Frage von LEHKA, 78

Umzugspauschale trotz tatsächlich niedrigerer Kosten?

Guten Tag, ich habe eine Frage zur Umzugspauschale für die "sonstigen Umzugskosten". Ich habe gelesen, dass man für einen beruflich bedingten Umzug pauschal ohne Nachweise als Einzelperson 730 Euro angeben darf. Da ich zum zweiten Mal innerhalb von 5 Jahren beruflich bedingt umziehen musste, dürfte ich sogar noch einmal 50% daraufschlagen, so dass die Pauschale bei mir bei 1095 Euro läge. Nun ist es bei meinem Umzug so gewesen, dass ich große Hilfe durch Freunde und Verwandte hatte und mir somit nur sehr wenig "sonstige" Kosten entstanden sind, etwa 200 Euro vielleicht. Das liegt ja deutlich unter den 1095 Euro, die ich angeben dürfte. Nun ist meine Frage: Darf ich trotzdem einfach diese Pauschale angeben, weil ich eben Anspruch darauf habe (ähnlich wie die 1000 Euro Pauschale für Werbungskosten, de ja auch immer angerechnet werden, egal ob die tatsächlichen Ausgaben niedriger waren) oder wäre das Betrug? Ich bin mir hier sehr unsicher und bin dankbar für Rückmeldungen!

Antwort
von stadtpflanze, 65

Geht es dir hier um den moralischen oder den rechtlichen Faktor?

Soweit ich weiß fallen unter die Pauschale auch Punkte wie Umzugshelfer (Freunde, Familie) zum Essen einladen usw. somit sind deine tatsächlichen Kosten vlt höher als du bisher angenommen hast?!

Kommentar von LEHKA ,

Hallo,

vielen Dank.

Mir geht es hauptsächlich um den rechtlichen Faktor. Ich will nicht betrügen und dann später dafür belangt werden.

Der moralische spielt aber natürlich dabei auch mit.

Antwort
von Gaenseliesel, 49

wer höhere Kosten als die Pauschale durch den berufsbedingten Umzug hatte, sollte dafür Nachweise erbringen. Zusätzlich zu den tatsächlichen Kosten gibt es auch die Umzugskostenpauschale. Damit ist dann auch das evtl. Einrichten der Wohnung abgegolten.

Auch wenn du die Einrichtung Stück für Stück mit dem Handwagen zur neuen Wohnung karrst, die Pauschale darfst du dennoch steuerlich absetzen. 

Antwort
von tt290, 57

Die Pauschale kann unabhängig vom tatsächlichen Aufwand als Werbungskosten geltend gemacht werden, da sprechen weder rechtliche noch moralische Einwände gegen.

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