Frage von Priewe, 20

Übernahme Kosten durch Arbeitgeber für Schaden durch Nutzung des privaten Fahrzeugs

Vor ein paar Wochen habe ich im Auftrag meines Arbeitgebers dessen Kinder aus dem Kindergarten abgeholt und auf dem Kindergartenparkplatz beim Einparken ein anderes Auto touchiert und einen Lackschaden an meinem und dem anderen Fahrzeug verursacht. Die Polizei hat den Schaden aufgenommen. Der damalig geschätzte Schaden lag bei 250€ für beide Fahrzeuge. Um eine Hochstufung bei der Vericherung zu vermeiden wollte ich den Schaden so bezahlen. Jetzt wurde allein schon für das von mir beschädigte Fahrzeug ein Reparaturkostenvoranschlag in Höhe von 1200 € gemacht. Der Schaden an meinem Wagen ist noch gar nicht eingerechnet und im Vergleich zum von mir beschädigten Fahrzeug noch viel höher. Das ist natürlich eine andere Nummer und jetzt meine Frage. Muss mein Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligen oder sie gar übernehmen?

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Antwort
von Embachers, 16

Ich denke Du hast Anspruch gegenüber dem Chef, zumind. wenn ich diesen Artikel heranziehe-wie das Verhältnis dann künftig ist zum Chef, hm, das bleibt abzuwarten... http://www.zeit.de/karriere/2010-02/arbeitsrecht-unfall-berufliche-fahrt

Antwort
von Zitterbacke, 11

Hat er dich gebeten oder hat er dir eine Arbeitsanweisung zum Abholen gegeben. Bei ersterem könntest du vielleicht auf die Milde deines AG hoffen. Dienstlich ist das etwas anders :

"Passiert auf einer Dienstfahrt ein Unfall und der Privat-Pkw des Arbeitnehmers wird beschädigt, so trägt der Arbeitgeber unter gewissen Umständen die Kosten.

•Den Arbeitnehmer darf kein Verschulden treffen.

•Der Schaden ist in Ausführung einer betrieblichen Tätigkeit passiert, es muss also ein Zusammenhang mit der Erfüllung der Arbeitspflicht passiert.

•Die Nutzung des Privat-Pkws erfolgte mit Billigung des Arbeitgebers.

•Es wurde keine extra Vergütung für die Nutzung gezahlt."

http://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/haftung-dienstfahrt-mit-privatauto-wer...

Gruß Z... .

Antwort
von gammoncrack, 7

Prinzipiell greift in diesem Fall wohl keine Regelung für eine Dienstfahrt. Das wäre zumindest die offizielle Version.

Mir fehlt allerdings der Glaube, dass der AG hier nicht unterstützend eingreift. Das würde sich meiner Meinung einfach nicht gehören. Du bist also auf sein Goodwill angewiesen, genau so, wie er ja auch auf Dein Goodwill angewiesen war.

Antwort
von robinek, 4

Ein kulanter AG hat und findet Mittel und Wege dies auf für beide Seiten elegante Art und Weise zu lösen. Sprich doch einfach mit ihm!

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