Frage von trenrek, 16

vater verstorben 2014, ehefrau 2013 verstorben, tochter der frau als alleinerbinder,

VATER in zweiter Ehe 2014 verstorben, seine Frau hat ein Kind in die Ehe mitgebracht, wurde vom Vater nicht adoptiert. FRAU 2013 verstorben.Tochter wurde als Schlusserbin eingesetzt. Unser Vater hat drei leibliche Kinder. Haben die Anspruch auf einen Pflichtanteil ?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo trenrek,

Schau mal bitte hier:
Erbe erbrecht

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, Community-Experte für Erbe & erbrecht, 12

Natürlich habt Ihr einen Pflichtteilsanspruch.

Gesetzliches Erbe wäre für jeden von Euch 1/3, § 1924 BGB.

Wenn das Testament Euch nicht berücksichtigt, steht Euch ein Pflichtteil in Höhe des halben gesetzlichen Erbes zu § 2303 BGB. Also 1/6 für jeden von Euch drei in Geld auszuzahlen.

Kommentar von trenrek ,

Danke für die schnelle Antwort, die Stieftochter unseres Vaters zeigt sich nicht kooperativ sondern sagt , der Vater hatte nichts mehr zu vererben. Sollten wir die Angelegenheit einem Anwalt übergeben ?

Kommentar von HilfeHilfe ,

Wenn ihr anderer Meinung seid und meint es gibt noch Vermögen ab zum Anwalt !

Kommentar von wfwbinder ,

Ihr seid pflichtteilsberechtigt.

Die billigere Lösung (gegenüber Vorschuss beim Anwalt) ist, dass Ihr Euch einen Erbschein besorgt (braucht ihr sowieso).

Damit ist die Erbin zur Auskunft verpflichtet.

Die Auskunft über die Hinterlassenschaft per Einschreiben/Rückschein anfordern.

Kommt darauf nichts, könnt ihr auch ohne große Rechtskenntnis beim Amtsgericht eine Klage einreichen auf Auskunft über das Erbe.

Spätestens dann wird die Dame fleissig.

Aber ihr könnt auch mal einen Anwalt fragen, was der für ein Schreiben wegen der Auskunft haben will.

Kommentar von Snooopy155 ,

Wichtig ist, Ihr müßt das Pflichtteil innerhalb von 3 Jahren nach Bekanntwerden des Erbfalles einfordern. Dies geschieht am besten immer in Schriftform. Dazu muß die Alleinerbin auch den Nachlass offenlegen.

Mit der Formulierung "Alleinerbin" werden die Ansprüche aller weiteren Erben automatisch auf das Pflichtteil reduziert oder enterbt, falls kein Pflichtteilanspruch besteht.

Einem Anwalt würde ich die Angelegenheit erst übergeben, wenn die Offenlegung des Erbes nicht innerhalb einer gesetzten Frist erfolgt ist und wenn sich nach Offenlegung die Alleinerbin noch immer weigert den Pflichtteilsanspruch zu erfüllen.

Kommentar von imager761 ,

Wollt ihr den bezahlen? Wartete dovjh einfach mal

Kommentar von imager761 ,
Sollten wir die Angelegenheit einem Anwalt übergeben ?

Warum wollt ihr den teuer bezahlen, ohne die Rechtslage und damit eure Ansprüche zu kennen?

Fragt selbst und kostenfrei bei der Tochter nach, ob ein Testament besteht. Wartet dessen Inhalt ab um zu erkennen, ob ihr als Pflichtteilsberechtigte einen Auskunftsanspruch eines bilanzierten Nachlassverzeichnisses und Pflichtteilsauszahlung habt oder vilemehr gar zu Erben eures Vaters berufen seit.

G imager761

Kommentar von wfwbinder ,

Tochter wurde als Schlusserbin eingesetzt.

Wie geht das ohne Testament?

und Auskunft wurde schon erteilt:

die Stieftochter unseres Vaters zeigt sich nicht kooperativ sondern sagt , der Vater hatte nichts mehr zu vererben.

Antwort
von imager761, 8

Hier sind zwei Erbfälle zu unterscheiden und zu klären, ob ein (wechselseitiges) Testament (der Eheleute) besteht.

Unterstellt, beide Ehen bestanden im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, erbte euer Vater 1/4 plus 1/4 pauschlierten Zugewinnausgleich sowie 1/2 Erbe der Tochter der Verstorbenen als Vorerbe.

Mit seinem Tod hat die Stieftochter Anspruch auf ihr Nacherbe i. H. v. 1/2 aus dem Nachlass ihrer Mutter.

Gab es ein Testament, dass sie als alleinige (Nach-)Erbin bestimmt, habt ihr einen Pflichtteilsanspruch gegen den Reinnachlass des Vaters. Also dem, was er ererbte und selbst besaß, abzügl. (auch anteilig gemeinsamer ) Schulden, Verbindllichkeiten und seiner Bestattungskosten einschl. Trauerfeier, Grabgestaltung und Garbpflegekosten für die Nutzungdauer der Grabstätte.

Dieser Anspruch besteht im Zeitpunkt und zur Höhe am Sterbetag eures Vaters, ist per bilanziertem Nachlassverzeicnis nachzuweisen und - innerhalb von 3 Jahren ausdrücklich schrfitlich gefordert - innerhalb von 30 Tagen fällig. Er besteht in Höhe eurer hälftigen Erbquote am Reinnachlass eures Vaters, also zu je 1/6 oder 16,66 % und ist ein reiner Geldanspruch, umfasst also keinerlei Nachlassgegenstände.

Gibt es kein oder kein wirksames Testament, seit ihr im Gemeinschaft zu je 1/3 zu Erben eures Vaters berufen. Dann habt ihr der Tochter eurer Stiefmutter ihr 1/2-Erbe am deren Nachlass auszubezahlen. Am Nachlass eures Vaters ist sie weder erb- noch pflichtteilsberechtigt.

G imager761

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