Frage von Steuermued, 221

Unsere Photovoltaik-Anlage ist abbezahlt, nun will Finanzam 1500 € Steuervorauszahlung, habt Ihr Rat

Hallo, unsere Photovoltaik-Anlage ist abbezahlt und wir können nun nix mehr absetzen. Das Finanzamt verlangt nun (neu) 1500 Euro Steuervorauszahlung, das frustet uns sehr. Habt Ihr einen Rat, was wir hier tun können? Klar haben wir so rund 1500 Euro Einnahmen aus Photovoltaik, aber das haben wir für unseren Ruhestand gedacht, zur Aufbesserung der Rente und Pension. Doch da wir nun -zu den normalen Lohnsteuern, die meine Gattin (wir arbeiten beide als Lehrer) und ich aus den Dienstbezügen schon zahlen - 1500 Euro im Vierteljahr ans Finanzamt zahlen müssen, sehen wir unsere Ruhestandsaufbesserung etwas schwinden. Wir freuen uns auf guten Rat, solltet Ihr noch Angaben brauchen bitte melden, Danke.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 221
unsere Photovoltaik-Anlage ist abbezahlt und wir können nun nix mehr absetzen.

Die aussage udn die Fragestellung sind unklar.

erstmal kann man nicht nur die Zinsen für die Finanzierung der PV-Anlage abziehen, sondern auch die AfA (Abschreibung), oder war die Finanzierung genau auf die Nutzungsdauer abgestimmt?

Dann stellt sich die Frage ist das alles:

1500 Euro im Vierteljahr ans Finanzamt zahlen müssen

Einkommensteuervorauszahlung, oder ist da auch eine Umsatzsteuervorauszahlung bei?

Um diesen Fall einschätzen zu können, wäre es wichtig, zu sehen, wie hoch die monatlichen Einnahmen sind.

Macht Ihr die Steuererklärungen selbst, oder habt Ihr einen Berater?

Kommentar von Steuermued ,

Danke für die Antwort, wir zahlen Einkommensteuervorauszahlung und auch Umsatzsteuer, aber die Einkommensteuervorauszahlung macht (neu), 1500 Euro im Vierteljahr aus. Die Steuerberaterin sagt, das sei nun eben so, da wir das Darlehen für die PV-Anlage nun abbezahlt haben und nun bei den Einnahmen nichts mehr oder fast nichts mehr gegenrechnen können.

Kommentar von wfwbinder ,

Die Steuerberaterin hat sich dann leider unklar ausgedrückt, oder zumindest unpräzise.

Die Tilgungsleistungen waren nie abzugsfähig, sondern die Zinsen des Darlehens.

Daneben die Abschreibungen (Wertverminderung der Anlage).

Was die Höhe der Vorauszahlungen beeinflusst ist natürlich auch, das ihr beide berufstätig seid und somit die Einkünfte aus der PV-Anlage in der Progressionszone liegen.

Da ist leider nichts zu ändern.

Antwort
von Privatier59, 193

Wenn die Vorauszahlung den für die Einnahmen zu zahlenden Steuern entspricht, kann es nur einen Rat geben: Zahlen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Mal rechnen:

Wenn die 1.500 Einnahmen monatlich gemeint sind, kommen wir auf 18.000. Ausgaben werden nicht egnannt und werden wohl auch kaum welche anfallen - lassen wir die weg.

Davon 6.000 Steuern sind 33%. Könnte passen.

Kommentar von blackleather ,

Monatlicher Gewinn aus Stromproduktion: 1.500 EUR? Haben die ein kleines Kernkraftwerk oder eine Hamsterfarm?

Sollten wir da nicht auch lieber die Branche wechseln?

Kommentar von EnnoBecker ,

Zugegeben, über den Umfang hab ich mich auch schon gewundert.

Kommentar von Privatier59 ,

Na ja, ich habe eine Mathematiklehrerin als Mieterin die es nicht geschafft hat, den Saldo einer NK-Nachzahlung und einer HK-Gutschrift korrekt zu ermitteln. Meine Lehre daraus: Ich saldiere seitdem immer selber.

Antwort
von vulkanismus, 169

Deine Schilderung ist etwa merkwürdig.

Wegen einem Gewinn aus Gewerbebetrieb i.H. von 1.500,00 Euro zahlt man keine fünfzehnhundert an Steuer.

Außerdem steht da nicht, in welche Richtung Du Rat willst.

Kommentar von Privatier59 ,

Daran habe ich auch gestutzt: Ist möglicherweise die monatliche Einnahme. Alles andere wäre ja absurd weil es keine Steuer i.H.v. 100% der Einnahme gibt.

Kommentar von vulkanismus ,

Wenn einer Lehrer ist, wird er sich wohl ausdrücken können.

Ich hab keine Lust ihm alles aus der Nase zu ziehen.

Kommentar von wfwbinder ,
Wenn einer Lehrer ist, wird er sich wohl ausdrücken können.

Da würde ich mich nicht drauf verlassen.

Ich habe schon mal einen Mathematiklehrer vor mir gehabt, der mit seiner Beschreibung fast erreichte, dass ich nicht mehr in der Lage war eine längst begriffene Fragestellung nicht mehr lösen zu können.

In der Steuerberatung gehören Lehrer zu den schwierigsten Mandanten.

Kommentar von EnnoBecker ,

Lehrer und Ärzte.

Kommentar von mig112 ,

In der Versicherungsberatung auch...

Kommentar von vulkanismus ,

Im Finanzamt gehören auch noch Soldaten und Sozialpädagogen dazu.

Kommentar von Steuermued ,

die 1500 Euro sind pro Vierteljahr (Steuervorauszahlung), da wir das Darlehen für die PV nun abbezahlt haben, gibt es lt. Steuerberaterin nichts mehr zum "gegenrechnen".

Kommentar von vulkanismus ,

Und was sollen wir jetzt mit diesem Satz anfangen?

Kommentar von EnnoBecker ,

Sorry, aber da muss ich vulki zustimmen.

Das die Vorauszahlungen vierteljährlich zu leisten sind, ist nicht ganz neu. Und zur Tilgung des Darlehens hatte sich wfwbinder am 08.09.2014 - 4:00 bereits abschließend geäußert.

Offen geblieben sind hingegen die Punkte, die sich aus Privatier59 08.09.2014 - 0:44 ergeben.

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