Frage von Hasok, 1.527

Teilzeit oder Minijob

Hallo bin völlig verzweifelt haben für 2012 eine Nachzahlung vom FA bekommen über 1600€ Mein Mann hat einen deutlich höheren Verdienst als ich und hat Steuerkl.3 ich verdiene brutto 630 € und hab Steuerklasse 5 nun meine frage wäre es nicht besser in einen Minijob umzusteigen, wie würde es sich das auf die Steuererklärung Ende des Jahres auswirken. Irgendwo ist es ungerecht wenn man als Mutter noch einigermaßen verdienen möchte und Ende des Jahres ein dickes Batzen zurück zahlen muss. Helft mir!!!!!!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Hasok,

Schau mal bitte hier:
Steuern Steuererklärung

Antwort
von Primus, 1.485

Bei dem deutlich höheren Verdienst Deines Mannes läge für mich auch die Überlegung nahe, einen Minijob auszuüben und Deinem Mann die Steuerklasse 3 zu überlassen.

Wichtig ist allerdings, dass Du aber unbedingt auf die sogenannte Rentenversicherungsfreiheit verzichtest.

So erwirkst Du die vollen Ansprüche in der Rentenversicherung. Es geht hierbei nicht darum was Du später an Rente mehr bekommen wirst sondern um Wartezeiten, Anspruch auf Erwerbsminderung, Kuren, Anspruch auf Zuschüsse bei der Riesterrente usw.

Wenn ich mit meiner Meinung falsch liege, werden wir bestimmt noch von unseren Experten hören ;-))

Antwort
von Rentenfrau, 1.270

Hallo Hasok, mit Nachzahlung von 1600 Euro, meinst Du sicher, daß Ihr eine Nachzahlung ans Finanzamt leisten müßt. Aber ich hoffe doch, daß Dein Ehegatte, der doch wesentlich mehr verdient als Du, NICHT Dir die ganze Nachzahlung aufbürdet. Denn er -als besser verdienender Ehemann - hat ja schließlich die günstige Lohnsteuerklasse III und zahlt hier wesentlich weniger Lohnsteuer als er in der Steuerklasse IV zahlen würde. Wenn Du nun vom versicherungspflichtigen Teilzeitjob (wo in der Rentenversicherung, der Krankenversicherung, der Pflegeversicherung und der Arbeitslosenversicherung abgesichert bist) in den Minijob wechselt, dann bist Du nicht mehr versicherungspflichtig beschäftigt . Wenn Deine Ehemann in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, könntest Du bei ihm familienversichert werden. Du wärst nicht in der Arbeitslosenversicherung. Damit hättest Du im Krankheitsfall keinen Anspruch auf Krankengeld und auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, falls Du arbeitslos würdest. In der Rentenversicherung, kannst Du auf die bestehende Rentenversicherungsfreiheit verzichten, dann zieht Dir Dein Arbeitgeber 3,9 % vom Minijobgehalt ab und damit zahlst Du Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung, die wichtig für den Schutz bei Erwerbsminderung (EM-Rente), Rehaansprüche und für Rentenansprüche wichtig sind. Du solltest Dir das aber gut überlegen, wenn Du vom Teilzeitjob in den Minijob wechselst: denn falls Du arbeitslos wirst, hättest Du keinen Anspruch bei der Arbeitsagentur und wenn Du ernstlich erkrankst, hättest Du nach 6 Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber KEINEN Anspruch auf Krankengeld. Falls Du Dich für den Minijob entscheidest, solltest Du aber unbedingt die Rentenbeiträge aufstocken, damit Du wenigstens in der Rentenversicherung abgesichert bist.

Antwort
von Kevin1905, 1.086

Wie wäre es die Steuerklasse zu ändern auf IV/IV mit Faktorverfahren...Problem gelöst :D

Zumindest für die Zukunft.

Antwort
von Angelsiep, 929
eine Nachzahlung vom FA bekommen über 1600€

Dann freu dich. Mich würde das auch freuen.

Du siehst das aber anscheinend negativ.

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