meine Freundin die bei einer Versicherung arbeitet, hat mir im Vertrauen davon abgeraten, Riester zu sparen. Meine Rente später sei so niedrig, daß ich sowie vom Staat Hilfe bekäme- und wenn ich riestern würde, wäre ich dann eigentlich blöd. Stimmt diese Aussage?

Ja das stimmt. Bei der Grundsicherung wird die Riester-Rente angerechnet, wie alle anderen Einkünfte übrigens auch. Also was soll diese blödsinnige Aussage. Dann brauchen wir alle nicht mehr sparen und leben später von der Grundsicherung. Ist das erstrebenswert? Von den Steuergeldern der anderen Menschen zu leben. Du weißt doch nicht wieviel du in einigen Jahren vielleicht verdienst. Nur weil du jetzt nicht mehr verdienst, heißt dass doch ncith, dass du später einmal mehr verdienst. Aber wenn man von vornherein so denkt, dann wird es auch in Erfüllung gehen.

Das kann Dir mit absoluter Sicherheit keiner sagen, denn weder steht in Deiner Frage wie hoch Deine Rente nachdem derzeitigen Stand sein wird, noch, wie sich die Rentengesetzgebung entwickeln wird.
Ebenso fehlen angaben dazu wann Du vermutlich in Rente gehen wirst.
Würdest Du schon um die 50 sein, könnte man relativ klare Aussagen treffen (aber auch noch mit Unsicherheiten).
Bei einem Alter von unter 35, also ca. 30 jahren bis zur Rente, kann doch keiner sagen, wie sich Deine Einnahmen entwickeln werden udn wie hoch Deine Rente sein wird (ausser Du wärst ohne Ausbildung udn willst daran auch ncihts ändern).

Diese Aussage, daß sich riestern für Schlechtverdiener nicht lohnt, halte ich für reichlich überzogen und ich denke, daß dies NIEMAND mit 100%iger Sicherheit beantworten kann. Wer mit 20 Jahren wenig verdient, kann doch nicht davon ausgehen, daß dies die nächsten 50 Jahre auch so bleibt (ich tippe bei den Jüngeren auf Rentenalter 70). Und wenn er dann die ganzen Jahrzehnte nicht die Fördermöglichkeiten zur Riesterrente oder auch zu einer anderen privaten Vorsorge nutzt, wäre das einfach nur fahrlässig. Denn wer wenig verdient, zahlt doch auch sehr wenig Eigenbeitrag für die Riesterrente. Und man sollte auch bedenken, ob die anderen Steuerzahler, die ja die Sozialhilfeleistungen durch ihre sauer gezahlten Steuern finanzieren, in Zukunft noch bereit sein werden, den Nichtvorsorgern (die ja sagen, bin doch nicht blöd, spare nicht im Riestervertrag, will lieber die Sozialhilfe vom Staat voll ausnutzen) ihre geringen oder gar nicht vorhandenen Renten aufzustocken. Wenn das mal auf Lebensmittelgutscheine reduziert wird, dann viel Freude. Außerdem wird auch Einkommen vom Ehegatten, vom Lebenspartner bei der Grundsicherung im Alter angerechnet. Wer also mit jemanden verheiratet ist oder bis zur Rente mit jemanden verheiratet ist, der sich nicht auf die Allgemeinheit verlassen will, der trägt dann zum gemeinsamen Lebensabend mit seiner Minirente bei - weil er die paar Euro für Riester lieber anders ausgegeben hat. In dem Fall hätte er was von Riester. Man bedenke auch, daß auch Vermögen, Erbschaften, Nebenjobs auch bei der Grundsicherung angerechnet werden, dann fällt sie auch flach. Wäre ja auch wirklich "schlecht" wenn man von der Mutter noch ein paar Tausend Euro erbt, dann ist die Sozialhilfe wieder weg. Und schließlich wird die Rente selber auch auf angerechnet. Aber da würde es "helfen", wenn man gleich nach der Schule beginnt - einfacht NICHT zu arbeiten, von 50 Jahren Hartz IV hat man etwa 100 Euro Rente - dann kann man noch reichlich Steuergelder einstreichen.
Rentenfrau am 15. August 2009 00:10 Ich muß gestehen, bei solchen Fragen, geht mein Blutdruck merklich hoch :-)))
Die Aussage "Riester lohnt sich für jeden ist falsch". Riester lohnt sich nur für Ehepartner mit Kinder, da hier die Kinderzulage noch dazukommt. Alle anderen müssen ein sehr hohes Alter erreichen (über 88) damit sich Riester lohnt. Ich würde der Aussage Deiner Freundin vertrauen aber unbedingt eine andere Anlage zur Vorsorge treffen, da Du sowieso mit einer niedrigen Altersrente rechnest. Alternativen hierzu wurden in diesem Forum zu genüge genannt.
Rentenfrau am 15. August 2009 00:04 Bin gar nicht Deiner Meinung, grade für Geringverdiener lohnt sich Riester sehr und die bräuchten besonders jeden Euro an zusätzlicher Altersvorsorge um nicht der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen. Und auch eine andere private Vorsorge, die zu Einnahmen führt, wird natürlich bei der Grundsicherung im Alter angerechnet. Ist ja klar, wer etwas hat, braucht nicht die Allgemeinheit zu belasten, Steuergelder sind hart verdientes Geld.
Was soll schon bei einem Geringverdiener zusammenkommen. Wer wenig einzahlt wird auch wenig Zusatzrente bekommen, da hilft die Zulage auch nicht wirklich. Natürlich lohnt sich das, der Sparer muss dann aber auch über 88 Jahre alt werden. Wer wird das schon? (Bericht Wirtschaftswoche: Riester-Lüge). Man sollte trotzdem Sparen, aber eine andere Vorsorgeanlage wählen.

