Frage von bibibobo14, 40

Trennung und gemeinsame Steuererklärung

Ich habe Stkl V und verdiene teilzeit ca. 12 tsd EUR brutto, mein Exmann hat Stkl III und ca 120 tsd EUR brutto per anno. Die Kinder leben bei mir, aber die Kinderfreibeträge (ein Kind ist 100% behindert) sind bei meinem Mann. Die Steuererklärung hat mein getrennt lebender Mann als gemeinsame Veranlagung erledigt. Er möchte nun, daß ich die Rechnung für den Steuererater in Höhe von Euro 298,11 übernehme, die Erstattung in Höhe von ca. Euro 1.500,- will er mit mir teilen. Frage 1: müßte die Erstattung nicht höher ausfallen, da unser Kind 100% hat? Frage 2: Ist das fair so, daß ich den Steuerberater allein zahle, wenn wir die Erstattung danach teilen? Oder müßten wir nicht beide die Hälfte der Rechnung für den Berater zahlen u n d die Erstattung teilen?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo bibibobo14,

Schau mal bitte hier:
Steuern Steuererklärung

Antwort
von wfwbinder, 40

Zum Ergebnis der Veranlagung werde ich mich nicht äußern, weil ich die Unterlagen nicht kenne. So könnten Freibeträge eingetragen worden sein.

wie ihr Euch Eure Erstattung aufteilt, ist Eure Sache. ebenso, wer von welcher Rechnung wie viel bezahlt.

Bei 120.000,- Brutto hat Dein Ex mehr Steuern abgezogen bekommen (trotz St-Kl. III) als Du bei 12.000,- und Steuerklasse 5.

Warum sollte er Dir mehr als die Hälfte abgeben. Dadurch, das Du den StB zahlst, kann eine akzeptable Aufteilung erzielt sein.

Fragen nach Gerechtigkeit sind mehr philosophisch, weniger eine Finanzfrage.

Kommentar von EnnoBecker ,

Mach mal zwei Einzelveranlagungen und du wirst erstaunt sein.

Kommentar von wfwbinder ,

Was bei zwei Einzelveranlagungen raus kommt, weiss ich.

Die Frage war für mich mehr:

Gesamtsteuerschuld / 132 * 12 bzw. * 120.

Das die Frau bei den Verhältnissen natürlich die dickere Erstattung bekommt, wegen des (relativ) höheren Abzugs im Jahr ist klar.

Kommentar von EnnoBecker ,
Das die Frau bei den Verhältnissen natürlich die dickere Erstattung bekommt,

Eben. Genaues kann man hier nicht berechnen, weil die Daten fehlen.

Kommentar von bibibobo14 ,

Herzlichen Dank an alle! ....jedoch: ich habe keinerlei Ahnung von Einzelveranlagungen; wir sind 25 Jahre verheiratet und ich habe noch nie eine Einzelveranlagung gemacht....das Thema Steuer hat immer er gemanagt; verstehe ich es also richtig, daß ich zwar etwas mehr hätte an Erstattung als er, aber es im Prinzip unerheblich ist? Würdest Du an meiner Stelle die Gesamtrechnung alleine übernehmen? Oder vorschlagen, den Betrag zu teilen.....

Kommentar von EnnoBecker ,
keinerlei Ahnung von Einzelveranlagungen;

Die wäre auch nicht empfehlenswert. Wenn bei der Zusammenveranlagung eine niedrigere Steuer rauskommt als bei zwei Einzelveranlagungen, bist du verpflichtet, einer Zusammenveranlagung zuzustimmen oder ihm den Nachteil auszugleichen.

Die Pflicht ergibt sich zwar nicht aus dem Steuergesetz, aber aus der Schadensminderungspflicht.

Hier geht es nur darum, dass herauszukriegen ist, wem welcher Erstattungsanspruch zusteht. Und das bist m.E. du.

