Frage von badangel2005,

Studiengebühren nachträglich steuerlich absetzen?

Hallo, habe letztes Jahr mein Erststudium beendet und gehe seitdem einem Beschäftigungsverhältnis nach. Hierbei wurde mir für 2011 Lohnsteuer abgezogen, obwohl ich in diesem Jahr - nach Abzug von Fahrtkosten - unter dem Freibetrag (momentan glaub ca. 8000€) bleibe.

Daher meine erste Frage: Bekomme ich die zuviel gezahlte Lohnsteuer über die Steuererklärung komplett zurück?

Wenn ja, meine zweite Frage: Nach den neusten Entwicklungen können Studiengebühren nachträglich steuerlich abgesetzt werden, wenn man während des Studiums zu wenig verdient hat und über den Verlustvortrag durch die Studiengebühren quasi ein Minus stehen hat, das nachträglich in den ersten Berufsjahren abgesetzt werden kann. Kann ich das auch? Oder geht das quasi nur, nachdem man "Einnahmen aus 2011-Werbungskosten-Sonderausgaben = Minusbetrag" rechnet? Sprich ich, die in 2011 was verdient hat und daher keinen Minusbetrag rausbekomme, kann das nicht?!

Ich weiß, meine Frage mag etwas verwirrend klingen, hoffe aber, ihr versteht mich trotzdem :)

Antwort von Livetec,
  1. ja

  2. nein, nicht bei Erststudium Ausserdem würde der Minusbetrag aus den letzten Jahren sowieso mit 2011 verrechnet, so dass es wohl eh egal wäre.

Antwort von Sumpfhexe,

Im Netz sind viele Berichte, wie hierzu vorzugehen ist, vorhanden. Zusammenfassend berichten sie aber alle letztendlich das gleiche.

Hier mal ein Auszug von einem:

Wie sollen Studenten nun vorgehen?

Experten raten Studenten und Lehrlingen, nun eine Steuererklärung abzugeben. So könnten Kosten als vorweggenommene Werbungskosten geltend gemacht werden, sagte Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. «Betroffen davon sind in erster Linie Studenten.» Aber auch Azubis, die sich in keinem Dienstverhältnis befinden, also etwa bei einem staatlichen Lehrbetrieb lernen, würden von der Entscheidung profitieren. Die Kosten würden zunächst als Verluste angegeben. «Wenn nach dem Abschluss des Studiums oder der Ausbildung ein Einkommen erzielt wird, können diese Verluste entsprechend verrechnet werden», sagte Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine.

Das gehe in vielen Fällen auch rückwirkend. «Wer noch keine Steuererklärung abgegeben hat, kann dies für mindestens vier Jahre nachholen», sagte Käding. Bis zum 31. Dezember 2011 könne also noch die Erklärung für 2007 abgegeben werden.

Was genau kann man absetzen?

Man kann alles beantragen, was im Rahmen des Studiums oder der Ausbildung bezahlt werden musste und belegt ist. Dazu zählen die Studiengebühren pro Semester in einer Höhe von bis zu 500 Euro. Aber auch die Ausgaben für Computer, Bürobedarf, Bücher, Kurse, Prüfungen oder das Binden von Abschlussarbeiten. Die Fahrten zwischen Wohnung und Uni gehören ebenfalls dazu.

Doch nicht jeder wird profitieren können: Wer schon ein Steuererklärung eingereicht habe, könne die Kosten nur dann nachträglich geltend machen, wenn der Steuerbescheid noch nicht rechtskräftig sei.

Quelle, Urheberrechte und weitere Informationen hier:

http://www.news.de/gesellschaft/855213066/studienkosten-sind-rueckwirkend-absetz...

Kommentar von Sumpfhexe,

schau auch mal hier .... diese Seite ist noch besser.

http://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/ausbildungskosten-abset...

Kommentar von Sumpfhexe,

schau auch mal hier .... diese Seite ist noch besser.

http://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/ausbildungskosten-abset...

Kommentar von Livetec,

Das ist schon längst veraltet, man kann es NICHT als Werbungskosten absetzen!

Kommentar von badangel2005,

@ sumpfhexe: Danke für die Infos, ist aber leider nicht ganz das, was ich suche... Meine Frage war nicht, wie ich Studiengebühren nachträglich absetze, sondern vielmehr ob es für mich, die ich eh unter der Freigrenze liege, überhaupt einen Unterschied macht, die Gebühren anzugeben oder nicht. Aber trotzdem danke.

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