Frage von Olivenbaum2013, 112

Umzugskosten bei Beamte auf Lebenszeit?

Hallo,

meine Frau hat einen Ruf an eine Universität bekommen, bekommt dort den Status 'Beamte auf Lebenszeit'. Nun wollen wir umziehen (wegen des Rufs). Leider wissen wir immer noch nichts genaues über die Höhe und Art der Umzugskosten. Das wäre aber gut zu wissen, weil die Umzugsfirmen vorausplanen müssen.

Nach BBG §88 heißt es lediglich: "Reise- und Umzugskostenvergütungen der Beamten werden durch Gesetz geregelt." Das sagt leider immer noch nichts weder über die Höhe der übernommenen Umzugskosten aus noch über das, was an einem Umzug übernommen wird; sprich nur Transport oder auch Demontage und Montage, Kartons-Ein-und-Auspacken.

Kennt sich da jemand aus? Danke im Voraus.

Antwort
von Primus, 105

1Eine Beamtin oder ein Beamter sowie ihre oder seine Hinterbliebenen, die mit ihr oder ihm in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben, erhalten alle notwendigen Kosten für einen Umzug vergütet (Umzugskostenvergütung), wenn deren Übernahme schriftlich oder elektronisch zugesagt worden ist. 2Die Umzugskostenvergütung ist zuzusagen bei einem Umzug aus Anlass 1. der Versetzung oder einer versetzungsgleichen Maßnahme aus dienstlichen Gründen an einen anderen Ort als den bisherigen Dienstort, 2. der Verpflichtung zum Bezug einer Wohnung innerhalb einer bestimmten Entfernung von der Dienststelle oder zum Bezug oder zur Räumung einer Dienstwohnung oder 3. der Aufhebung einer Versetzung nach einem Umzug mit Zusage der Umzugskostenvergütung,.

Quelle:

http://www.schure.de/20411/nbg.htm#p85

Kommentar von vulkanismus ,

Sieht also schlecht aus.

Kommentar von Olivenbaum2013 ,

@ vulkanismus Wie kommst Du zu diesem Schluss?

Kommentar von vulkanismus ,

Es gibt weder eine Verpflichtung zum Umzug noch war von Versetzung die Rede.

Kommentar von Olivenbaum2013 ,

Na Sie muss ja den Wohnsitz in der gleichen Stadt anmelden wie der Sitz des Arbeitgebers.

Kommentar von vulkanismus ,

Wer sagt denn sowas? Millionen Bürger wohnen nicht am Arbeitsort.

Und mit einer Anmeldung hat das auch nichts zu tun. Auch nicht bei Beamten.

Kommentar von Olivenbaum2013 ,

@Primus

Danke für die schnelle Antwort.

Aber dann sieht es doch gut aus. 1. oder 2. müsste doch zutreffen. Sie muss ja in einer andere Stadt ziehen, denn die Beamtenstelle verlangt Wohnung in der gleichen Stadt. Und die Zusage kommt ja noch.

Mir ist aber immer noch nicht klar, für was genau die Kosten übernommen werden.

Ich habe inzwischen die BUKG herausrecherchiert. Aber selbst dort ist weder etwas über die Höhe, noch etwas über das, was den Umzug definiert, angegeben. Sprich, ich weiß immer noch nicht, ob Demontage der Küche z. B. mitbezahlt wird oder nicht, ob das in die Kartons-Einpacken mitbezahlt wird oder nicht.

Kommentar von Primus ,

@Olivenbaum: Privatier59 hat Dir ja schon eine gute Antwort gegeben, die Dir bestimmt weiterhelfen wird.

Antwort
von Privatier59, 92

Ich nehme an, dass die Frau dann Landesbeamtin ist. In dem Fall darf man nicht in Bundesgesetzen suchen, man muß die im Bundesland geltenden Vorschriften sich vornehmen. Für mein Bundesland, NRW, habe ich das da gefunden:

https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=1&gld_nr=2&ugl_nr=203207...

Such nach den in Deinem Fall geltenden Bestimmungen. Du siehst, es werden viele Details geregelt.

Kommentar von Olivenbaum2013 ,

Vielen Dank.

Habe ich da das entsprechende gefunden?: http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?showdoccase=1&am...

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