Frage von CONSULTER95,

Umsatzsteuernachzahlung für 2012?!

Hallo,

im Jahre 2010 war ein Bekannter Kleinunternehmer, im Jahre 2011 war er dann ebenfalls Kleinunternehmer, hat allerdings über 17500€ umgesetzt, was sein Steuerberater erst kürzlichst für ihn ermittelt hat. Somit ist er für 2012 umsatzsteuerpflichtig. Diese Tage hat er ermittelt, dass er eine Nachzahlung von 2500€ hat, obwohl er nicht einmal die Umsatzsteuer auf den Rechnungen ausgewiesen hat. Kommt das Finanzamt von alleine auf ihn zu oder muss man das schnellstmöglich melden?

Vielen Dank im Voraus Ich hoffe auf das Expertenwissen, insbesondere auf das Expertenwissen von "EB"

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Antwort
von blackleather,

Er gibt doch für 2012 eine Umsatzsteuererklärung ab. Darin steht doch am Ende der Nachzahlungsbetrag. Und der ist automatisch innerhalb eines Monats nach Abgabe der Steuererklärung zur Zahlung fällig, ohne dass das Finanzamt dazu noch irgendwas sagt (§ 18 Abs. 4 Satz 1 UStG).

Kommentar von CONSULTER95 ,

Wann muss man denn die Umsatzsteuererklärung für 2012 abgeben?

Kommentar von blackleather ,

Normalerweise spätestens am 31.05.2013 (§ 149 Abs. 2 Satz 1 AO). Aber da der Bekannte ja einen Steuerberater hat, fristverlängert spätestens am 31.12.2013 (Gleichlautende Ländererlasse vom 2.1. 2013; Abschn. II Abs. 1).

Antwort
von EnnoBecker,

insbesondere auf das Expertenwissen von "EB"

Schleimer :-)

"Diese Tage hat er ermittelt"

Damit wird es keine Steuerfrage, sondern eine Haftungsfrage. Immerhin hätte das Nichtbestehen der KU-Eigenschaft Anfang 2012 klar sein müssen. Ich verweise da ja gern auf diesen Tip hier: http://www.finanzfrage.net/tipp/kleinunternehmer

Kommt das Finanzamt von alleine auf ihn zu oder muss man das schnellstmöglich melden?

Ähm....beides eigentlich. Man muss halt schauen, wer schneller ist. Oder ob man die KU-Schaft noch irgendwie wegbiegen kann. Dazu muss man aber ein bisschen mehr wissen. Und der StB weiß wahrschenlich sowieso schon alles....

Die Frage ist doch aber: Wie kommt die Kuh vom Eis?

Und die Antwort richtet sich danach, welchen Kundenkreis der Bekannte hat. Können die Rechnungen korrigiert werden?

Ja, weil die Kunden selbst (vorsteuerabzugsberechtigte) Unternehmer sind? --> Glück gehabt.

Nein, weil es nun mal nicht geht? --> Die 2.500 drücken wir aber locker runter. Je nach Geschäftszweig auf null oder höchstens 1.500. Schätzungsweise.

Fazit:
Es mag schlimm sein, aber es ist verbesserbar. Das, was das Finanzamt will, ist nicht zementiert.

Kommentar von CONSULTER95 ,

Wie soll man denn die 2500€ drücken? Z. B.?

Kommentar von EnnoBecker ,

Die Steuer aus den Vorleistungen kann nun als Vorsteuer abgezogen werden.

Kommentar von TaxTipsOnline ,

Super Antwort !

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