Frage von goodBank,

Strafzahlungen der Banken in den USA und UK. Wieso gibt es wenige/ keine in der restlichen EU?

man liest, dass in den USA oder auch in UK die Banken verdonnert werden zu sehr hohen Strafzahlungen wie im Libor-Skandal. Überlese ich es, dass dies auch in der EU (ausser in UK) stattfindet? Oder ist dem wirklich so?

Wieso greifen die Behörden in den USA und in UK so stark durch, jedoch nicht BaFin, EZB & Co?

Auch andere Länder und deren Anleger hatten Nachteile durch die Zockereien und Betrügereien durch Banken. Aber Strafen? Erklärung?

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tritur,

Doch, die wird es geben. Auch für die Deutsche Bank und andere große Euroland Banken.

Die Libor Manipulationen erfolgten allerdings in London und die Straf- und Schadensersatzverfahren betreffen alle Banken denen sich eine Beteiligung daran nachweisen lässt.

Die Verfolgung dieser Straftaten ist nicht Aufgabe der BAFin oder der EZB, sondern die der Staatsanwaltschaften. Aufgabe der BAFin und anderer schnachnasiger Überwachungsbehörden wäre es gewesen, diese LIBOR-Manipulationen frühzeitig aufzudecken. Das war leider nicht der Fall.

Die Verfahren laufen noch. Deshalb steht darüber noch wenig in den deutschen Lokalblättchen und der Bildzeitung.

Antwort
von gandalf94305,

Erstens, USA/UK und die Eurozone haben andere Rechtssysteme.

Zweitens: LIBOR ist primär etwas für GBP-basierte Produkte und Kredite, d.h. hier liegt der Schwerpunkt klar auf USD/GBP. Für die Euro-Zone gelten primär die EURIBOR-Raten, die im Gegensatz zu LIBOR-Raten nachvollziehbarer festgelegt werden.

Mit anderen Worten: es gibt für die Eurozone eigentlich nicht so viel "durchzugreifen" wie in UK.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten