Bin sehr besorgt über die mögliche Inflationsentwicklung in den nächsten Jahren. Halte zum größten Teil 90% nur Geldwerte (Anleihen und Sparverträge) von deren Erträge ich leben muss. Weitere 5% ist ein offener Immobilienfond und 5% ein Aktienfond, jedoch ohne Ausschüttung, sondern Wiederanlage. Möchte gerne einen Teil von meinem Geldwert in eine relativ sichere Anlage umschichten (Diversitikation), Teilbeträge von 10 - 20.000,-- Euro, die inflationsgeschützt ist und eine jährliche sichere Ausschüttung bietet. Rendite sollte schon mindestens 5% sein. Als ehemaliger Banker gehe ich nicht zum Bankberater, der varkauft mir auch nur das, was er gerade verkaufen muss. Hatte mal einen unabhängigen Berater bei mir, der sich auf Schiffe spezialisiert hatte. Aber außer einer Schiffsbeteiligung hatte er nichts zu bieten, soll ich Ihm glauben? Immobilie kaufen und vermieten? Bindet zu viel Kapital und habe dann evtl. einen der seine Miete nicht bezahlen kann und mir die Wohnung ruiniert. Also was tun? Wer hat ein Rat?

Hallo althaus,
als ehemaligem Banker sollte Dir bekannt sein, dass es das Produkt, nach dem Du fragst, in der Form nicht gibt.Entweder Du machst Abstriche bei der Sicherheit, der Verfügbarkeit, oder bei der Rendite. Alles drei gleichzeitig wirst Du nicht bekommen, wenn Dir das auch – gerade im Internet – immer wieder gern in der ein- oder anderen Form angeboten wird.

Es gibt für dein Problem mehrere Möglichkeiten. Versuche es mit einem anderen unabhängigen Berater der sich darauf spezialisiert hat. Vielleicht mit einem Finanz- und Versicherungsmakler. Man kann z.B. Aktienfonds mit offenen Immobilienfonds kombinieren und einen Auszahlungsplan machen. Eine weitere Möglichkeit sind TEPs. Das sind angesparte britische Kapitalversicherung mit bestehender Garantie. Alle Policen sind schon finanziert. Kein Blindpool. Aktienanteil zwischen 25 -42 %. Vielleicht auch die Beimischung eines geschlossenen Immobilienfonds. Natürlich nur von erstklassigen Emittenten. Rendite zwischen. Ausschüttungen zwischen 6-8% p.a. und ist ein Sachwert.
Danke, aber wie erkenne ich bei einem Immobilienfonds, dass es sich um einen erstklassigen Emittenten handelt. Gibt es wie bei Anleihen "Ratings"? Dem Berater einfach nur glauben will ich nicht.
Niklaus am 3. Juli 2009 22:37 Da musst du erst mal vertrauensbildene Maßnahmen einleiten. Im Internet schauen, ob der Berater bekannt ist. Anrufen zum Beispiel. Dir erklären lassen wie lange er seinen Job macht. Dir Unterlagen schicken lassen, die die Ratings belegen. Natürlich muss du auch deinen Bedarf und dein Ziele erklären. Nur so kann dir ein Berater auch eine Auszahlungskonzept entwickeln. Dann braucht man noch deine Einstellung zu Chance und Risiko.
Kenne einen unabhängigen Finanzberater, der schon lange im Geschäft ist, von dem habe ich damals meinen offenen Immobilienfond KanAm gekauft. Er hat wir auch schon einige geschlossene Immobilienfonds gezeigt. Einkaufcenter aus USA und Deutschland, die er angeblich immer persönlich anschaut bevor er sie anbietet. Es fällt mir jedoch sehr schwer die Sicherheit der Anlage einzustufen, auch wenn ich ein von ihm erstelltes Verkaufsprospekt lese. Hilfreich wäre, wenn mir eine neutrale Stelle eine Bewertung dieser Anlage geben könnte. Da fällt mir aber keiner dazu ein.
LittleArrow am 4. Juli 2009 00:00 "Ausschüttungen zwischen 6-8 % p.a." heißt nicht, dass die Rendite die gewünschte Mindestrendite von 5 % erzielt. Die könnte trotzdem 0 sein und die Ausschüttungsquote bleibt unverändert.
Geschlossene Immobilienfonds (u. Schiffsfonds) sind nichts für Rentner und Leute, die kein Klumpenrisiko wollen oder auf eine gute Fungibilität achten. Auch nicht als Beimischung. Und pauschaler Inflationsschutz ist daher fraglich.
