Frage von Alessia01,

Unterstützung Rentner mit pflegebedürftiger Frau

Hallo zusammen,

ich möchte mich gerne für meinen Bekannten Rentner, 75 Jahre, verheiratet schlau machen, ob in seinem Fall finanzielle Unterstützung zu erwarten ist und wo er sich hinwenden kann. Ich hoffe auf Eure Tips.

Mein Bekannter ist verheiratet seit 10 Jahren ist seine Frau ein Pflegefall (Pflegestufe 2) und ist im Pflegeheim untergebracht. Das Pflegeheim kostet monatlich 3700,- Euro. Mein Bekannter hat eine Rente von 1300 zusätzlich eine Rente von 300 für seine Frau. Die beiden Renten gehen komplett für das Pflegeheim drauf. Zusammen mit den Leistungen der gesetzlichen Pflgegeversicherung muss er monatlich ca. 1200 EUR drauf zahlen.

Bisher hat er den Restbetrag von seinen Ersparnisse beglichen, Nun ist sein Erspartes komplett ausgeschöpft und er macht sich große Sorgen wie es weitergehen soll. Er besitzt ein kleinens Häuschen in dem er selbst wohnt. Außer diesem Haus sind keine Vermögensgegenstände vorhanden.

Sieht jemand von euch eine Chance auf Unterstützung? Wo kann er sich hinwenden? Denkt ihr es ist möglich Unterstützung zu erfahren ohne, dass er sein Haus verkaufen muss?

Vielen lieben Dank für Eure Hilfe

Antwort
von Primus,

Hallo,

sobald die Ersparnisse aufgebraucht sind, sollte sich Dein Bekannter an das Sozialamt wenden.

Dort wird seine finanzielle Lage geprüft und falls keine Kinder vorhanden sind, die eventuell zur Kasse gebeten werden können, kommt das Sozialam für die weiten Kosten auf.

Ein Tipp von mir: In dem Pflegeheim, in dem die Frau untergebracht ist, gibt es Sozialarbeiter, die Deinen Bekannten in solch einer Situation unterstützen.

Antwort
von RobinsonCruzo,

Es gibt eine einfache Reihenfolge in diesen Fällen.

Als erste Instanz muss man selber alles zahlen was eine Pflegeversicherung nicht mehr abdeckt. Dies ist genau das was dein Bekannter gemacht hat. Rente und Ersparnisse müssen dafür herhalten. Wenn das aber nicht mehr möglich ist geht es in die zweite Instanz.

Das wären die Kinder. Kinder sind gegenüber den Eltern unterhaltspflichtig. Der Umfang dieser Pflicht leitet sich aus dem Einkommen der Kinder ab. Wenn deren Gehalt ausreicht um sich selbst (mit Familie) zu versorgen und zusätzliche eine weitere Person zu versorgen, dann müssen diese das auch tun.

Die letzte Instanz ist das Sozialamt. Es wird eine Prüfung durchgeführt, ob es für diese Person wirklich nicht möglich ist sich allein zu finanzieren und wenn nicht, dann springt das Sozialamt ein.

Antwort
von Rentenfrau,

Natürlich kann Dein Bekannter Hilfe für seine Frau vom Sozialamt bekommen. Er hätte sein Ersparnisse gar nicht bis zum letzten Cent aufbrauchen müssen. Dein Bekannter sollte beim örtlichen Sozialamt einen Sozialhilfeantrag stellen. Denn die Pflegeheimkosten von 3700 Euro (wirklich ein teures Heim), kann er nie alleine aufbringen. Und keine Sorge, solange der Ehegatte, in dem Haus wohnt, muß er es keinesfalls verkaufen, um die Pflegekosten zu stemmen.

Antwort
von qtbasket,

Der Bekannte wird wohl selbst einen Anspruch auf Grundsicherung erlangt haben und dollte dies jetzt auch alsbald beantragen. natürlich muss er wahrheitsgemäß Auskünfte über seine vermögensverhältnisse abgeben. Auch die Unterstützung für die zu pflegende Frau wird neu berechnet werden müssen.

Das Eigenheim wird als Schonvermögen behandelt werden, wenn es keine Luxusvilla sein sollte.

Aber Vorsicht. Gibt es Kinder, so können diese zum Elternunterhalt herangezogen werden.

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