Frage von klPrinz, 189

Unregelmäßige Mietzahlung wie versteuern ???

Hallo liebe Foraner,

ich habe da wieder einige Fragen mit der Bitte um sachdienliche Antworten:

Frage1: Wie müssen Mieteinnahmen versteuert werden, wenn die Miete mal bezahlt wird, 3 mal nicht usw., also wenn im Jahr 4 mal bezahlt wird und 8 mal nicht ???.

Frage 2: Müssen nur die 4 Mieten angegeben werden oder alle 12, obwohl nur 4 bezahlt worden sind (es gibt keinen Mietvertrag)?.

Frage 3: Was muss dem Finanzamt gegenüber angegeben werden: die Nettomiete oder auch die Nebenkosten, an denen sich der Mieter beteiligt ?

Frage 4: Welche Rechte kann ein Mieter ohne Mietvertrag auf Dauer für sich ableiten und durchsetzen ?.

Frage 5: Was ist für den Vermieter in jeder Hinsicht besser: Mietvertrag oder Untermietvertrag ?.

Frage 6: Welche miete muss dem Finanzamt ggü angegeben werden, wenn die Wohnung möbliert vermietet wird ?. Können die Möbel mit einem Zeitwert von der Miete abgezogen werden ?.

Danke für Eure Antworten im voraus.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Meandor, 189

Gehen wir mal davon aus, dass es sich um Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung handelt...

  1. Wenn vier Mieten eingenommen werden, dann müssen vier Mieten versteuert werden.

  2. Wenn vier Mieten eingenommen werden, dann müssen vier Mieten versteuert werden.

  3. Es muss alles angegeben werden, was im Rahmen der Vermietung vereinnahmt wurde.

  4. Die, die ihm aus dem BGB zustehen.

  5. Was ist der Unterschied?

  6. Es muss die Mieteinahme versteuert werden, die vereinnahmt wurde, und es können die Ausgaben angesetzt werden, die angefallen sind.

Kommentar von klPrinz ,

Danke zunächst einmal für die klare Antworten.

Mit dem Miet- und Untermietvertrag meine ich, ob es einfacher ist, wenn es mal sein muss, jemanden mit Untermietvertrag leichter raus zu schmeissen als jemanden mit normalen Mietvertrag ?.

Kommentar von Meandor ,

Einfaches Beispiel. Wir haben einen Vermieter namens V, dieser vermietet an den Mieter M, dann haben wir einen Mietvertrag zwischen V und M.

Wenn M jetzt seine Wohnung weitervermieten würde an einen U, dann gäbe es noch einen Mietvertrag. Da M aber "nur" Mieter ist, nennt man die Weitervermietung eben Untervermietung.

Antwort
von Kevin1905, 150
  1. Vermutlich nach dem Zuflussprinzip. Miete zugeflossen = Einnahme, nicht zugeflossen = keine Einnahme
  2. siehe 1
  3. Nebenkosten sind i.d.R. durchlaufende Posten die verbrauchsorientiert erfasst werden. Bei der Abrechnung gibt es für den Mieter dann eben Nachzahlungen oder Erstattungen. Nicht umlagefähige Auslagen sind für dich Werbungskosten und werden den Mieteinkünften entgegengestellt (siehe Anlage V Seite 2).
  4. Es gibt immer einen Mietvertrag. Liegt dieser nicht in Schriftform vor so gelten die Bestimmungen das BGB wörtlich.
  5. Was hat denn der Vermieter evtl. mit einer Untervermietung zu tun? Wenn du dem Mieter die Untervermietung erlaubst, hat ein Untermieter einen Vertrag mit deinem Mieter nicht mit dir.
  6. Hier passe ich.

Aber mal eine andere Frage. Warum hast du dem Mieter noch nicht fristlos gekündigt? Du schreibst hier was von 4 Monatsmieten in 12 Monaten erhalten. Wenn 2 Monatsmieten fehlen gibt es die fristlose + Räumungsklage. Alles andere ist doch nichts weiter als ein Millionengrab.

Kommentar von klPrinz ,

Herzlichen Dank für die sehr hilfreiche Antworten.

Antwort
von Schiko, 121

Steuerpflicht besteht natürlich im Jahr wo tatsächlich Geld fliest.Geht die Miete für 2012 erst in 2013 ein eben in der Steuererklärung für 2013

Alle gezahlte Beträge sind steuerpflichtig, natürlich auch die kassierten Umlagen. Anderseits, Kosten die für eine vermietete Wohnung, die auf den Mieter nicht abgewältzt werden können sind als Ausgaben in der Steuererklärung zu deklarieren.

Alles Andere sind Fragen der Ausstattung, dadurch wird wohl auch der Mietpreis höher sein. Eine möblierte Wohnung wird wohl teurer sein als nur kahle Wände.

Antwort
von freelance, 102
  • 1+2: wenn Privatperson, dann wird versteuert, was bezahlt wurde. Wenn Firma, dann wird versteuert, was in Rechnung gestellt ist und ggf. gibt es Wertberichtigungen für die gestellten Rechnungen
  • 5: wo kein Mieter, da auch kein Untermieter. Wie kommst du auf die Alternative? Wenn du Vermieter bist, dann geht doch nur Miete. Oder willst du an dich selbst vermieten und du suchst dir dann aus Mietersicht einen Untermieter? Erklär das doch nochmal

beim Rest: sieht P59

Antwort
von Privatier59, 75

Fragen 1 + 2: Der tatsächliche Mieteingang ist zu versteuern.

Frage 3: Schau in die Anlage V und Dir wird klar, dass die Bruttomiete anzugeben ist und zwar präzise aufgeschlüsselt.

Frage 4: Ohne Mietvertrag gibt es weder Vermieter noch Mieter.

Frage 5: Hä? Wo stellt sich denn diese Alternative?

Frage 6: Das Zauberwort heißt "Abschreibung".

Antwort
von LittleArrow, 70

Sachdienliche Rückfrage: Schon wieder Hausaufgabenfragen?

Antwort
von EnnoBecker, 68
  1. Wenn du bilanzierst, werden die Forderungen und Verbindlichkeiten versteuert. Bilanzierst du nicht, die tatsächlichen Zahlungsflüsse.
  2. ergibt sich aus 1. Es kann nicht keinen MV geben.
  3. Mieteinnahmen sind alle Einnahmen, die der Mieter zahlt, also auch die Betriebskostenvorauszahlungen bzw. Nachzahlungen.
  4. Es gibt keinen Mieter ohne Mietvertrag. Es mag vielleicht keinen schriftlichen Vertrag geben - aber keinen Vertrag gibt es nicht.
  5. Versteh ich nicht.
  6. Wieder: entweder die Forderungen (Bilanzierer) oder die Geldeingänge. - Nein, können sie nicht. Die Möbel unterliegen ebenso wie der Gebäudeanteil des Grundstücks der Abnutzung und werden deshalb abgeschrieben.
Kommentar von Kevin1905 ,

Bilanzierungspflicht hier ab 500.000 € Bruttomiete bzw. 50.000,- € Überchuss oder wie bestimmt sich das in dem Zusammenhang?

Ich mag mein Wissen erweitern. =)

Kommentar von EnnoBecker ,

Nein, erst einmal muss er gewerblich vermieten. Ist er privater Vermieter, greift das nicht.

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