Frage von Beriador, 18

Stiftungsleistungen und § 32d EStG

Guten Abend!

Ich bin schon lange ein stiller Mitleser, habe aber nun aufgrund einer Frage, der ich neulich im Berufsalltag begenet bin, aber wohl oder übel zu doof bin, um auf die richtige Antort zu kommen, mich zu einer Anmeldung hier durchgerungen :)

Es geht mir um folgenden Fall: angenommen, es gibt eine geimeinnützig tätige Stiftung, die von der KSt befreit ist. Diese unterhält den Stifter mit einer angemessenen mtl. Geldrente im Rahmes des § 58 Nr. 6 AO; die Stiftung verliert also nicht ihren Gemeinnützigkeitsstatus. Die Leistungen unterlagen also nicht der KSt. Der Stifter versteuert die Geldrente nach § 20 Abs. 1 Nr. 9 EStG. Soweit alles klar.

Nun zu meiner Frage: Kann der Stifter den Steuersatz nach § 32d Abs. 1 EStG in Anspruch nehmen oder greift evtl. § 32d Abs. 2 Nr. 4 EStG ein und der Stifter muss die Leistungen mit seinem pers. Steuersatz versteuern? Der Gedanke ist, dass eigentlich der pers. Steuersatz greifen müsste, da auf Ebene der Stiftung keine KSt angefallen ist. "Das Einkommen der Stiftung gemindert" zielt ja üblicherweise darauf ab, dass die ausgeschütteten Leistungen bei der leistenden Körperschaft nicht der KSt unterlagen und deswegen beim Empfänger derselben der pers. Steuersatz greift. Also müsste beim Stifter auch der pers. Steuersatz greifen. Die Leistungen haben bei der Stiftung das Einkommen jedoch eben nicht gemindert (§ 10 Nr. 1 KStG), dieses unterlag nur aus anderen Gründen nicht der Besteuerung. Kann § 32d Abs.2 Nr. 4 trotzdem Anwendung finden? Ich drehe mich hier im Kreis!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, Community-Experte für einkommensteuer, 16
Einnahmen aus Leistungen einer nicht von der Körperschaftsteuer befreiten Körperschaft,

Damit ist Dein Modell tot, denn Du sagtest ja, dass die Körperschaft (Stiftung) befreit ist.

Diese unterhält den Stifter mit einer angemessenen mtl. Geldrente im Rahmes des § 58 Nr. 6 AO; die Stiftung verliert also nicht ihren Gemeinnützigkeitsstatus.

Wie wäre es mit der Besteuerung nach § 22 Nr. 1 Satz 1 Alternative a)

Kommentar von Beriador ,

Tja, damit hat sich das Rätsel doch gleich gelöst^^ Ich danke dir.

Da habe ich mich stundenlang in Gedankenspiele verzettelt (mich im Kreis gedreht), anstatt einfach mal die Vorschrift richtig zu lesen... das ist ein Anfängerfehler. Du hast recht, ich komme gar nicht in § 20! Und im § 22 greift auch nicht das TEV nach § 3 Nr. 40i, bedeutet, es fällt doch der persönliche Steuersatz an! Danke für die Klarheit :)

Kommentar von wfwbinder ,

Keine Ursache, ich mache auch Fehler, aber eben keine Anfängerfehler. Nach (fast) 43 Jahren wäre das fatal.

Antwort
von Primus, 11
Ich drehe mich hier im Kreis!

Ich habe die Frage gelesen und drehe mich gerade mit!!

Unsere Steuerexperten werden sich bestimmt noch zu Wort melden ( wenn vielleicht auch erst Morgen, denn einer schläft schon ) und uns hoffentlich von dem Drehschwindel erlösen ;-))

Ich wünsche schon mal viel Erfolg!

Kommentar von wfwbinder ,

Hör lieber auf zu drehen.

Auf solche Spezialfälle, sollte man nicht reagieren.

Ich habe es doch mit einer Lösung versucht, weil m. E. der Frager an einer falschen Stelle sucht.

Das sind Fälle von denen spezialisierte Kanzleien leben.

Kommentar von Primus ,

Okay, ich danke Dir ...... ist mir schlecht;-)

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