das meiste wurde schon in den vorangegangenen Antworten - richtig - gesagt. Wenn du eine Freundin hast, dann überlege doch einmal, ob ihr nicht vielleicht doch einmal Kinder haben werdet - ist nicht nur finanziell interessant ;-). Und dann lohnt sich Riester schon wegen der Kinderzulagen. Allgemein kann man sagen: Wenn der Staat, also die anderen Steuerzahler, einem das Geld schon hinterher werfen, warum sollte man es dann nicht aufheben? In der ersten Antwort wurde ja auch schon darauf hingewiesen: Alles das, was du selber schaffst, braucht später nicht die Allgemeinheit zu tragen. Und: Wer weiß, wieviel du später einmal verdienst und ob du dann überhaupt Grundsicherung brauchst. Und: Wer weiß, ob es in Zukunft tatsächlich noch so ist, dass Riester auf das Einkommen angerechnet wird und dann mit der Grundsicherung verrechnet wurd. Und: Ja, wenn man bei einer Versicherung spart, dann lohnt es sich nicht. Versicherungen sind zur finanziellen Risikoabsicherung gedacht - nicht zur Vermögensbildung. Und: Mit Eintritt in die Rentenphase kann man sich 30% der Ablaufsumme als Kapital auszahlen lassen, 70% müssen als Monatsrente verrentet werden. Das ist ja schon 'mal was.
Selbst ist der Mann (und die Frau). Du kannst doch nicht Deine Zukunft auf der Basis von fragwürdigen unklaren Fakten planen. Du lebst heute, hier und jetzt und solltest heute hier und jetzt die Möglichkeiten nutzen, die Dir geboten werden. Du wirst keine Geldanlage finden, die Dir zur Zeit mehr Sicherheit und Rendite (unter Einberechnung der staatlichen Zulagen) bietet als die Risterrente. Was in 30 bis 40 Jahren ist, weiß kein Mensch. Ob es da noch die Grundsicherung gibt steht in den Sternen. Fakt ist nur, dass es die Grundsicherung heute gibt. Wie Dein Leben in Zukunft aussieht weißt Du auch nicht. Zur Berechnung der Grundsicherung wird schließlich das Haushaltseinkommen herangezogen und Du weißt nicht, mit welchem Partner Du beim Renteneintritt zusammen lebst. Vielleicht hat er ein hohes Einkommen und Du bekommst gar keine Grundsicherung. Also handle heute nach Deinem gesunden Menschenverstand und nicht nach Ratschlägen von Freunden oder diversen Medien, die den Verbraucher immer mehr verunsichern und alles kaputtreden.Verlass Dich nicht auf andere. Jeder ist selber seines Glückes Schmied

Also - Z.B. Geringverdiener, Mutter mit 2 Kindern ab 2008, Beitrag im Jahr z.B. 60 Euro, Zulage = 754 Euro Zulage, jedes weitere Kind erhöht die Förderung um 300 Euro pro Jahr. Da kommt ne Menge Förderung zusammen. Und stell Dir vor – vor Deinem Eintritt ins Rentenalter lernst Du einen Menschen kennen und lebst mit dem zusammen, der den Bezug von (heutiger) Grundsicherung ausschließt weil er zuviel verdient hat... dann hast Du im Vertrauen auf deine Freundin Deine Altersvorsorge dummerweise frühzeitig in den Wind geschrieben... denk noch mal drüber nach.
Bin auch Deiner Meinung Niklaus - und wer will denn sicher sein, daß die Steuerzahler der Zukunft auch so sozial sein werden und ihre Steuergelder denen geben, die keine Lust auf Vorsorge haben.