Frage von Phil247,

Unstimmigkeiten bei der Versteuerung meiner Abfindung

Hallo,

hätte da mal eine Frage zu meiner Abfindung.

Habe in diesem Jahr 3 Monate gearbeitet und erhalte hierfür einen monatlichen Brutto-Lohn von 3000 €, mit dem Erhalt des dritten Gehalts habe ich zusätzlich meine Abfindung überwiesen bekommen. Die Abfindung wurde auf Brutto 15.000 ausgehandelt. Nun habe ich im März insgesamt 12.119 € erhalten (Lohn und Abfindung). Wenn ich nun aber nach dem Abfindungsrechner unter:

sueddeutsche.de/app/jobkarriere/abfindungsrechner/

gehe, erhalte ich eine Abfindung von 11.457 € (Bundesland Hamburg, Kirchensteuerpflichtig, bei 9.000 Euro Jahresverdienst) und müsste eigentlich noch 1.850 € Lohn erhalten, was nach meiner Rechnung aber knapp 13.300 € macht.

Kann mir jemand erklären wo entweder mein Fehler oder aber der meiner ehemaligen Firma liegt?

Viele Grüße, Phil

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Antwort
von Ernsterwin,

Vielleicht willst Du Dir mal den Abfindungsrechner von http://www.abfindunginfo.de/abfindungsrechner.html herunterladen.

Damit kannst Du genau nachvollziehen, welche Bedingungen wie bei der Fünftelregelung zu berücksichtigen sind und ob Deine Abfindung also vorläufig richtig besteuert wurde. Denn genau lässt sich erst bei der Steuererklärung die Steuerlast ermitteln.

Antwort
von Phil247,

Laut Abrechnung wurden mir auf die 15.000 € damit 4135 € Lohnsteuer, 227 € Soli und 372 € Kirchensteuer verhängt. Ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet hier die Fünftelregelung anzuwenden? Kann sowas nachträglich geschehen oder muss ich im Zweifelsfall bis 2014 auf mögliche Rückzahlungen warten?

Antwort
von Tina34,

https://frag-einen.com/steuerberater/abfindung/fuenftelregelung_wurde_nicht_ange...

guckst du oben.

Dein AG hat meiner Meinung nach richtig gehandelt. Du kannst eine evtl. Korr. dann über deine Steuererklärung bekommen. Da der Arbeitgeber in der Haftung ist, ist auch logisch das er so handelt!

Antwort
von FREDL2,

Ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet hier die Fünftelregelung anzuwenden?

Ist er hier nicht und kann er auch nicht. Eine vorrangige Voraussetzung für die Anwendung der Fünftelregelung ist, dass die Abfindung die Einnahmen, die durch die Kündigung bis zum Jahresende wegfallen, übersteigt.

Das heisst übersetzt, die Abfindungssumme muss höher sein, als Dein voraussichtliches Jahreseinkommen gewesen wäre. Das ist bei Dir nicht der Fall.

Ausserdem gibt es noch die eine oder andere Bedingung für die Anwendung der Fünftelregelung. Das brauchen wir hier aber gar nicht, das K.O.-Kriterium wurde von mir schon genannt.

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich will nicht mäkeln, denn man kann hier von jeder Seite gucken und findet sofort ein KO-Merkmal.

Aber wenn ich mir die Normenkompetenz so angucke, gehe ich immer zueerst vom Gesetz aus. Und da sagt § 34 (1) Nr. 4 "Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten; mehrjährig ist eine Tätigkeit, soweit sie sich über mindestens zwei Veranlagungszeiträume erstreckt und einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten umfasst."

Oder wolltest du den Abfindungsbegriff ausdefinieren?

Wie gesagt, für die Frage ist es nicht (mehr) wichtig, aber ein oller Parasi^^graphen-Reiter wie ich braucht ne Prüfreihenfolge...

Kommentar von FREDL2 ,

ein oller Parasi^^graphen-Reiter wie ich braucht ne Prüfreihenfolge...

Jou, ist bekannt. Der Frager wollte nur Wissen zur Versteuerung und Fünftelregel gibts hier nicht. Ausserordentliche Einkunft hin oder her.

Antwort
von EnnoBecker,

Die Fünftelregelegung kommt hier nicht zur Anwendung. Es fehlt an den "Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten; mehrjährig ist eine Tätigkeit, soweit sie sich über mindestens zwei Veranlagungszeiträume erstreckt und einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten umfasst."

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