Frage von johanna8050,

Unter Arrest!

Hallo,

ich hoffe, mir kann hier jemand helfen. Seit 13 Jahren lebe ich in einer 2-Zimmer-Wohnung mit kleiner Terrasse zur Miete. Meine Wohnung grenzt an einen begrünten Innenhof, die Terrasse ist durch einen Zaun begrenzt. Alle Wohnungen hier, die zum Innenhof gehen, haben eine Terrasse mit Zaun.

Als ich einzog, habe ich mit Zustimmung der damaligen Hausverwaltung eine Türe in den Zaun eingebracht, wie die meisten schon vor mir. Auf dem schmalen Pflanzstreifen vor dem Zaun pflanzen sich die Leute Blumen, Käuter usw. an. Ich hatte damals beim Einzug einen Bambus gepflanzt, der - so die neue Hausverwaltung - so stark verwurzelte, dass er die Betondecke unterhalb sprengte, wodurch ein erheblicher Schaden entstanden ist. Der Bambus musste entfernt und alles sarniet werden. Es wurden aber zeitgleich auch an anderen Stellen im Innenhof solche Sanierungsmaßnahmen vorgenommen, die mit dem Bambus nicht in Verbindung standen.

Seitdem werde ich massiv vom Hausmeister schikaniert. Es wurde mir von einem Tag zum andern verboten, den Außenbereich zu nutzen, ja auch nur zu betreten. Ein neuer Bretterzaun wurde errichtet und mir wurde untersagt, eine Türe daran anzubringen.

Gleichzeitig muss ich zusehen, wie alle anderen sehr wohl nach draußen gehen und hier Anpflanzungen tätigen, es sich schön machen. Bei mir liegen Steine herum, alles ist unaufgeräumt und verwildert. Nichts wird gerichtet.

Es kommt hier mehrmals im Jahr ein Gärtner vorbei. Als ein paar Sonnenblumen vor meiner Terrasse wuchsen, hat sie der Gärtner ausgerissen und mir über den Zaun geworfen. Mein Kater ging 12 jahren raus, legte sich auf die Wiese. Das war nun auch verboten, gleichwohl keine einzige Beschwerde seitens meiner Nachbarn vorlag. Doch der Hausmeister behauptete auf einmal, das Tier störe den Hausfrieden und ich erhielt 2 Abmahnungen deswegen. Als ich wegen des ständigen Wehklagens des Tieres eine Katzenklappe anbrachte, drohte mir die Kündigung, wurde dann aber vom Eigentümer abgewendet.

Rufe ich bei der Hausverwaltung an, wird aufgelegt, man behandelt mich nur mit Verachtung, das geht alles vom Hausmeister aus. Nachbarn haben mir erzählt, dass er ständig über mich herzieht und mich als Irre bezeichnet, die weggesperrt gehört. Ich lebe zurückgezogen, zahle meine Miete, habe zu allen Nachbarn ein ausgezeichnetes Verhältnis. Trotzdem werde ich schikaniert ohne Ende. Schließlich pflanzte jemand etwas nachts vor meinem Zaun, ich glaube, den Sohn des Hausmeisters erkannt zu haben. Dann kam der Hausmeister fast täglich vor meine Terrasse und begoß das Zeug. Nach 3 Monaten zeigte er mich an wegen illegalen Drogenanbaus, denn es handelte sich, wie ich jetzt weiß, um Marihuana. Ich habe es nicht gepflanzt!

Andere bauen sich Bergolas, mir wird alles verwährt. Kann man mir das wirklich alles verbieten? Mir wird gesagt, der Außenbereich sei verboten, für andere Mieter gilt dies aber nicht. Bin für jeden Hinweis dankbar.

johanna

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Antwort
von cocoB,

Man weiß das der Bambus sehr aggressive Wurzeln hat,dies hätte auch die Hausverwaltung wissen müßen. Der Bambus ist nun schon seit 13 Jahren eingepflanzt, so hätten sie schon früher reagieren müßen.

Da Du seit anfang an einen Zugang zum Innenhof hattest, wie alle anderen auch können sie dir diesen auch nach der Sanierung nicht verwehren, zumal es den restlichen Mietern auch erlaubt ist.

Das gleiche zählt auch für deinen Kater.

Das der Gärtner dir Grünzeug über den Zaun wirft mußt Du genauso wenig hinnehmen. Darüber informiere die Hausverwaltung schriftlich, und weise darauf hin, das Du beim nächstenmal Anzeige erstatten wirst.

Was deinen Hausmeister betrifft, dazu lies einmal hier in dem Link: http://www.gangway.de/gangway.asp?cat1id=6&cat2id=41&cat3id=&DocID=4...

Mache deinem Hausmeister klar was ihn erwartet wenn er diese Mobberei nicht unterlässt.

Wegen der Marihuana-Pflanzen mache eine Gegen-Anzeige. Sage bei der Polizei das Du vermutest das diese der Sohn des Hausmeisters eingepflanzt habe, und der Hausmeister die Planzen 3 Monate gepflegt hat.

Lass dich nicht so Mobben.

Alles Gute, cocoB

Kommentar von gammoncrack ,

Ich wollte auch schon schreiben, dass ein kleines Anwaltsschreiben meistens ausreicht, um das ein für alle Mal abzustellen.

Antwort
von Privatier59,

Johanna: Was genau willst Du von uns? Wer sich als Mieter vom Vermieter schikaniert fühlt, geht gemeinhin zum Mieterverein. Nur, bei Dir ist es ja nicht der Vermieter. Es ist der Hausmeister. Aber auch für den ist der Vermieter zuständig. Beschwer Dich da.

Antwort
von qtbasket,

Was soll man zu solchen Streitigkeiten sagen - die Gerichte sind voll mit solchen Klagen....

Zunächst, du kannst nicht erwarten, dass hier in irgendeiner Weise man deine Ansichten kommentieren kann, das ist eben deine Sicht der Dinge, die andere Seite kennen wir nämlich nicht.

In NRW könntest du zu einem Schiedsmann gehen - der ist hier sowieso Pflicht, bevor irgendein Gericht sich mit solchen Streitigkeiten beschäftigt.

Ansonsten kannst du dich ja schlau machen, ob es in deinem Bundesland ein Schiedsmannverfahren gibt - das wäre nämlich dringend zu empfehlen.

Antwort
von robinek,

Seit 13 Jahren ? Hätte mich im Laufe der Zeit, wenn Beschwerden nichts nützen, schon längst nach einer anderen Wohnung umgesehen. Oder ist sie extrem günstig? Aber was nützt es, wenn Du Dich laufend ärgerst? Viel Besserung wird es durch Beschwerden kaum geben. (Wäre kein Magengeschwür deshalb wert)

Antwort
von anitari,

Der Hausmeister ist Angestellter des Vermieters. Was macht man wenn sich Angestellte dem Kunden gegenüber nicht korrekt verhalten?

Man beschwert sich beim Chef über den Angestellten.

Antwort
von williamsson,

Dein Ansprechpartner ist der Eigentümer. Der Hausmeister ist nur Angestellter. Ich fürchte , hier hilft nur ein Schreiben vom Anwalt oder Mieterverein. Erstatte unbedingt Anzeige wegen des Anbaus von Drogen und falscher Bezichtigung einer Straftat. Es gibt zwar im Zivilrecht kein Recht auf Gleichberechtigung, aber so schikanieren muß sich niemand lassen. Geh mal zum Anwalt.

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