Frage von Bennochen, 37

Vater starb vor 4 J. Mutter strebt Umschreibung des Hauses (180000Euro) von Ehepartner auf ihren Namen an. 3 Kinder sollen ausgezahlt werden. Wieviel?

Antwort
von Franzl0503, 37

Bennochen:

Mittlerweile hast Du hast selbst erkannt, dass deine Info. mehr als spärlich ausgefallen ist.

Allgemein gilt:

1) Der Wert des Hausgrundstücks zum Zeitpunkt des Todes des Vaters ist von einem Fachkundigen (Immobilien-Gutachter, Architekt, Makler) zu schätzen. Ein kostengünstiges Kurz-Testat sollte genügen. Der Schätzer ist von den Erben  v o r  dem Auftrag einvernehmlich zu bestimmen. 

2) Vom Immobilien-Marktwert sind die vor vier Jahren bestandenen Grundstücksbelastungen (Resthypotheken, rückständige öffentl. Abgaben, Erschließungskostenrückstände) zu kürzen.

3) Der Restwert ist unter den Erbberechtigten entsprechend der Anteile laut  Erbschein des Nachlassgerichts aufzuteilen (z. B. Mutter 1/4 + 1/4 Zugewinn, jedes der drei Kinder 1/6).

4) Ein Notar protokolliert die Erbauseinandersetzung in Anwesenheit  der vier Erben (oder ihrer Bevollmächtigten) und veranlasst die Eigentumsumschreibung (von der Erbengemeinschaft) auf die Mutter zu Alleineigentum.

5) Die Mutter zahlt aus Eigenmitteln oder mit Hilfe von Bankdarlehen die Kinder innerhalb der vertraglich vereinbarten (großzügig bemessenen) Frist gegen Quittung aus.

Kommentar von Bennochen ,

Hallo Franzl,

vielen Dank fuer die Antwort. Ja, konnte leider nicht mehr Text in den Fragenbereich einfuegen deshalb den spaerlichen Ansatz. Zu Deinen Punkten die folgenden Anmerkungen/Fragen:

1) Der Wert des Hausgrundstücks zum Zeitpunkt des Todes des Vaters ist von einem Fachkundigen (Immobilien-Gutachter, Architekt, Makler) zu schätzen. Ein kostengünstiges Kurz-Testat sollte genügen. Der Schätzer ist von den Erben v o r dem Auftrag einvernehmlich zu bestimmen. - verstanden. Leider gibt es keine Schaetzung des Hauses zu dem Zeitpunkt desTodes des Vaters.

2) Vom Immobilien-Marktwert sind die vor vier Jahren bestandenen Grundstücksbelastungen (Resthypotheken, rückständige öffentl. Abgaben, Erschließungskostenrückstände) zu kürzen.** - verstanden**

3) Der Restwert ist unter den Erbberechtigten entsprechend der Anteile laut Erbschein des Nachlassgerichts aufzuteilen (z. B. Mutter 1/4 + 1/4 Zugewinn, jedes der drei Kinder 1/6). - ist dieses die gesetzliche Regelung? Ein Erbschein besteht nicht.Kann dieses ausschliesslich auf den Wert des Hauses beschraenkt werden? Oder, wird bei einer Überschreibung des Hauses automatisch das ganze Erbe mit einbezogen? Ist eine Abgeltung mit 10000 Euro/pro Kind legitim? Das ist der ausdrückliche Wunsch der Mutter. Oder ist es möglich- nach Feststellung des Schätzwertes- auf die Auszahlung des o.g. Betrages zum jetzigen Zeitpunkt zu verzichten? In dem Sinne, dass die Auszahlung in einem Testament mit dem gesetzlich festgelegten Anspruch (der vermutlich höher ist) fest geschrieben und dann nach dem Ableben der Mutter realisieren würde?

4) Ein Notar protokolliert die Erbauseinandersetzung in Anwesenheit der vier Erben (oder ihrer Bevollmächtigten) und veranlasst die Eigentumsumschreibung (von der Erbengemeinschaft) auf die Mutter zu Alleineigentum. **- Siehe vorherige Bemerkung bezueglich einer Beschraenkung auf das Haus ... ** 5) Die Mutter zahlt aus Eigenmitteln oder mit Hilfe von Bankdarlehen die Kinder innerhalb der vertraglich vereinbarten (großzügig bemessenen) Frist gegen Quittung aus. **- verstanden **

Kommentar von Franzl0503 ,

Bennochen:

Zur Umschreibung des Eigentums an dem Grundstück des Erblassers  bedarf es entweder eines Erbscheins (der nicht vorliegt)  oder eines gültigen notariellen Testaments mit Eröffnungsprotokoll. Erst danach könnt ihr euch über den Nachlass, vornehml., das Grundstück,  auseinandersetzen.

Sollte auch ein solches Testament nicht vorliegen, müsstes du oder ein anderer Erbe zu Protokoll des Notars beim Nachlassgericht die Erteilung eines Erbscheins beantragen. Fragen zum Nachlasswert beantwortet ebenfalls der Notar.

Besteht zwischen den Erben Einigkeit über von der Mutter zu zahlenden Kaufpreis, kann  eine Schätzung des Immobilienwerts entfallen.

Antwort
von gandalf94305, 29

Da stellen sich mir mehrere Fragen.

1. Soll das als Nachlaßauseinandersetzung gelten oder ist dies bereits passiert und nun soll nur noch sortiert werden?

2. Wem gehörte das Haus zu Lebzeiten des Vaters? Dem Vater alleine? Vater und Mutter zu gleichen Teilen?

3. Wer ist der Ehepartner? Der verstorbene Vater? Wenn das der Fall ist, dann ist die Erbengemeinschaft nun zumindest Teileigentümer. Wenn nicht, dann fehlt hier aber ein großes Stück im Mosaik.

4. Gibt es ein Testament? Gilt die gesetzliche Erbfolge? Sind das alle leibliche Kinder des Vaters und der Mutter?

5. Wenn Du ernsthafte Antworten haben möchtest, bemühe Dich doch bitte auch um eine vollständige Frage.

Antwort
von Privatier59, 22

Entschuldige mal: Diese Frage kann nur ein Hellseher beantworten. Nur der wüßte nämlich, ob es eine letztwillige Verfügung gibt oder ob die gesetzliche Erbfolge gilt.

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