Frage von brunhilde,

TZ-Job und Angehörigenpflege - Rentenversicherng? Bezüge?

Hallo, wenn man als TZ-Angestellte seine eigenen Angehörigen (demenzkranke Mutter) nebenher pflegen will, erhält man Bezüge der Pfelgekasse und werden Rentenzeiten angerechnet?

Antwort
von Lissa,

Die Deutsche Rentenversicherung schreibt dazu:

Wenn Sie einen Angehörigen pflegen, können Sie auch ohne eigene Beiträge einen Rentenanspruch erwerben.

Können Sie wegen der häuslichen Pflege eines Pflegebedürftigen nur eingeschränkt oder überhaupt nicht erwerbstätig sein, sind Sie aufgrund der Pflegetätigkeit möglicherweise in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert – gegebenenfalls zusätzlich neben einer anderen Beitragszahlung. Zahlreiche nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen sind auf diese Weise durch die gesetzliche Rentenversicherung geschützt. Das kostet sie keinen Cent. Die finanzielle Verpflichtung liegt ausschließlich bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen oder einer vergleichbaren Stelle. Sie zahlt für die Pflegeperson – also zum Beispiel für Sie – die Rentenversicherungsbeiträge.

Voraussetzung ist, dass Sie einen Pflegebedürftigen nicht erwerbsmäßig wenigstens 14 Stunden wöchentlich in seiner häuslichen Umgebung pflegen.

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Sie haben Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland, einem anderen Staat des Europäischen Wirtschaftsraumes oder in der Schweiz.

  • Sie üben diese Pflegetätigkeit voraussichtlich mehr als zwei Monate oder 60 Tage im Jahr aus.

  • Sie sind neben der Pflegetätigkeit regelmäßig nicht mehr als 30 Stunden pro Woche erwerbstätig oder überschreiten die 30-Stunden-Grenze nur kurzfristig.

  • Der Pflegebedürftige hat einen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Bei der Pflege durch Familienangehörige oder Verwandte wird grundsätzlich unterstellt, dass die Pflege ehrenamtlich – also „nicht erwerbsmäßig“ – ausgeübt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie vom Pflegebedürftigen eine finanzielle Anerkennung erhalten.

Gleiches gilt für andere Personen, wie Nachbarn oder Bekannte, wenn die an sie weitergereichte finanzielle Anerkennung nicht höher ist als ein entsprechendes Pflegegeld aus der Pflegeversicherung oder vergleichbare Leistungen.

Auch eine ansonsten berufsmäßig tätige Pflegefachkraft kann für eine zusätzlich im privaten Bereich ausgeübte nicht erwerbsmäßige Pflege versicherungspflichtig sein; beispielsweise, wenn die Berufspflegekraft eines sozialen Pflegedienstes außerhalb ihrer Dienstzeit ihr eigenes pflegebedürftiges Kind im häuslichen Bereich pflegt.

Achtung Bitte beachten Sie

Erhalten Sie als Pflegeperson vom Pflegebedürftigen mehr Geld für Ihre Tätigkeit, als die Pflegekasse für selbst beschaffte Pflegehilfen zahlt, prüft die Pflegekasse, ob eine nicht erwerbsmäßige Tätigkeit oder aber ein echtes Beschäftigungsverhältnis vorliegt. Ausnahmen

Nicht alle Pflegenden werden in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert, wenn sie jemanden nicht erwerbsmäßig pflegen.

Versicherungsfrei in der gesetzlichen Rentenversicherung sind Sie als Pflegender, wenn Sie nach Erreichen einer Altersgrenze bereits eine volle Altersrente beziehungsweise eine Pension oder ein Ruhegehalt beziehen. Ebenso ist eine Pflegeperson, die gemeinsam mit anderen Pflegepersonen die Pflege sicherstellt, unter bestimmten Voraussetzungen versicherungsfrei.

Erwerbstätigkeit neben der Pflege

Neben der Pflege ist eine Erwerbstätigkeit von nicht mehr als 30 Stunden in der Woche für die Versicherungspflicht als nicht erwerbsmäßig tätige Pflegeperson unschädlich.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Themen/01_rente/...

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