Frage von Werblow,

über bestattungskosten

Mein Mann ist kürzlich verstorben,wir haben getrennt gelebt und auch gewohnt. Mein Mann wohnte seit meinen auszug aus der Wohnung mit seinen Bruder zusammen. Meine frage ist jetzt muß ich für die Bestattungskosten aufkommen,da wir ja noch verheiratet waren. Dazu kommt das der Bruder und auch ich Alg 2 (Hartz 4) beziehen und in der Insolvenz sind.Wir dürfen also keine Neuschulden machen und auch keine Ratenzahlung.

Mit frdl.gruß: Frau Werblow

Antwort
von cocoB,

Hallo WERBLOW

Die Bestattungskosten werden übernommen

Einschlägig ist § 74 SGB XII Es sind die erforderlichen Kosten einer Beerdigung zu übernehmen, wenn den hierzu Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, die Kosten zu tragen.

Erforderlich bedeutet die Kosten einer einfachen Erdbestattung, Feuerbestattung oder Seebestattung. Den Angehörigen obliegt es, die Art festzulegen.

Im einzelnen sind zu übernehmen:

die Leichenbeförderung,

der (einfache) Sarg

das Einsargen des Leichnams

die Leichenhausgebühren

die Grabgebühren

die Anlegung und einfache Herrichtung des Grabes

ein einfaches Grabkreuz oder dergleichen

Nicht übernommen werden die Kosten von Todesanzeigen in der Zeitung, Karten, Kaffetrinken o.ä., und vor allem auch nicht die laufende Grabpflege.

Zumutbarkeit im o.g. Sinne wäre etwa gegeben, wenn ausreichender Nachlass oder ein ausreichendes Sterbegeld vorhanden wären, weiter, wenn das eigene Einkommen oder Vermögen des Verpflichteten ausreicht und ihn die Übernahme der Bestattungskosten nicht unbillig belasten würde (Abwägung).

Gruß cocoB .

Kommentar von Primus ,

Stimmt alles ...D.H. Aber gaaanz wichtig ist das, was blnsteglitz schon schreibt: Erst den Antrag stellen und dann den Bestatter beauftragen. Sonst wird es nichts mit der Übernahme!!

Antwort
von blnsteglitz,

Bevor du den Bestattungsauftrag vergibst - stellst du einen Antrag auf Kostenübernahme beim Sozialamt-

Ich gehe davon aus, dass die in diesem von dir geschilderten Fall sogar für alle Kosten einer ganz einfachen Beerdigung aufkommen.

Aber nochmals: KEINEN AUFTRAG VERGEBEN - ohne vorher beim Amt gewesen zu sein.

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