Niklaus am 4. Juli 2009 00:52 @LittleArrow: Was ist es denn dann?. Wenn jemand aus einem geschlossenen Immobilienfonds jedes Jahr 7 % Ausschüttung aus der Investitionssumme erhält. Natürlich sind das die Überschüsse aus der Vermietung und es ist sein Rendite, denn das Kapital bleibt erhalten und wird nicht verzehrt. Das Gebäude wird vielleicht in 12-15 Jahren für 115 % verkauft. Wie kann eine 10 % ige Beimischung ein Klumpenrisiko sein und wo ist die Fungibilität eingeschränkt bei diesem relativ kleinem Betrag. Willst du meine Arbeite machen oder warum sagst du das hier?
LittleArrow am 4. Juli 2009 16:20 Edgar, nun beschreibst Du dankenswerterweise näher, was Du meinst und das finde ich teilweise auch gut!
Bei einem Vermögensanteil von 10 % kann man noch von "Beimischung" sprechen und noch nicht von "Klumpenrisiko". Aber leider engagieren sich manche Anleger mit erheblich höheren Anteilen an geschlossenen (Immobilien- oder Schiffs-)Fonds.
Und Du schreibst, das Kapital bleibt erhalten und wird nicht verzehrt. Vorher stand das genau nicht so in Deiner Antwort, sondern "Rendite zwischen [???]. Ausschüttungen zwischen 6-8% p.a. ...". Was soll ich mir dabei denn noch alles dazu denken müssen?
Bei geschlossenen Fonds ist die Fungibilität ("Verkehrsfähigkeit") der gezeichneten Anteile per se eingeschränkt und nicht in Abhängigkeit von 10 oder 25 % Anteil am Vermögen. Der Zweitmarkt für "gebrauchte Anteile an geschlossenen Fonds" existiert nur mühsam, oftmals müssen gar die übrigen Anteilseigner Deinem Anteilsverkauf an mich zustimmen.
Und der werte Fragensteller schrieb "Immobilie kaufen und vermieten? Bindet zu viel Kapital und habe dann evtl. einen, der seine Miete nicht bezahlen kann [z.B. Arcandor; er dachte zwar an einen Wohnungsmieter] ...". Da findest Du die Empfehlung der Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds doch auch nicht passend oder? Da hilft auch der beste Initiator nichts. Mehr Freiheit bietet da nur ein offener Immobilienfonds oder ein REIT.
Niklaus am 4. Juli 2009 16:27 Sicher ist ein offener Immobilienfonds gut für einen Auszahlungsplan. Was für einen Kunden richtig ist, kann man immer erst erarbeiten und dann entscheiden, wenn man die genauen Verhältnisse, des bestehende Vermögens, der Streuung dessen und die Anlageziele weiß. Welche Anlageelemente dann zum Einsatz kommen ist ganz individuell. Solche Auszahlungs- und Ruhestandspläne sind eine Spezialität von mir.
Übrigens den von mir genannten geschlossenen Immobilienfonds gibt es und er läuft richtig gut.
LittleArrow am 4. Juli 2009 18:30 Welchen geschlossenen Immo-Fonds hast Du genannt?
Du erwähnst die Auszahlungspläne von offenen Immo-Fonds, die leider jüngst ihr Debakel mit der Rücknahmesperre erlebten und damit auch deren Begünstigte. Schade nur, dass das BaFin dabeieine in meinen Augen sehr unrühmliche Rolle gespielt hat. Dies war der Image-Super-GAU, der sich hoffentlich nicht wiederholt, weil die Fonds ihre Lehre daraus zogen.
Niklaus am 4. Juli 2009 18:38 Den Namen habe ich nicht genannt nur die Rendite.
Am sichersten sind Anlagen, deren Rendite zum großen Teil aus staatlicher Förderung resultiert. Primär denke ich an das EEG, an erneuerbare Energie. Eine Renditerechnung für Photovoltaikanlagen nach Kürzung der Einspeisevergütung liegt mir im Moment nicht vor, eine Anlage soll sich aber immer noch gut rechnen. Die Renditerechnung bei BHKW = Blockheizkraftwerken sieht zum Teil frappierend gut aus.
Steck Deine finanziellen Mittel in PV-Anlage (am besten in Deine eigene)... Du wirst damit zum Energieproduzenten und Rohstoffhändler... Ich mache damit bis heute ca. 9-12% Rendite im Jahr... Dies ist Garantiert über 20 Jahre... Inflationssicher ist die Anlage ebenfalls... Denn sollte sich der Strompreis von derzeit € 0.1880 auf über 0.4301 erhöhen, so kann ich diesen an Strombezüger direkt verkaufen... Übrigens betreibe ich aus den selben Gesichtspunkten ein BHKW - die Wärme ist für mich kostenlos, den Strom verkaufe ich gewinnbringend... Grüsse...
Hallo, könnte Ihnen was Gutes anbieten, bin seit 15.10.2009 selbstständiger Vermögensverwalter.
