Frage von libramiento,

Student Verlustvortrag nachträglich möglich trotz teilweiser Steuererklärung

Hallo, ich habe eine Frage zum Verlustvortrag und bin mir aus den Antworten noch nicht 100 Prozent schlau geworden.

Also ich habe in den letzten Jahren nur unregelmäßig eine Steuererklärung gemacht, dh. in einem Jahr schon im anderen nicht.

  1. Kann ich für die Jahre in denen ich keine Erklärung gemacht habe noch einen Verlustvortrag machen?

  2. Reiche ich dann einfach eine Steuerklärung für das Jahr 200x ein und errechne meinen Verlust?

  3. Wie lange rückwirkend kann ich das noch machen? Bin seit 2009 in Zweitstudien?

Danke!!

Antwort
von finanzhai,

Für 2008 war am 31.12. definitiv Schluss mit Abgabe, für 2009 sollte dies noch im Jahr 2013 möglich sein.

Für bisher nicht erklärte Jahre ab 2009 sollte die Feststellung eines Verlustes somit noch möglich sein. Inwieweit der Vortrag eines Verlustes auf bereits veranlagte Zeiträume im Nachgang noch möglich ist, weiß ich allerdings nicht zu sagen.

Kommentar von EnnoBecker ,

weiß ich allerdings nicht zu sagen.

Dann hilft der Blick ins Gesetz.

"Bei der Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags sind die Besteuerungsgrundlagen so zu berücksichtigen, wie sie den Steuerfestsetzungen des Veranlagungszeitraums, auf dessen Schluss der verbleibende Verlustvortrag festgestellt wird, und des Veranlagungszeitraums, in dem ein Verlustrücktrag vorgenommen werden kann, zu Grunde gelegt worden sind;....Die Besteuerungsgrundlagen dürfen bei der Feststellung nur insoweit abweichend von Satz 4 berücksichtigt werden, wie die Aufhebung, Änderung oder Berichtigung der Steuerbescheide ausschließlich mangels Auswirkung auf die Höhe der festzusetzenden Steuer unterbleibt."

Im Klartext: Ist der EStB noch änderbar, kann ein Verlust festgestellt werden. Ist der EStB zu, dann ist Sense.

Antwort
von EnnoBecker,
  1. Ja, wenn die Festsetzungsverjährung noch nicht eingetreten ist. Sprich: Ab 2009 bei Antragsveranlagung.
  2. Ja.
  3. Siehe 1. Für Pflichtveranlagung gilt ebenfalls eine Festsetzungsverjährung von vier Jahren, allerdings wird der Anlauf gehemmt. Die Festsetzungsfrist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuererklärung eingereicht wurde.

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