Frage von ElfriedeMeyer, 64

Unternehmer meldet sein Gewerbe ab,fängt an abzuverkaufen und verstirbt dann. Wer muss den Aufgabegewinn versteuern, die Erben oder die Witwe?

Ein herzliches Hallo an euch.

Ich hoffe, ihr könnt mir einen Rat geben:

Szenario: Einzelunternehmer, 66 Jahre, beschließt seinen Betrieb aufzugeben. Er schickt dem Finanzamt die Gewerbeabmeldung zum 10.03.15 und beantragt zugleich den Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG. Und beginnt mit dem Abverkauf der Firma. Keine 2 Wochen später verstirbt er jedoch.

Die Die AlleinErben führen die bereits eingeleitete Auflösung der Firma weiter fort. Zum Jahresende ist alles aufgelöst.

Zum 10.03.15 wurde eine Aufgabebilanz erstellt, am 31.12.15 folgte die Schlussbilanz. Aus der Differenz wurde der Aufgabegewinn ermittelt.

Gehe ich recht in der Annahme, dass die Steuererklärung noch im Namen des Erblassers erfolgt, in Zusammenveranlagung mit der Ehefrau/Witwe und der Aufgabegewinn mit dem Freibetrag verrechnet wird?

Oder gilt für die Steuererkärung des Erblassers nur die Schlussbilanz, und die Aufgabebilanz mit dem ermittelten Aufgabegewinn wird mittels gesonderter Feststellung auf die Erben verteilt?

Aufgrund noch bestehender Schulden des Erblassers bleibt jedoch kaum etwas übrig, es geht nur darum, in wessen Steuererklärung der etwaige Aufgabegewinn erklärt wird.

Vielen Dank im voraus!!

Eure Elfriede

Antwort
von ElfriedeMeyer, 26

Im Fall einer Betriebsaufgabe muss sowohl eine letzte Schlussbilanz nach § 16 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. Abs. 3 EStG als auch eine Aufgabebilanz nach § 16 Abs. 3 EStG, die der Ermittlung des Aufgabegewinns bzw. -verlusts dient, aufgestellt werden.

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