Frage von StudEltern,

Studentenappartment kaufen, an Kind vermieten und absetzen

wir überlegen, ein Appartment für eines unserer Kinder zum Studieren zu kaufen. Wir wollen durchrechnen, was die besten Variante ist. Und da fällt uns auch diese ein:

  • Eltern kaufen Appartement
  • sind Vermieter
  • Mieter ist das Kind, das studiert

Nachdem das Geld alles letztendlich aus der Quelle der Eltern kommt, stellen wir uns die Frage, ob man über so ein Konstrukt die Kosten (Zinsen etc) steuerlich geltend machen kann.

Ist so ein Konstrukt möglich?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59,

Der als Anlage beigefügte Link beschreibt die verschiedenen denkbaren Variationen so ausführlich dass da keine weiteren Fragen mehr offen bleiben und ich nur noch fesstellen kann: Es ist möglich, man muß aber alle Details gut durchplanen:

http://www.metax.de/downloads/2010-04-Vermietung-an-Angehoerige.pdf

Kommentar von StudEltern ,

das PDF werde ich mir heute mit ins Bett nehmen.

Danke!

Kommentar von LittleArrow ,

keine weiteren Fragen mehr offen bleiben

Naja, ich habe mich mal um die Aktualität des Links gekümmert;-)

Antwort
von LittleArrow,

Im Grunde beschreibt der Link von Privatier59 die generelle Linie, wäre nur der Hinweis auf die notwendigen Miethöhen nicht überholt. Derzeit gilt nach § 21 Abs. 2 EStG eine 66 %-Grenze:

"Beträgt das Entgelt für die Überlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete, so ist die Nutzungsüberlassung in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufzuteilen. Beträgt das Entgelt bei auf Dauer angelegter Wohnungsvermietung mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete, gilt die Wohnungsvermietung als entgeltlich."

Darüberhinaus sollte man als Vermieter auch die steuerliche 10-Jahresgrenze für Spekulationsgewinne bei Immobilienverkäufen beachten und dementsprechend seinen Planungshorizont von 7 auf 10 Jahre zwischen Erwerb und Veräußerung anheben. Dann sind etwaige Verkaufsgewinne nämlich einkommensteuerfrei (§ 23 Abs. 1 Satz 1 EStG). Aber wenn die Studentenbude gut vermietbar ist und die Bonität der Studenten (Vorsicht bei Elternbürgschaft zusätzlich zu einer 3-Monats-Kaution!) stimmt, dann kann man so ein Objekt sicherlich auch noch länger halten, wenn die Objektverwaltung nicht zu mühsam und nervenaufreibend ist.

Kommentar von StudEltern ,

die 10-Jahresfrist macht natürlich Sinn. Klar!

Und das mit den 66% ist reiner "Gestaltungsspielraum" - letztendlich.

Antwort
von Niklaus,

Das ganze ist natürlich nur sinnvoll, wenn dein Kind auch eigene Einkünfte hat und die Miete bezahlen kann. Bin mal gespannt, was die Spezialisten hier noch antworten.

Kommentar von StudEltern ,

hm. Das mit den Einkünften ist so ne Sache. Das Geld kommt letztendlich aus der Quelle der Eltern. Das ist ja das Thema.

Auch wenn unser Kind Einkünfte hätte, dann wären sie in Summe nicht ausreichend, um das Leben alleine zu bestreiten.

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