Frage von VolkerRacho, 72

Teilweise arbeitslos - wie Lohnsteuerjahresausgleich angehen?

Hallo Zusammen!

Vorab möchte ich kurz erwähnen, dass ich zum einen auf diesem Fragenportal neu bin und zugleich auch beim Thema Lohnsteuerjahresausgleich absolut talentfrei bin. Also entschuldigt falls die ein oder andere Formulierung etwas unbeholfen klingt.

Da ich die letzten Jahre meine Steuern nicht gemacht habe, wollte ich dies nun endlich angehen. Habe mich also kurzer Hand bei Elster Online angemeldet. Soweit, so gut. Zur Verfügung stehen mir die Jahre 2011-2014. 2011 und 2012 waren kein Problem, da ich beide Jahre Vollzeit fest angestellt war. Habe also alles fein nach meinen jeweiligen Lohnsteuerbescheinigungen eingetragen und siehe da, beide Male Rückzahlungen. 780€ und 840€.

Nun zum Knackpunkt. Im Jahre 2013 war ich bis August berufstätig und den Rest des Jahres arbeitslos und habe ALG I bezogen. Nun habe ich auch für dieses Jahr alle Angaben nach der Lohnsteuerbescheinigung gemacht, dementsprechend auch die Arbeitstage, Fahrten etc. angepasst und kam bei -540€ an. Da Sprung von +800€ auf -500€ hat mich doch sehr gewundert. Wegen 4 Monaten Arbeitslosigkeit? Nun kann ich mir vorstellen, dass ich das ALG I mit angeben muss. Nur entzieht sich mir 1. wo genau und 2. wie ergeben sich dann die Steuerabgaben die ja sonst auf der Jahresbescheinigung ausgerechnet und aufgelistet sind. Im Jahr 2014 ist es ähnlich. Da war ich dann bis Februar arbeitslos und seitdem wieder im Beruf.

Über eure Hilfe würde ich mich sehr freuen.

Dank & Gruß

Antwort
von Kevin1905, 50
zugleich auch beim Thema Lohnsteuerjahresausgleich absolut talentfrei bin.

Wenn du kein Arbeitgeber bist, muss der dich auch nicht interessieren.

Nun kann ich mir vorstellen, dass ich das ALG I mit angeben muss.

Ja musst du, das es dem Progressionsvorbehalt unterliegt.

Nur entzieht sich mir 1. wo genau und 2. wie ergeben sich dann die Steuerabgaben die ja sonst auf der Jahresbescheinigung ausgerechnet und aufgelistet sind.

Im Mantelbogen, Zeile 94.

Das Arbeitslosengeld I unterliegt dem Progressionsvorbehalt, schiebt dich also in der Steuerprogression nach oben. Dadurch kann es passieren, dass der Lohnsteuerabzug nicht ausreicht um deine Einkommensteuerschuld zu decken, Ergebnis: Nachzahlung!

Die Erklärungen für 2013 und 2014 sind verpflichtend abzugeben. Wundert mich etwas, dass du noch keinen bösen Brief vom Finanzamt bekommen hast, 2013 ist nämlich gute 9 Monate überfällig ;-)

Kommentar von vulkanismus ,

Warum wundert Dich das?

Woher soll das Finanzamt wissen, dass er ALG I bekommen hat?

Antwort
von Snooopy155, 55

Für die Zeiten des ALG1 Bezuges bekommst Du eine Bescheinigung von der Arge mit allen Daten für die Steuererklärung. Das ALG1 wird zur Berechnung des Progressionsvorbehaltes herangezogen. Daher solltest Du auch alle Unkosten als Werbungskosten geltend machen, die im Zusammenhang mit Deiner Jobsuche angefallen sind.

Antwort
von VolkerRacho, 55

Ich habe soeben den Abschnitt im Formular gefunden wo man Dauer des Bezugs von ALG und die Höhe eingibt. Wenn ich die 4 Monaten und paar Tage des Jahres berücksichtige sind es nur noch -0,07€

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