Frage von mikrobik, 233

Stundung von Umsatzsteuer, möglich?

Aus meiner ehemaliger Selbstständigkeit muss ich laut Schätzung von Finanzamt fast 30.000 Umsatzsteuer + Gewerbesteuer nachzahlen. (In Wirklichkeit kein Cent Gewinn gemacht) Problem ist dass, nachdem ich alle Schulden bezahlt habe steht mir kein Geld mehr zu Verfügung. Antrag auf Ratenzahlung hat Finanzamt abgelehnt, da es um Umsatzsteuer handelt. Ich hab auch ein negatives Eintrag bei der Schufa, also kein Bank gibt mir Geld. Finanzamt hat Konto gepfändet, also Zugriff auf mein Lohn hab ich auch nicht. Können Sie mir vielleicht etwas empfehlen, wie kommt man aus dem Loch raus.

Ich hab 2 Kinder. Was bleibt mir übrig wenn ich monatlich 2.200 Netto verdiene? Ist meine Frau auch davon betroffen - sie hat ein eigenes Konto? Bleibt in dem Fall nur noch Privatinsolvenz oder gibt es eine andere Möglichkeit? Ich will es bezahlen, aber ich hab das Geld leider nicht :-((( Ratenzahlung ist eine einzige Möglichkeit nach meiner Meinung, aber so wie es aussieht, Vater Staat interesiert das wenig.

MfG Danke im voraus

Antwort
von EnnoWarMal, 171

Ich kann gar nicht fassen, was ich da lese.

Du sollst geschätzte Steuern in einer Höhe zahlen, die du nicht stemmen kannst und tust NICHTS dagegen außer zu fragen, wo du das Geld dafür hernimmst? Das kann nicht dein Ernst sein, oder?

Wie wäre es, rubbeldiekatz die Steuererklärungen nebst Jahresabschlüsse einzureichen und die Änderung der Festsetzung zu beantragen? Die Bescheide stehen doch sicherlich unter dem Vorbehalt der Nachprüfung.

Ich sag dir was: Ich erledige das für dich für die Hälfte. Profitieren wir beide von. Aber nur, wenn wirklich VdN besteht.

Antwort
von wfwbinder, 171

Wie wäre es damit anzufangen den/die Abschluss/Abschlüsse zu machen und damit die Steuerlast zu mindern.

In der Situation wird Dir nur der unpfändbare Teil des Einkommens bleiben. Es wäre weitaus logischer erstmal die Schulden zu vermindern.

Antwort
von Privatier59, 151

Wer Umsatzsteuer nicht weiter leitet vergreift sich letztlich sehenden Auges an fremdem Geld. Im Gegensatz zu anderen Steuern kann dem Steuerpflichtigen von Anfang an nicht verborgen bleiben wie hoch die Steuerschuld ist. Es gibt daher für Dich leider keine Hoffnung auf Stundung.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Das ist zwar grundsätzlich richtig.

Hier gibt es aber nichts weiterzuleiten. Das Finanzamt hat ja mutig geschätzt.

Kommentar von Privatier59 ,

Insofern ist der Sachverhalt nicht eindeutig. Da steht zwar was von fehlendem Gewinn, aber nichts von fehlendem Umsatz. Wenn die Schätzungsbescheide nicht die wahre Situation treffen muß man natürlich das machen was nahe liegt, nämlich Einspruch einlegen.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Es steht aber auch Gewerbesteuer. Soviel Zinsen wird er wohl nicht haben, dass trotz fehlendem Gewinn Gewerbesteuer entstünde.

Und die Einkommensteuer ist dann ja auch nicht mehr fern.

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