Frage von Wu123 12.06.2010

"Überschuss" aus 400 €-Job als Einnahme aus selbstständiger Tätigkeit - welche Folgen?

  • Antwort von DervomFinanzamt 12.06.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo,

    aus steuerrechtlichr Sicht ist das ganze eher zweifelhaft anzusehen. Ein 400 €-Job wird bei der Knappschaft gemeldet und dort pauschal versteuert.

    Einnahmen aus einer selbständigen - in dem Fall eher gewerblichen - Tätigkeit sind mit einer Einnahme-Überschuss-Rechnung zu erfassen und der Gewinn dann entsprechend zu versteuern, sofern der den Grundfreibetrag von 8.001 € im Jahr übersteigt.

    Allerdings handelst du eben nicht gewerblich, weil du Arbeitnehmer bist. Du handelst im Namen und für Rechnung deines Arbeitgebers. Das ganze jetzt als Honorar darzustellen könnte als Hinterziehung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ausgelegt werden!!! Wobei die steuerliche Auswirkung eher gering bis 0 € ist!

    Aber wenn der Lohn von 1.100 € normal als Arbeitslohn angerechnet wird, dann fallen halt Sozialversicherungsbeiträge an. Diese Beiträge fallen nicht an, wenn du das auf Honorarbasis machst. Du würdest die Beträge als wegen Vortäuschung falscher Tatsachen hinterziehen.

    Sei da bitte sehr vorsichtig!!! Es gibt tausende Fälle von 400 €-Jobbern, die "schwarz" mehr verdienen. Wenn das aber mal rauskommt, dann muss man ein Haufen Geld nachzahlen und evlt. mit weiteren Strafen rechnen.

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