Frage von denkscherz, 63

Vater ist 1995 verstorben gleich darauf wurde das Haus an meinen Bruder noteriell übergeben. 2000 sollte er uns ausbezahlen. Bis jetzt nicht bezahlt. Was tun?

Antwort
von denkscherz, 32

Können Sie meinen Kommentar beantworten , vielen Dank im voraus . 

Antwort
von Franzl0503, 44

denkscherz:

Wenig Sachverhalt inspiriert zu folgender Vermutung.

1. Im  Zuge der Erbauseinandersetzung erhielt dein Bruder das Hausgrundstück. Dabei verpflichtete er sich zur Zahlung eines bestimmten Betrages bis zu einem bestimmten Zeitpunkt an seine Gechwister.

2. Richtige Absicherung und Vertragsgestaltung vorausgesetzt hat er sich in der notariellen Urkunde wegen der Forderung samt Zinsen und Säumniszuschläge der sofortigen Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen  unterworfen. Eine vollstreckbare Ausfertigung der Urkunde  erteilt der Notar auf Anfrage.

3. Der Bruder wurde zur Zahlung aufgefordert und in Verzug gesetzt. Fällig sind auch die nicht verjährten Zinsen.

4. Gezahlt hat er nicht. Beauftrage sofort den Gerichtsvollzieher mit der Zustellung der Urkunde.

5. Nach Zustellung veranlasse möglichst umgehend die Eintragung einer Zwangssicherungshypothek auf dem Grundstück des Bruders (oder hat er die Immobilie mittlerweile veräusssert?).

6. Liegt eine vollstreckbare Urkunde (s. 2) vor, gilt die 30-jährige Verjährungsfrist gem. § 197 BGB.

Kommentar von denkscherz ,

zu diesen Zeitpunkt hatte die Mutter das niesbrauchrecht im Haus mein Bruder hatte ihr dann pö a pö fast alles weggenommen .2000 sollte er uns ausbezahlen , was er nicht tat, 2004 war ich beim Rechtsanwalt u. hatte ihn aufgefordert. Hatte nicht darauf reagiert . hatte nur wegen meiner Mutter Ruhe gehalten .2013 ist dann meine Mutter verstorben und seit dem sind wir beim Rechtsanwalt . Haben bis jetzt schon 10.000 E. bez. damals bei der Urkunde war das Haus noch nicht geschätzt .wurde später angeblich nachgereicht . erst später vom Rechtsanwalt von meinen Bruder der auch unser Notar war .kam dann die Berechnung mit der Angabe das das Haus 920 T. DM Wert hätte ,das Gutachten wurde nie vorgelegt. Ob dies überhaupt stimmt wissen wir nicht . jetzt die Frage : es war DM Immobilien wird das mit 1:1 berechnet , diesen Tipp gab damals mein Versicherungsberater, das ich aufpassen sollte . Stimmt das und wo kann ich mir die Bestätigung holen. Vielen Dank  

Kommentar von Franzl0503 ,

Denkscherz:

Hatte die Immobilie zur Zeit des Erbfalls einen Marktwert von 920.000 DM enspricht dies 470 389 Euro.

Du läßt  offen, ob der Wert des Nießbrauchs für die Mutter bei der Ermittlung des Marktwerts berücksichtigt wurde.

Die Wertermittlung wurde dir bislang vorenthalten. Was hinderte dich daran, selbst ein kostengünstiges Kurzgutachten in Auftrag zu geben?

Meine Frage zu 2)  hat du auch nicht beantwortet.

Antwort
von Privatier59, 52

Die daraus resultierende Frage ist dann doch, ob Du den Anspruch heute noch geltend machen kannst.

Sofern sich keine Besonderheiten aus der uns ja nicht dem Inhalt nach bekannten Vereinbarung ergeben sollten, ist alles zu spät. Die Ansprüche sind verjährt. Es gilt die 3-jährige Verjährungsfrist. 

Dabei ist im übrigen unerheblich, daß es nach dem zur Zeit des Abschlusses der Vereinbarung noch recht lange Verjährungsfristen gab, nämlich 30 Jahre in solchen Fällen nach meiner Erinnerung. Diese langen Fristen sind durch die Schuldrechtsreform abgekürzt worden und die Übergangsfrist von 3 Jahren ist auch schon lange abgelaufen.

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