Frage von glamiscastle, 3

Telefonbetrüger und Bankenhaftung

Meine Mutter, 92 Jahre, im Seniorenheim wohnend, aber nicht dement, wurde von einem Telefonbetrüger dazu gebracht 14.000 € auf ein Konto in Luxemburg zu überweisen. Sie hat diese Überweisung TELEFONISCH bei ihrer Sparkasse (die über Alter und Wohnsituation bestens informiert ist) in Auftrag gegeben. D.h. es wurde keinerlei Unterschrift geleistet. Auch weiß die Bank, dass ich eine Vollmacht habe und jederzeit über Email erreichbar gewesen wäre. Muss die Bank für diese Aktion haften oder meine Mutter mit diesem unglaublichen Schaden leben?

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Antwort
von hildefeuer,

Hier noch so eine Masche die offensichtlich gerade um geht: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/57922/2544211/pol-ni-rohrsener-wird-...

Antwort
von hildefeuer,

Ich kann mir nicht vorstellen, das sich das so ereignet hat. Telefonbanking muss freigeschaltet sein und Legitimation via Telefon-Pin. Eine Freischaltung telefonisch ist nicht möglich. Hinzu kommt, das die Sparkasse Ihnen gegenüber nicht Auskunftspflichtig ist, sondern allein der Kontoinhaberin. Ich hatte eine ähnliche Situation mal als eine Betreuung ausgelaufen war und ich mich noch um die Person beratend gekümmert habe. Mir wurden damals auch Märchen erzählt als ein größerer Geldbetrag verschwunden war. Allerdings nehmen solche Betrügereien in Zusammenhang mit dem Telefon zu. Man sollte die Telefon-Nr. nicht bekanntgeben.

Antwort
von zahlschein, 1

kann ich mir so jetzt wirklich nicht vorstellen-wenn so vorgefallen, wäre interessant, was die Bank dazu sagt? Gabs eine Vereinbarung über Telefon-Banking? Oft braucht man hierzu schon mal ein eigenes Kennwort und selbst dann ist die Summe meist niedrig gehalten, bis zu der diese Aufträge telefonisch gemacht werden. Wende Dich an den Beschwerdebeauftragten der Bank und droh mit rechtl. Konsequenzen, wenn der Schaden nicht ersetzt wird. Wer ist Empfänger der Zahlung? Auch dies wäre zu ermitteln-Nachforschungsauftrag durch die Bank anfordern...

Kommentar von LittleArrow ,

Oft braucht man hierzu schon mal ein eigenes Kennwort

Ich glaube, dass Du die Frage nicht richtig gelesen hast. Die Dame hat den Auftrag erteilt und sie hätte dies offenbar auch mit Kenntwort getan. Der telefonische Auftrag kam ja nicht von einem unbekannten Dritten.

Kommentar von zahlschein ,

ja aber wenn die Dame ein Kennwort kannte, hat sie sich ja offensichtlich fürs Telefonbanking freischalten lassen-dann ist es natürlich so, daß der Auftrag rechtswirksam ist. Aber ich les nix von, daß das mit Kennwort erfolgt ist.Was meckerst Du also hier rum?

Kommentar von zahlschein ,

ja aber wenn die Dame ein Kennwort kannte, hat sie sich ja offensichtlich fürs Telefonbanking freischalten lassen-dann ist es natürlich so, daß der Auftrag rechtswirksam ist. Aber ich les nix von, daß das mit Kennwort erfolgt ist.Was meckerst Du also hier rum?

Kommentar von hildefeuer ,

Wenn es so wäre, dann würde sich die Frage erübrigen.

Kommentar von glamiscastle ,

Nein, es war kein Telefonbanking mit PIN etc, sondern einfach ein ganz normaler Anruf bei der Sparkasse (wo sie wie gesagt persönlich bekannt ist) und ein ebenso ganz normales Gespräch mit der Bitte, diese Überweisung zu tätigen. Das ist nach meiner Auffassung einfach nicht rechtens, dies ohne jede Legitimation dann auch zu veranlassen. Es hätte ja auch ein Erpresser neben ihr stehen können - nur um das Szenario noch grotesker werden zu lassen. Außerdem hätte die Bank durch Googlen auch sofort die Chats zu dieser Kontonummer gefunden.... Nun ja - teures Lehrgeld, auch hier noch mehr Riegel vorzuschieben. Nur: ich will meine Mutter nicht entmündigen lassen, nur um diese Art von Kriminalität zu verhindern. Hat ja auch was mit Würde zu tun.........

Kommentar von blnsteglitz ,

Entmündigung gibt es nicht mehr

Die Reform erfolgte im Jahre 1990 durch das Betreuungsgesetz; dieses trat am 1. Januar 1992 in Kraft.

Kommentar von hildefeuer ,

geht einfacher:Überweisungslimit einrichten...

Antwort
von freelance,

wenn deine Mutter für Telefonbanking freigeschaltet ist, es ein Kennwort als Schutz gibt und deine Mutter dann den Auftrag gegeben hat, dann ist das rechtsgültig. Eine Unterschrift ist nicht nötig, das ist ja der Sinn von Telefonbanking.

Dass deine Mutter ein hohes Alter hat, sie nicht dement ist, weist dennoch darauf hin, dass sie geschäftsfähig ist.

Die Logik, dass man dich informieren müsste, wenn deine Mutter, die ja Kontoinhaberin ist, Überweisungen durchführen will.

Ich sehe keine Haftung der Bank und ich sehe insofern keinen Schaden bei deiner Mutter, denn den hat sie selbst aktiv angerichtet.

Antwort
von qtbasket,

Ja - natürlich musst du und deine Mutter mit dem Schaden leben.

Deine Mutter ist juristisch voll geschäftsfähig - oder ?

Das Problem sind die AGBs zum Telefonbanking bzw. der Kommunikation per Telefon.


wenn du bzw. deine Mutter trotzdem die ausführende Bank in Regress nehmen möchte, wäre zuerst der Weg zum Ombudsmann der Bank zu empfehlen.

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