Frage von dschroeder,

Umsatzsteuer Auftrag aus Österreich

Ich arbeite als freie Journalistin mit Sitz in Deutschland und schlage auf meine Honorare hierzulande die üblichen 7 Prozent Umsatzsteuer drauf. Künftig werde ich auch für österreichische und Schweizer Medien schreiben. Wie muss ich das versteuern? Und welche Formulierungen ("laut § xyz") müssen auf die entsprechenden Rechnungen?

Vielen Dank vorab für Info und Rat!

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Antwort
von Meandor,

Ich geh mal davon aus, dass das was Du machst eine sonstige Leistung darstellt. Die Medien für die Du schreibst dürften alle Unternehmer sein.

Der Ort der sonstigen Leistungen ermittelt sich dann meines Erachtens nach § 3a Absatz II UStG und liegt damit in Österreich bzw. in der Schweiz.

Da das österreichische Umsatzsteuergesetz annähernd so ist wie unseres geht die Steuerschuld auf den Empfänger über. Du schreibst also eine Nettorechnung. Das deutsche Umsatzsteuergesetz macht daher keine weiteren Vorschriften was in der Rechnung stehen muss. Ein Hinweis wäre nett, dass sich der Empfänger um die Versteuerung kümmern muss.

Ob das schweizer UStG eine Regelung über den Steuerschuldübergang enthält weiß ich nicht. Wenn es das nicht tut, müsstest Du in der Schweiz eine Umsatzsteuererklärung abgeben und die Umsätze dort versteuern.

Kommentar von EnnoBecker ,

Die Schweizer haben das RC quasi erfunden...

Antwort
von freelance,

für den Fall Ö gilt m.E. ist das Reverse Charge-Verfahren. Du nimmst den Nettobetrag, (dt.) USt ist 0. Du benötigst eine USt-ID-Nr., hast du die noch nicht, beantragen: http://www.bzst.de/DE/Steuern_International/USt_Identifikationsnummer/FAQ/FAQ_Ve... .

Für die Rechnung benötigst du auch die USt-ID-Nr des Auftraggebers. Die ist anzugeben. Zusätzlich nimmst du in deine Rechnung den Satz auf: Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers

Mit der Schweiz müsste es ganauso sein. Aber hier empfehle ich dir, Kontakt mit einem StB aufzunehmen, wie hier die Regeln sind.

Eine weitere Frage an deinen StB: musst du eine zusammenfassende Meldung (ZM) abgeben.

Nachdem hier einige Fehler gemacht werden können, empfehle ich dir dringend einen fachlichen Rat.

Übrigens: bis du deine Unterlagen wie die USt-ID-Nr hast, wird noch einige Zeit vergehen. Besorge dir auch die USt-ID der Auftraggeber. Diese solltest du prüfen (geht im Netz).

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