Frage von Putzfee, 248

Tochter vom Hund gebissen - wie jetzt vorgehen?

Mein Tochter wurde gestern von einem Hund gebissen - wir sind daraufhin zum Arzt und haben sie behandeln lassen. Die Hundehalterin hat mir gesagt, sie hat eine Hundehaftpflicht. Wie muss ich mich nun verhalten? Muss ich meine Krankenkasse informieren? Kann ich Schmerzensgeld fordern? Wer hat Erfahrung - bitte um Hilfe! Was passiert, wenn ich die Hundehalterin anzeige. Sie hat den Hund frei laufen lassen, obwohl sie weiß, dass der Hund keine Kinder mag. Ich finde das fahrlässig!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Putzfee,

Schau mal bitte hier:
Versicherung Schaden

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Juergen010, 248

Nach kurzem googlen habe ich das gefunden: http://hundebiss.de/

Alle deine Fragen werden dort ausführlich beschrieben und beantwortet.


btw und nicht ganz ernst gemeint:

Wer schützt eigentlich die armen Hunde vor freilaufenden Kindern?

Antwort
von Primus, 165

Im Bereich des Zivilrechts hat der Geschädigte Ansprüche aus Tierhalterhaftung.

Sobald ein Mensch verletzt wurde, kann ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden, sofern ein Strafantrag gestellt wird, oder die Staatsanwaltschaft das besondere öffentliche Interesse bejaht.

Die Krankenkasse wird sich von selbst mit Dir in Verbindung setzen, da sie den Verursacher zwecks Kostenübernahme ermitteln muss.

Antwort
von qtbasket, 150

Der behandelnde Arzt rechnet zunächst sein Honorar mit der Krankenkasse deiner Tochter ab.

Jeder Tierhalter haftet für sein Tier. Deine Ansprüche musst du zivilrechtlich stellen, dazu sollte schon der fachliche Rat eines Anwaltes eingeholt werden. Hier geht es um Behandlungskosten und Schmerzensgeld.

Ein strafrechtliches Vorgehen ist unabhängig davon - Sie hat den Hund frei laufen lassen, obwohl sie weiß, dass der Hund keine Kinder mag. Ob das für eine Strafverfolgung ausreicht, bezweifle ich sehr, eher ist anzunehmen, dass das Verfahren gegen Auflagen eingestellt wird. Solche Auflagen könnte natürlich das Tragen eines Maulkorbes sein. Außerdem ist zu prüfen, ob das Tier unter die Bestimmungen für Kampfhunde fällt und ob für das halten des Hundes eine Eignungsprüfung für den Halter erforderlich ist. Das wird die Staatsanwaltschaft bei einer Strafanzeige prüfen. Hilfreich wären unparteiische Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben.

Antwort
von Privatier59, 129

Was interessiert Dich denn primär?

Zum einen ist hier strafrechtlich Verhalten vorhanden: Es kommt in Frage die fahrlässige Körperverletzung. Die Anzeige kannman erstatten bei der Polizei oder direkt bei der Staatsanwaltschaft.

Kommt es da zur Hauptverhandlung, könnte man gemäß §§ 403 ff StPO die zivilrechtlichen Ansprüche auf Schmerzensgeld pp gleich mit entscheiden lassen (sog. Adhäsionsverfahren). Wirklich empfehlen würde ich das aber nicht, denn Strafrichter machen so etwas nur ungern und es ist überdies die Frage, ob so etwas überhaupt zur Anklage kommt.

Ordnungsrechtlich könnte man den Vorgang dem Ordnungsamt anzeigen, das dann überprüfen könnte, ob der Hundehalter zur Tierhaltung geeignet ist.

Zivilrechtlich ist zur späteren Geltendmachung von Ansprüchen Beweissicherung Pflicht. Das betrifft zum einen den Vorgang selber wie auch die Folgen. Am besten zu letzterem ein ärztliches Gutachten mit Fotos der Verletzung einfordern.

Ob und in welcher Höhe Schmerzensgeld beansprucht werden kann, läßt sich aufgrund der kargen Angaben nicht sagen. Am besten einen Anwalt beauftragen.

Die Krankenkasse muß schon deswegen informiert werden, weil die Kosten der ärztlichen Behandlung vom Schadensverursacher zu tragen sind. Bezüglich des ärztlichen Gutachtens unbedingt mit der Kasse abklären, ob sie diese Kosten auch übernimmt, oder, ob die vorzuschießen und vom Verursacher einzufordern sind.

Kommentar von Fragfreund ,

Wie immer treffend und weniger emotional, wie zum Beispiel mein Beitrag. Beispielhaft. Dickes Kompliment.

Kommentar von Privatier59 ,

"Vertrauen Sie mir – ich weiß, was ich tue!"

(Sledge Hammer)

Kommentar von mig112 ,

Den habe ich vergöttert... also Sledge!

Kommentar von Privatier59 ,

Susi würde ich auch gerne knutschen!

Kommentar von Candlejack ,

@fragfreund: Deine Beiträge sind nicht emotional, sie sind einfach nur polemisch, aufbrausend und des öfteren beleidigend.

Antwort
von robinek, 134

Bin vor Jahren ebenfalls von einem Hund gebissen worden (Nachbars Hund) War beim Arzt zur Behandlung, Spritze, Wund wäsche, Verband usw. Er gab mir den Tipp das zunächst mit der Nachbarin zu besprechen. Es entstanden mir keinerlei Kosten und verschiedene Unkosten bezahlte deren Versicherung. Kenne den entstandenen gesundheitlichen Schaden Deiner Tochter nicht. Zunächst würde ich aber sachlich mit der Hundehalterin sprechen. Weitere Schritte kannst Du dann, vielleicht in Absprache mit dem Arzt, noch einleiten

Kommentar von Fragfreund ,

Zunächst würde ich aber sachlich mit der Hundehalterin sprechen. Weitere Schritte kannst Du dann, vielleicht in Absprache mit dem Arzt, noch einleiten

Ansichtssache. Ich rede auch mit keinem alkoholsisierten Autofahrer sachlich, der ein Kind angefahren hat. Die Halterin führt ein Waffe mit sich, wenn sie einen gefährlichen Hund nicht anleint. Anzeige bei der Polizei und sonst gar nichts. Stell dir vor, dem nächsten Kind beißt er die Kehle durch.

Antwort
von Patrizia425, 122

Hallo,

es ist nie schön, wenn eine Haftpflichtschaden durch ein Hund geschieht. Aber nun ist es leider geschehen. Der Anspruch muss bei der Versicherung angegeben werden. Dieser Prüft nun den Hergang des Unfalls und ermittelt die Schadenssumme. Es ist durchaus sinnvoll die Krankenkasse in Kenntnis zu setzten, denn sie wird sich die Kosten für die Behandlung zurück holen. Nun muss auch berechnet werden, ob ein dauerhafter Schaden zu vermuten ist. Ebenfalls müssen die Versicherer die Kosten für die Arbeitsausfall der pflegenden Mutter übernehmen......Welcher Satz gezahlt wird, bestimmt jedoch der Anbieter: Mehr Informationen zum Thema Hundebiss gib es auch auf http://www.hundehaftpflichttest.de/2014/03/11/hundehaftpflicht-bei-hundebiss/ .

Antwort
von MiaBaumann, 117

Ob die Halterin eine Hundehaftpflicht hat ist erstmal egal für dich. Du hast definitiv Anspruch auf Schmerzensgeld, dafür musst du sie aber anzeigen. Die Krankenkasse wird sich an die Halterin wenden.

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