Werbung durch Support gelöscht
humoer am 20. Oktober 2009 22:56 Waow... endlich mal einer, der was gutes und seriöses anbieten kann. Und das schon seit dem 15.10. … da werden Sie ja sicherlich so viel zu tun haben, dass Sie nicht darauf angewiesen sind, Ihre Dienste in einem Forum anzubieten, oder?
Bin durch Zufall auf diese Seite gekommen, der Kommentar von Ihnen hört sich an, wie einer der schon sein Geld bei einem Vermögensverwalter o.ä. verbrannt hat und nun diese Kommentare als Genugtuung schreiben muss!!???
Liebe Boulder,
Wir möchten dich bitten in Zukunft auf Werbung zu verzichten.
Gerne kannst du dies auch nochmals in unseren Richtlinien nachlesen: http://www.finanzfrage.net/policy
Freundliche Grüße,
Jürgen vom finanzfrage.net Supportteam.
Sehr geehrter Herr!
Wir sind ein kleines Privatunternehmen und suchen Kapitalanleger bis max. 20.000 Euro. Unser Konzept ist schon von Banken geprüft. Leider reicht unsere Eigenkapitaldecke nicht ganz aus. Werbung durch Support gelöscht
humoer am 2. September 2009 14:42 Sehr geehrte Dame,
wir sind hier ein Forum für Finanzfragen und keine Vertriebsplattform für zwielichtige Geldanlagen.
Auf der falschen Plattform vielleicht, zwielichtige Geldanlagen sind wohl eher von professionellen Bankangestellten oder ähnlichen Provisionsjägern, daher Finanzkrise. Schon gehört?
Liebe Katja,
Wir möchten dich bitten in Zukunft auf Werbung zu verzichten.
Gerne kannst du dies auch nochmals in unseren Richtlinien nachlesen: http://www.finanzfrage.net/policy
Freundliche Grüße,
Jürgen vom finanzfrage.net Supportteam.
z.B. Solarfond in Südeuropa, Laufzeit 10 Jahre, Rendite 8%.
z.B. Immobilienfond BMW Haus in Deutschland, für 15 Jahre fest vermietet, Rendite 7,5-8%
z.B. Waldfonds in den USA, Laufzeit 11 Jahre, Rendite 8-10% (allerdings Investition in US-$)
Oder halt die eigene Solaranlage auf dem eigenen Haus.

Hallo, Du willst also "Teilbeträge von 10 - 20.000,-- Euro [investieren], die inflationsgeschützt ist und eine jährliche sichere Ausschüttung bietet. Rendite sollte schon mindestens 5% sein."? Es fehlt nur noch der Zusatz "steuerfrei" oder "nach Steuern".
Da wirst Du in dieser Republik auf dem Grauen Kapitalmarkt sicherlich etwas Entsprechendes finden.
Ziemlich sicher sind die inflationsgeschützen Anleihen des Bundes, aber die zahlen irgendwo 1,5 % p.a. an Zinsen plus Inflationsausgleich (derzeit 0). Das Kapital wird auch inflationsgeschützt, mindestens zum Nennwert zurückgezahlt. Leider wird vom Ertrag (einschl. Inflationsschutzbetrag) 25 % Abgeltungssteuer abgezogen. Infos zu diesen Anleihen gibt es unter http://www.deutsche-finanzagentur.de/.
Du mußt Deine Anspruche etwas realistischer formulieren, dann klappt es vielleicht auch.
Niklaus am 4. Juli 2009 00:55 Sorry aber das ist nicht richtig. Beteiligungen in geschlossene Immobilienfonds, werden zwar dem grauen Kapitalmarkt zugeordnet, aber du willst doch hier nicht alle Beteiligungsfirmen als unseriös hinstellen. Dr. Peters, MPC, SAB, ILG und viele mehr. Schau dir diese Unternehmen mal an.
LittleArrow am 4. Juli 2009 16:32 Ich will nicht alle "Beteiligungsfirmen" als unseriös hinstellen, insb. nicht Dr. Peters, MPC etc. Diese Firmen können auch nichts gegen (aber vielleicht "für"?) eine Vermögensverschlechterung ihrer/s Hauptmieter im geschlossenen Fonds. Die meisten dieser geschlossenen Fonds haben nur ein einziges Objekt, ganz selten mal mehr als fünf Objekte. Das ist volles Risiko, so als ob ich diesen Beteiligungsbetrag in börsennotierte Aktien einer Firma investiert hätte, nur mit dem wesentlichen Unterschied, daß ich die Aktien jederzeit zu Marktpreisen verkaufen kann. Das geht mit den Anteilen an geschlossenen Fonds nicht, auch wenn gute Initiatoren wie ... dahinter stehen würden.