Frage von markus85,

Tutorium mit "Steuer- und Versicherungspflicht" als selbständige Arbeit + Wohngeld

Hallo liebe Community,

ich habe zur Zeit folgende Situation.

• Ich bin Student über der Regelstudienzeit und daher dem Grunde nach nicht Bafög-Berechtigt.

• Ich betreibe neben dem Studium ein Kleinunternehmen mit Gewinnüberschuss von 180€ im Monat.

• Ich habe ein Tutorium an der Hochschule mit 398€ pro Monat. In diesem steht die Klausel

Steuer- und Versicherungspflicht

Es besteht Einigkeit darüber, dass der Tutor eine selbstständige Tätigkeit ausübt und somit selbst für die sozialversicherungsrechtliche Behandlung der erhaltenen Honorare veranwortlich ist und auch im Falle der Steuerpflicht für die Versteuerung zu sorgen hat.

Bei meinem Wohngeldantrag kam jetzt die Frage, wie die Tätigkeit der Tutorenarbeit angerechnet wird. Gehe ich zurecht von der Annahme aus, dass die Tätigkeit, wie im Vertrag, eine reine selbstständige Tätigkeit ist, und ich am ende vom Jahr eine GUV erstellen muss, wodurch dann für das Wohngeld der Gewinnüberschuss, also das Honorar minus Werbekosten und sonstige Ausgaben, gerechnet wird?

Da ich im künstlerischem Bereich tätig bin kann ich laut Recherche 25% als Betriebskosten pauschal ansetzen, demnach komme ich für das Wohngeld auf eine anzurechnende Summe von 298€.

Über Feedback würde ich mich sehr freuen!

Viele Grüße,

Markus

Antwort
von Hoppel61,

Vergiß die von Dir angestrebten 25% BK - 1. würden Dir niemals vom Wohngeldamt anerkannt werden und würden 2. bei einer Anerkennung dazu führen, daß Du mangels ausreichenden Einnahmen keinen Anspruch auf Wohngeld hast. Wobei ein Wohngeldanspruch schon ohne die BK fraglich sein dürfte.

Antwort
von alfalfa,

Also. 180€ plus 398€ Minus 25% pauschal auf die 398 Euro ist die gesuchte Zahl.

By the Way, die Einkünfte aus dem Tutoren Job unterliegen der Rentenversicherungspflicht.

Kommentar von markus85 ,

Hallo Alfalfa,

Danke für deine Antwort. Die Einkünfte sind wirklich Rentenversicherungspflichtig, das wusste ich nicht. Ich dachte bei so geringen Einkünften bleibt es einem selbstständigen noch frei (bis mitte 2013 dachte ich).

Ich arbeite nicht als Dozent oder Tutor sondern arbeite als Designer für die Hochschule (Werbung/ Marketing). Sollte ich besser eine Befreiung bei der RV beantragen? Immerhin sind die Einkünfte nur zum Decken des Studiums da, in die RV einzahlen wäre da nicht drin.

Kommentar von alfalfa ,

Schau mal ins Gesetz: § 2 SGB VI.

Und als Designer kommt es ggfs auf Deinen Status an, ggfs ist die KSK anzusprechen.

http://www.kuenstlersozialkasse.de/

Ein Telefonat mit der KSK schadet zumindest nichts, zumindest hast Du dann Klarheit und erfährst keine böse Überraschung. Good Luck..

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community