Frage von maly1,

Transaktionssteuer für Kleinanleger relevant?

Ist die geplante Transaktionssteuer für Kleinanleger, die nur einige Aktienwerte im Depot haben, in irgendeiner Form relevant? Oder braucht man sich darum keine Gedanken zu machen?

Antwort
von michaelarold,

Die Steuer kann für semiprofessionelle Trader sehr relevant sein. Glücklicherweise handele ich ausschliesslich in den USA, sonst würden sich meine Transaktionskosten verzehnfachen. Meine Halteperiode liegt zwischen 2 Tagen und einigen Wochen und ich führe hunderte von Transaktionen pro Jahr durch. Diese Steuer hätte mich in 2012 fünf Prozentpunkte gekostet.
Es ist ein Irrglaube das durch diese Steuer nur Institutionen getroffen werden. Mittlerweile können aktive Handelsstrategien auch von Privatanlegern erfolgreich eingesetzt werden, siehe: http://covestor.com/michael-arold/technical-swing

Antwort
von DaxTrader,

Also wenn es nach diesem Eintrag geht http://transaktionssteuer.info/finanztransaktionssteuer-nur-fur-banken-und-fonds... Dann zahlen wahrscheinlich nur die Privatleute die Steuer. Ich kann mir schon denken, dass am Ende die Banken ihren Handel ins Ausland verlegen, mehr als die Politiker dachten und man dann die Privaten wieder melken wird, weil er nicht weg kann.

Antwort
von gandalf94305,

Die Transaktionssteuer wird Dich in Deinen persönlichen Transaktionen nur sehr gering belasten.

Die Transaktionssteuer wird jedoch Fonds belasten, die eine höhere Umschlagfrequenz haben. Üblich sind 0,3-0,5, d.h. einmal in zwei bis drei Jahren wird das Portfolio ausgetauscht. Beträgt die Steuer 0,1% auf alle Käufe, so wären das bei einer typischen Anlagedauer von ca. 30 Jahren (Altersvorsorgevertrag) also ca. 1,0-1,5% (optimistisch gerechnet), die von Deiner Performance abgehen. Manche Fonds haben jedoch auch eher Kurzläufer oder generell eine höhere Umschlagfrequenz (geringere Haltedauer der Positionen), so daß man bei einem Wert von 1,0 (einmal pro Jahr) schon auf einen Abschlag von 3% kommt.

Angesichts magerer Renditen in manchen Altersvorsorgeverträgen ist das doch einiges, vor allem noch durch den fehlenden Zinseszinseffekt potenziert.

Aus meiner Sicht ist diese Steuer komplett Unsinn und nur Finanzpopulismus, denn egal wie hoch sie ist: die Banken werden sie nicht zahlen. Es werden immer die Anleger sein.

Antwort
von LittleArrow,

Kleinanleger die Aktienwerte im Depot haben und halten, werden mit der heute noch unbekannten Transaktionssteuer erst bei Verkauf und Kauf von bestimmten Wertpapieren (z. B. Aktien, Aktienfonds) belastet. Aber die Transaktionssteuer wird so gering sein, dass der Kleinanleger davon seine Handelsentscheidungen nicht beeinflussen lassen sollte. Sparpotential bietet sich da eher beim Urlauben, Autofahren, Restaurantbesuchen oder Depotkosten an.

Antwort
von Niklaus,

Die Finanztransaktionssteuer wurde in erster Linie geschaffen, um den massiven Hoch-Frequenz-Handel per Computer zu reduzieren. Da werden in hoher Geschwindigkeit Milliarden Werte gehandelt. Hier macht sich die neue Steuer auch finanziell für den Händler bemerkbar. Für den Kleinanleger wirkt sich sich nicht so sehr aus.

Antwort
von SBerater,

die Auswirkung bewegt sich im Promillebereich bei der Orderkosten. Und Promille sind beim Autofahren gravierender als bei Depots von Kleinanlegern.

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