Frage von marcelkwh2014, 96

Stromsperre korrekt und legal - Gibt es die Möglichkeit eines Zahlungsaufschubes?

Hallo liebe Community.

Ich habe am 15. Dezember 2015 die Strom-Jahresabrechnung bekommen und sollte 1250 Euro nachzahlen.

Ich habe direkt einen Tag später 650 Euro überwiesen, alles was ich mir ansparen konnte.

Heißt, ich schuldet dem Anbieter noch 600 Euro.

Meine monatliche Abschlagszahlung wurde verdoppelt, also auf 95 Euro erhöht und ist jeweils zum 06. eines Monats fällig.

Am 02.01.2016 habe ich eine Zahlung in Höhe von 95 Euro überwiesen mit dem Hinweis im Verwendungszweck "Abschlag Monat Januar".

Am 10. Januar habe ich eine Mahnung erhalten, weil ich angeblich den Abschlag für Januar nicht ´gezahlt haben soll.

Nachdem ich sowieso vorhatte beim Anbieter anzurufen und für den Rest der Jahresabrechnung eine Ratenzahlung zu vereinbaren tat ich es auch direkt.

Die Dame am Telefon sagte mir, das System verbucht automatisch jede eingehende Zahlung mit der ältesten offenen Schuld, sie werde es aber manuell korrigieren, da ja deutlich sichtbar ist, dass es sich um den Abschlag für Januar 2016 handelt. Einen Ratenzahlung haben wir ebenfalls getroffen und zwar in Höhe von 100 Euro.

Bei der ersten Rate bat ich die Dame den 01.Februar einzutragen und dann jeweils zum 21. eine Monats.

Da ich aber erst am 01. Februar ausreichend Geld zur Verfügung hatte, konnte ich die erste Rate, die die zum 01.Februar fällig gewesen ware, erst am 01. Februar überweisen. Gleichzeitig habe ich den Abschlag für Februar mit dem Hinweis im Verwendungszweck "Abschlag Monat Februar" überwiesen., also quasi zwei Tage früher als vereinbart.

Vorgesten, am 04. Feb kam ein Brief vom Unternehmen per Post mit dem 02. Februar als Datum und gleichzeitiger Sperrandrohnung.

Bei der Aufschlüsselung ihrer Forderung wird der Abschlag vom Januar, den ich fristgerecht überwiesen und auch als diesen deklariert habe angemahnt, weil er offensichtlich doch zur Minderung der offenen Forderung der Jahresabrechnung eingesetzt wurde.

Also habe ich eben dort angerufen und nachgefragt.

Die Dame am Telefon hat mir gesagt ja sie sieht die Zahlungen vom Februar einmal 95 Euro und einmal 100 Euro und diese wurden beide auf die Jahresabrechnung angerechnet. Eine weitere Ratenzahlung ist ihrerseits nicht möglich weil ich den Zahlungstermin nicht fristgerecht eingehalten habe (wegen 1 TAG!!!!) und die Abwendung der Stromsperre sei nur möglich wenn ich den noch offenen Betrag in Höhe von 500 Euro (Rest aus der Jahresabrechnung 310 Euro + 95 Euro Abschlag Januar, der von mir bezahlt aber falsch verbucht wurde + 95 Euro Abschlag für den Februar, der von mir sogar vorzeitig bezahlt und vom VU falsch verbucht wurden) auf einmal zahle.

Meiner Meinung nach ist die Sperrandrohnung an sich unwirksam bzw. illegal, da sie komplett falsch aufgestellt wurde. Dort forden sie 505 Euro für den Rückstand der Jahresabrechnung sowie 95 Euro für den Abschlag Januar, der manuell von einer Sachbearbeiterin umgebucht wurde.

Was kann ich jetzt dagegen unternehmen?

Vielen Dank

Antwort
von Primus, 55

Für dieses Dilemma bist Du allein verantwortlich, denn Du hättest Dich schon vor der Zahlung der 650 € mit dem Stromanbieter in Verbindung setzen müssen, um die Ratenzahlung abzuklären. 

Da heutzutage Zahlungseingänge automatisch verbucht -  und Rückstände ebenfalls automatisch angemahnt werden, hast Du das System durcheinandergebracht.

Nun bleibt Dir wohl nichts anderes übrig, die ganze Situation auf schriftlichem Weg auseinander zu Brösel und zu hoffen, dass Dein Brief jemanden erreicht, der sich die Mühe macht und wieder Ordnung in das Chaos bringt.

Antwort
von Gaenseliesel, 64

Hallo,

schwierig zu lösendes Problem !  Schon bei einem Zahlungsrückstand von 100,- Euro reagieren die Versorger mit Sperrandrohung ! 1250,- Euro Nachzahlung ist an sich schon eine stattliche Summe..... puh !

Ein wie viel Personenhaushalt ist dies und leben Kinder, alte oder kranke Menschen in deinem Haushalt ?

Hast du auch daran gedacht, die Rechnung/ Stromverbrauch zu kontrollieren ? 

Antwort
von billy, 47

Zunächst vorweg, Rechnungen bzw. Energieverbrauchabsrechnungen der Versorger sollten immer pünktlich bezahlt werden um eben nicht in eine, wie geschilderte Situation zu kommen. 

Nichtsdestotrotz halte ich die Reaktionen des Stromversorgers  für überzogen und unangemessen. Mein Tipp wäre ein Beratungsgespräch in einer Geschäftsstelle der Verbraucherzentrale oder der Arbeiterwohlfahrt. 

Antwort
von gammonwarmal, 36

Der Energieversorger hat alles richtig gemacht. Die sind lediglich verpflichtet, die Stromsperre mindestens 4 Wochen vorher anzukündigen und 3 Tage vorher noch eine weitere Information zukommen lassen. Es besteht keinerlei Verpflichtung, Ratenzahlungen, Stundungen etc. zu akzeptieren. Selbst die Aufrechnung mit alten Forderungen sind zulässig, obwohl egal, da letztlich offene Forderungen bestehen, die Sperre rechtfertigen.

Die Sache hast Du selbst verbockt, also musst Du die Suppe irgenwie auslöffeln. Du hast ja schon mit denen gesprochen. Falls die in Deiner Nähe sind, hilft vielleicht ein persönliches Gespräch. Das ist wahrscheinlich die letzte Chance, außer die komplette Begleichung der offenen Posten.

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