Frage von tao312,

Unterstützungskasse - Ablaufleistung geringer als eingezahlte Beiträge?

Durch einen Arbeitgeberwechsel konnte ich die betriebliche Altersversorgung mittels Unterstützungskasse nicht fortführen. Ich habe insgesamt ca. 9500.-EUR einbezahlt, die Ablaufleistung ist ca. 5000.-EUR. Die Differenz sind Gebühren, die so hoch sind, weil sie sich am Gesamtvolumen des Vertrages orientieren (was bei Abschluß nicht transparent gemacht wurde). Ich stehe also mit einem hohen Verlust da, weil der Vertrag so früh beitragsfrei gestellt wurde. Mein Pech, daß der neue Arbeitgeber das nicht fortführen wollte. Hat jemand eine Idee, was ich in dieser Situation tun könnte? Es widerspricht doch dem gesunden Menschenverstand, daß ich nach 19 Monaten Vertragslaufdauer mit so viel Geld weniger dastehe. Vielen Dank für Kommentare und Ratschläge.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo tao312,

Schau mal bitte hier:
Arbeit arbeitgeber

Antwort
von Mikkey,

Du könntest selbst weiterzahlen, da aber der monatliche Beitrag in der Gegend von 500€ liegen dürfte, scheidet das vermutlich aus.

Ich habe aktuell dieselbe Situation, da es aber relativ kleine Beträge sind und die Hälfte der Zeit schon erreicht ist, hält sich der Verlust in Grenzen - ich ärgere mich trotzdem, dass ich das damals gemacht habe. Selbst bei ganz normalem Ablauf hätte ich bei Anlage der versteuerten Beträge und mit der etwas höheren gesetzlichen Rente mehr davon gehabt.

Kommentar von Niklaus ,

Selbst bei ganz normalem Ablauf hätte ich bei Anlage der versteuerten Beträge und mit der etwas höheren gesetzlichen Rente mehr davon gehabt.

Wie ist dieser Satz zu verstehen?

Antwort
von PaulMC,

Grundsätzlich haftet erstmal der Arbeitgeber für den Betrag (Wertgleichheit §1 BetrAvG). Es muss weiterhin differenziert werden zwischen a) aus dem Brutto-Entgeld verzichteten Betrag und b) zusätzlichen Arbeitgeberzuschuss. LAG München Urteil vom 15.3.2007, Az: 4 Sa 1152/06 hier wurde der Arbeitgeber verpflichtet, das nicht wirksam umgewandelte Entgelt zuzüglich entsprechender Sozialversicherungsbeiträge dem Arbeitnehmer nachzuzahlen. Es wurde zwar beim BAG Revision dagegen eingelegt, diese allerdings kurz vor Verhandlungsbeginn zurückgezogen, um kein Grundsatzurteil zu erwirken. Fall für einen Arbeitsrechtler! Eine Übertragung, sofern sie möglich wäre - es handelt sich um eine rückgedeckte UKasse - würde den verlorenen Betrag nicht auffüllen und zudem erneut Kosten verursachen. Ist ein grundsätzliches Problem der versicherungsförmigen Durchführungswege, weshalb ich von dieses nicht halte!

Antwort
von Niklaus,

Eine Unterstützungskasse arbeite mit einer Rückdeckungsversicherung. Diese Versicherungen rechnen immer die Vertriebsgebühr über den Gesamtbeitrag aus. Das ist bei jeder kapitalbildenden Versicherung so. Außerdem hast du für die Beiträge keine Lohnsteuer und sozialversicherungsbeiträge gezahlt.

Frage deinen AG ob er etwas dagegen hat die Versicherung für die U-Kasse in einen anderen Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge zu portieren.

Antwort
von HilfeHilfe,

kleine Bemerkung am Rande. die 9.500 waren Brutto. Wahrscheinlich noch einen AG Zuschuss den man so nicht gehabt hat.

Somit hätte man ( AG Zuschuss ausgeblendet) auch nur ca 5.000 netto mehr Lohn gehabt.

Eine Lösung habe ich trotzdem nicht

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