Frage von Threadneedle, 6

Threadneedle European Select - gute Wertentwicklung, mieser Ertrag

Ich bespare schon seit mittlerweile 13 Jahren den Aktienfond "Threadneedle European Select" .

Jeden Monat 50€. Mittlerweile ca. 7800€

Die Wertsteigerung in den letzten 10 Jahren liegt bei 136%.

Da ich mich schon lange nicht mehr um mein Depot gekümmert habe war ich nun doch einigermaßen über mein Depot-Wert überrascht.

Die Fondsanteile haben momentan einen Wert von sage und schreibe 7550€.

Frisst der Ausgabeaufschlag von 5% und die Bearbeitungsgebühr den ganzen Ertrag auf?

Antwort
von gandalf94305, 5

Also ich habe mal vom April 2001 bis März 2014 einen Sparplan mit 50 EUR auf diesen Fonds gerechnet. Der Wert liegt deutlich höher.

Womöglich handelt es sich überhaupt nicht um 50 EUR, sondern um 50 DEM :-) UN dder Ausgabeaufschlag war etwas rabattiert. Dann kommt man in die Größenordnung von ca. 7550 EUR, vor allem wenn dann irgendwann später die Umstellung von 50 DEM auf 50 EUR erfolgt ist.

Welche Bearbeitungsgebühr meinst Du eigentlich? Wie wurde der Fonds gekauft? Was sagt der Depotstand über Einstandswert und Bestandswert?

Übrigens: der von mir dargestellte Fonds ist ausländisch und thesauriert. Hast Du die jährlichen ausschüttungsgleichen Erträge in der Einkommensteuererklärung angegeben? Nein? Schade, denn dann kommt es zu einer Doppelbesteuerung beim Verkauf des Fonds, wenn nämlich seit 2009 solche thesaurierten Erträge eigentlich keine Steuern proviziert hätten, da sie noch im Freistellungsauftrag Platz gehabt hätten.

Antwort
von Rat2010, 4

Kann es sein, dass du dir statt eines Sparplans eine Versicherung hast aufschwatzen lassen?

Ebenso wahrscheinlich (in Wirklichkeit noch wahrscheinlicher) ist, dass zum 1.1.2009 sinnvollerweise ein neues Unterdepot für die ab dann gekauften (und im Wertzuwachs abgeltungssteuerpflichtigen) eröffnet wurde und du auf nur einem Depot 7.550 € hast, das andere aber dazurechnen musst.

Dein Anlageberater klärt dich auf!

Antwort
von GAFIB, 3

Eingezahlt wurden zwar 7.800 €, aber offenkundig verteilt über 13 Jahre.

Die Wertsteigerung kann nicht 136% betragen haben, denn bei Kauf in 2001 betrug der Wert eines Fondsanteils ca. 1,40 €, in 2014 ca. 2,43 € (= +73%). Durch den "gleitenden" Erwerb als Sparplan könnte sich aber durchaus eine Wertsteigerung von ca. 36% ergeben haben.

Dagegen stehen die Ausgabeaufschläge von vermutlich 5% (= 390 €) und die lfd. Depotkosten (ca. 30 € pro Jahr ? => 390 €), macht zusammen Kosten von ca. 780 €.

Eine Wertsteigerung von 36% wären aber 2.808 €. Abzgl. Kosten von ca. 780 € sollten also ca. +2.018 € übrig bleiben als Nettoertrag.

Da nur 7.550 € vorhanden sind, muss irgendwo ein Fehler vorliegen: Wurde der Sparplan zwischenzeitlich ausgesetzt? Gibt es außer den o.g. Kostenpositionen noch weitere, so dass sich ca. 2.000 € zusätzliche Kosten ergeben? Das wäre extrem unwahrscheinlich, die Kontoauszüge geben aber Auskunft darüber.

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