Frage von joe1953, 46

Unternehmen nicht im EU Land: Arbeit in Deutschland ausüben inkl. Gehalt - wie läuft das mit der Steuer?

Hallo,

ist es möglich, dass ein Auslandsunternehmer ein Nicht EU Land mich in Deutschland bevollmächtigt eine Arbeit auszuüben für die Ich jeden Monat vergütet werde?

Der Kunde aus Deutschland schickt dabei die Reparaturkosten zum Drittland. die Softwarereparatur die dafür notwendig ist, schick der Kollege mir aus dem Ausland. Die Logik des Unternehmers ist es, dass er sein Arbeit in Weiteren Ländern ausweitet. Da die Kunden die wenig vertrauen haben, die defekten Computer z.b ins Ausland zu versenden tue Ich die Reparatur in Deutschland ausüben.

Der Unternehmer versichert mir jeden Monat 1700€ für die Arbeit zu vergüten. Wie sieht dass dann Steuerrechtlich für mich aus?

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von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 26

Das kommt auf die Art Eures Vertrages an.

Ist das eher ein Anstellungsvertrag, oder eher ein Dienstvertrag?

Sind die 1.700,- ein Festbetrag, egal wieviel Arbeit anfällt?

Es ist nämlich zu unterscheiden zwischen angestellt, oder selbständig.

Stellst Du die Betriebseinrichtungen? Werkzeuge und Räumlichkeiten? Wird Dir das extra vergütet.

Kommentar von joe1953 ,

Hallo,

es soll ein Anstellungsvertrag sein, bei dem Ich jeden Monat das selbe Gehalt bekomme. Selbsständig möchte Ich nicht sein. Ich mag den Stress der selbsständigkeit nicht. Die Betriebseinrichtung sind einige Programmiergeräte und ein Computer. Die Arbeit kann von einem Arbeitszimmer von zuhause ausgehführt werden. Arbeitsgeräte werden nicht extra vergütet.

Ist sowas möglich? müsste der Inhaber aus dem Drittland dann wenn er die 17.500€ überschreitet auch 19% MWST auf die Reparatur verlangen  oder gilt das Steuergergesetz seiner Heimat?

Kommentar von wfwbinder ,

OK, Du angestellter bei dem Unternehmen. Dadurch, dass die Kunden Reparaturen an Dich hier in Deutschland einsenden, ist das dann eine Betriebsstätte Deines Arbeitgebers. Es gelten somit alle Bestimmungen für Arbeitnehmer in Deutschland. Dein Arbeitgeber muss damit auch die Arbeitgeberanteile zu Deiner Sozialversicherung tragen.

Nun zu Deinem Arbeitgeber. Da Er dir ja 1.700,- Euro Gehalt zahlen will, muss er ja wohl mehr Umsatz machen, um nicht in Verluste zu geraten.

Mit den Arbeitgeberanteilen und dem Betrag zur BG sind die Kosten dann schon mal ca. 2.050,- bis 2.100,- Euro.

Damit hat sich ja wohl die Kleinunternehmerregel mit 17.500,- euro p.A. schon von allein erledigt.

Natürlich muss damit aus den Zahlungen der Kunden die entsprechende Umsatzsteuer abgeführt werden.

Unternehmer ist hier die Betriebsstätte in Deinem Arbeitszimmer.

Kommentar von joe1953 ,

Gibt es für Ihm Steuerrechtlich keine andere bessere Alternative ?
Das heisst, er muss aus einem nicht EU Land in Deutschland eine Steuererklärung abgeben ? Dann müsste er ja zwei mal eine Steuererklärung durchführen. Dann bleibt ja nicht viel bzw. gar nichts mehr übrig?

Kommentar von wfwbinder ,

Da für uns deutsche das Ausland, speziell das nicht EU-Ausland ziemlich groß ist, kann man da nur generelle Dinge zu sagen.

Gewinne, die ein Unternehmen in einem Land erzielt, sind meistens nur in dem Land zu versteuern, ausser das die steuern in dem anderen Land geringer sind als in dem eigenen, dann wird die Differenz nachgefordert.

Die Gewinn hier in Deutschland werden also auf keinen Fall höher  Besteuert als in dem Heimatland.

Natürlich könnte man sich über eine optimale Lösung gedanken machen, aber Du hast die Vorgaben gemacht:

Du bist Angestellter

Dein Arbeitgeber ist in dem anderen Land (welches auch immer).

Die Kunden arbeiten aber direkt mit Dir (bzw. senden Dir die Geräte).

Abrechnen macht das Mutterunternehmen.

Da brauche ich nicht nachzudenken, das ist dann so, wie oben von mir geschildert.

Ausserdem wird sich doch Dein Arbeitgeber dazu Gedanken gemacht haben, bzw. hat einen Berater gefragt. Das ist doch sein Problem, nicht Deins.

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