächst mit dem zuständigen Jugendamt in Verbindung zu setzen. Ein Kindesvater ist verpflichtet Kindesunterhalt zu bezahlen, und zwar nach der sog. Düsseldorfer Tabelle. Offensichtlich möchte der Kindesvater dich von einem Streit in den anderen verwickeln und eigentlich von seinen Verpflichtungen nachkommen.Er muss zahlen - er hat sein Vaterschaft anerkannt.- Du kannst ich auch ihn dazu rechtlich zwingen, und genau dabei sollte dir das Jugendamt helfen.

Nun bestreitet er mittlerweile die Vaterschaft - das wird auf eine gerichtliche Auseinandersetzung hinauslaufen, die aber er bewirken muss. In diesem Zusammenhang wird mit einem genetischen Vaterschaftstest dann auch ggf. eine endgültige Klärung getroffen.

Ansonsten kann dich niemand zwingen it ihm irgendwelchen Kontakt zu haben - das können Anwälte machen.

Antwort
von hildefeuer,

Interessant, die Finanzfrage steht wohl zwischen den Zeilen.

Antwort
von alfalfa,

Kurz und knapp: Hat er die Vaterschaft bei Geburt anerkannt? Wenn ja, dann war es das! Ziemlich unreif der junge Mann.

Sorry, zu Männern, die nicht zu Ihrer Verantwortung stehen oder über die Kinder spielen, habe ich keine Achtung und auch null Verständnis.

Rechtlich brauchst Du gar nichts tun. Und es geht auch nicht um deine Ehre - es geht darum das Kind nicht zu bestrafen, was die Eltern nicht hinbekommen. Also reisst Euche zusammen - Beide!

Kommentar von blnsteglitz ,

Also reisst Euche zusammen - Beide!

DH

Kommentar von pe71tra ,

Er bestraft ihn mit Besuchsentzug, der Kleine tut mir von Herzen leid. Der Vater sagt, wenn du mich nicht willst, will ich ihn ( das Kind ) auch nicht. Wenn ich versuche den Kontakt abzubrechen, um den Kleinen zu schützen, fordert er wieder seine Rechte. Das geht nun seit fast 5 Jahren so. Nun kommt er mit der Masche, er wär dann wohl auch nicht sein leiblicher Vater. Wenn ich jetzt nicht reagiere, fängt er wieder an zu fordern. Das ist Terror pur. Ich bin am Ende, habe das Bedürfnis, ihm entgültig den Marsch zu blasen , wenns sein muß auch rechtlich. Ich liebe meinen Sohn, wie kann ich ihn schützen???????????

Kommentar von alfalfa ,

Das geht wohl nur über das Familiengericht über Regelungen mit dem Umgangsrecht. Grenzen setzten! Und ansonsten ab in Behandlung mit dem jungen Herren, um einiges, was schief gelaufen ist grade zu ziehen. Und dann sei bitte genauso konsequent und breche den Kontakt ab! Auch wenn es hart wird, aber so kriegt Dein Sohn ja ein total verkorkstes Welt- bzw. Männerbild.

Antwort
von Privatier59,

Verleumdung

Hier ist der Verleudungsparagraph:

http://dejure.org/gesetze/StGB/187.html

Und nun lausche ich mit Interesse, wie Du den Vorgang dort einordnen willst! Du hast ein Kind bekommen. Das ist Fakt. Du hast ein nichteheliches Kind bekommen. Auch das ist Fakt. Du hast Dich von dem Freund getrennt. Schon wieder ein Fakt. Weil er andeutet, möglicherweise nicht der Vater zu sein, soll er Dich verächtlich machen oder in der öffentlichen Meinung herabwürdigen, so einige der im Gesetz genannten Tatbestandsmerkmale? Das ist eine so absurde Auffassung, dass sich der kein Staatsanwalt oder Richter anschließen würde.

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