Frage von Zwerg52,

Testament - bitte dringend um Rat

ist ein Testament das beim Notar abgeschlossen worden ist gültig wenn kein Personalausweis (ist im Testament erwähnt) vorgelegen hat und auch nicht im Testament nachträglich eingetragen ist das er später vorgelegen hat - und wie kann man feststellen ob die Unterschrift gefälscht ist oder eine andere Person mit meiner Stiefmutter beim Notar war - (habe 4 Testamente von meinem Vater vorliegen und beim letzten wo auch der Personalausweis fehlte ist die Unterschrift meines Vaters eine ganz andere - ist zwar versucht worden nachzuahmen - aber das Schriftbild ist anders. Bitte dringend um einen Rat.

Antwort
von hildefeuer,

Das ganze würde mich auch stutzig machen. Einem solchen Testament und dem Notar würde ich nicht vertrauen, vor allem wenn es mich benachteiligt. In der Praxis finden viele Betrügereien bei Notaren statt um das ganze offiziell aussehen zu lassen. Der Laie glaubt dann man könne ja nix machen, da ja alles beim Notar gelaufen ist. Wenn Notare straffällig werden und auch verurteilt werden bekommen die häufig Hafturlaub um Freunde im Ausland (Vietnam) zu besuchen. Dort verunglücke die dann tödlich und werden gleich verbrannt. Das Geld ist dann weg.

Kommentar von imager761 ,

Denkst du, deine Schauermärchen stellen einen zielführenden Rat für den Fragesteller dar?

Selbst wenn ein betrügerischer Notar sich gegen Bestechung dazu hätte hinreissen lassen (je nach Nachlasswert und "Gebühr" könnte er seine Kanzlei dann durchaus schliessen) würde seine Versicherung an Eides statt zwangsläufig zu Klagabweisung führen.

Zumal er davon bestimmt noch ein, zwei Zeugen beschaffen könnte die darlegen, dass sich der Erblasser vor dem Notartermin Ihnen gegenüber zu einer Änderung seiner vorhergehenden Verfügungen geäußert hätte.

G imager761

Kommentar von hildefeuer ,

Genau das meine ich! Vielfach werden für solche Sachen Notare benutzt, da man einen Offiziellen bekommt, das kann dann später gerichtlich fast niemals gekippt werden. Ob es wirklich der Wunsch des Erblassers war läßt sich nicht nachweisen und man fragt sich warum überhaupt der Notar bemüht wurde. Viele Vermögen werden so unsauber vererbt an Menschen, die den Erblasser erst kurz vor seinem Tot überredet haben. Junge Geliebte, Altenpfleger, Betreuer, Verwandte der Betreuer, Richtern, Anwälten, Notaren etc. Die Nachkommen gehen dann leer aus.

Antwort
von imager761,

Grds. hat der Notar eigenhändige Unterschrift und Identität des Testierenden bezeugt.

Dazu bedarf es keines Personalausweises, wenn der Vater dem Notar von Person bekannt war.

Auch wäre ein abweichendes Schrifttbild (Aufgeregtheit, Tremor, Verletzung der Schreibhand) kein hinreichendes Indiz.

Ich wette einen Kasten Fassbrause, dass kein Vorsitzender einer Anfechtungsklage über die Wirksamkeit eines notariell beurkundeten Testaments folgt.

G imager761

Antwort
von Privatier59,

Ich kann mir keinen Notar vorstellen, der so fahrlässig gegen seine Pflichten verstößt. Und wenn es hart auf hart kommt, gäbe es eine Reihe von Beweismitteln: Die Zeugenaussage des Notars zum Beispiel oder ein Schriftgutachten.

Kommentar von Zwerg52 ,

Das ist ja das schlimme in dem notariellen Testament steht drin das der Personalausweis fehlte und später nachgereicht werden sollte - in diesem jetzt gültigen Testament ist aber nicht erwähnt das der Personalausweis auch wirklich vorgelegen hat - ich bin der Meinung - habe auch ein Testament gemacht und bevor es geschrieben wurde musste der Personalausweis vorliegen. Wenn er nicht vorliegt kann ja jeder zum Notar gehen und sagen ich bin Herr Müller oder Herr Meier. Wie kann ich das erfahren. Denn meiner Meinung nach muss auch derjenige der das Testament machen will persönlich mit seinem Ausweis beim Notar erscheinen.

Kommentar von hildefeuer ,

Natürlich wird der Notar behaupten, Ihm war der Verfasser des Testaments persönlich bekannt. Vermutlich kommt er damit durch.

Kommentar von Privatier59 ,

Moment mal: Der Notar führt doch eine Handakte. Daraus müßte ersichtlich sein, ob später des Ausweis vorgelegt wurde.

Kommentar von imager761 ,

Denn meiner Meinung nach muss auch derjenige der das Testament machen will persönlich mit seinem Ausweis beim Notar erscheinen.

Nein, muss er nicht. Der Notar hat sich von der Testierfähigkeit und Identität des Testierenden zu überzeugen, die er aber auch anderweitig oder nachträglich erlangen kann.

Vlt. kannte die ReNo-Angestellte deinen Vater opersönlich gut? Konnte er seinen Fphrerschein vorlegen? Brachte er den Auswesi später mal vorbei moder zeigte ihn dem Notar am naächsten Wochenden bei einem zufälligen Treffen im Biergarten?

Falls du auf einen Formfehler hinauswillst, der läge nicht vor :-O

G imager761

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