Kommentar von wfwbinder ,

Entschuldige bitte, das war eine Diskussion unter Fachidioten (EnnoBecker entschuldige bitte, Du weisst wie es gemeint ist).

Es geht um Folgendes:

Natürlich ist die Zusammenveranlagung für Euch die günstigste Lösung.

Wir haben nur darüber diskutiert, nach welchen Grundsätzen man die Erstattung am sinnvollsten aufteilt. Meiner Ansicht nach sollte man die Erstattung 50:50, aufteilen.

Der Exkurs mit der Einzelveranlagung war nur, dass Du ganz allein dabei eine höhere Erstattung bekommen würdest, aber Dein Noch-Ehemann würde unverhältnismäßig mehr nachzahlen müsse. Aber die Lösung steht nciht zur Diskussion, weil er die Zustimmung zur Zusammenveranlagung einklagen könnte.

Also, ihr müsst Euch einigen.

Vorschlag zur Güte, ihr zahlt das Geld komplett auf die Sparbücher der Kinder ein.

Kommentar von EnnoBecker ,
Meiner Ansicht nach sollte man die Erstattung 50:50, aufteilen.

Da bin ich eben anderer Ansicht.

Der Exkurs mit der Einzelveranlagung war nur, dass Du ganz allein dabei eine höhere Erstattung bekommen würdest, aber Dein Noch-Ehemann würde unverhältnismäßig mehr nachzahlen müsse.

Ist doch auch richtig so. Die Frau sorgt mit ihrem kleinen Gehalt für die Abmilderung der Progression beim Mann. Eigentlich müsste sie m.E. mehr als ihre 1.300 bekommen, nämlich ihre 1.300 plus die Hälfte dessen, was der Mann durch die Zusammenveranlagung spart.

Antwort
von Privatier59, 38

Was heißt "fair"? Ist ja alles Verhandlungssache. Wenn man es ganz "fair" ausrechnen würde, müßte man die bei Einzelveranlagung zu zahlende Steuer derjenigen gegenüberstellen die bei Gesamtveranlagung zu zahlen wäre und dann den Vorteil hälftig vereteilen. Ich hab jetzt keinen Bock das konkret auszurechnen, vermute aber mal, dass Du dann mehr als Anteil hättest.

Kommentar von EnnoBecker ,
dass Du dann mehr als Anteil hättest.

Ich weiß, was du meinst und bin da ganz bei dir.

Antwort
von EnnoBecker, 39
da unser Kind 100% hat?

Das habe ich nicht verstanden. Wovon hat es 100%?

Aber schauen wir mal, woher die Erstattung von 1.500 Euro kommt.

Mit 12.000 Euro brutto dürfte je nach persönlichen Verhältnissen zu keiner oder höchstens zu einer geringen Steuerlast führen. Und nun schaue mal, wieviel Lohnsteuer bei dir abgezogen worden ist. Mein Rechner sagt hier, dass du etwas 1.300 Euro an Lohnsteuern abgedrückt hast.

Sagen wir, es kommt bei 12.000 Euro zu keiner Steuer und du hast 1.300 an Lohnsteuer gezahlt. Und es sind - wie du sagst - 1.500 Erstattung.

Hm... ich fürchte, da will dich jemand über den Löffel ziehen. Dir stehen 1.300 zu.

Zur Aufteilung der Steuerberaterrechnung kann ich nichts sagen. Wer hat denn die Musik bestellt?

Kommentar von wfwbinder ,

Das habe ich nicht verstanden. Wovon hat es 100%?

Steht in der 2-3 Dritten Zeile der Frage:

(ein Kind ist 100% behindert)

Ich habe nach dem "da unser Kind 100 % hat" auch nochmal hingesehen, weil ich irritiert war und es dann gefunden.

Kommentar von EnnoBecker ,
Steht in der 2-3 Dritten Zeile der Frage:

Ach, meine armen müden Augen.

Ich war wohl zu sehr bei den Steuern.

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