Frage von jack90, 170

Steuervorteil ehrenamtliche Tätigkeit

Hallo,

für ehrenamtlich Tätige gibt es ja keinen Pauschbetrag, den man irgendwie anwenden kann. Soweit ich gelesen habe, kann man jedoch einen gewissen Beitrag vom Verein steuerfrei bekommen, also z.B. eine Aufwandsentschädigung. Gibt es nun die Möglichkeit, dass der Verein sagt, für jede geleistete Stunde im Verein erhält das Mitglied 1€ Aufwandsentschädigung, aber nur, wenn eine "Rückspende" stattfindet. Also das Mitglied erhält dann z.B. im Jahr 2015 190€ und spendet dies sofort an den Verein zurück.Der Verin stellt eine Steuerbescheinigung aus und man kann diesen Betrag absetzen. Ist dies rechtlich möglich? Oder ist die Bedingung an die Aufwandsentschädigung nicht möglich?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo jack90,

Schau mal bitte hier:
Steuern Einkommenssteuer

Antwort
von JoachimWalter, 170

Nicht jede ehrenamtliche Tätigkeit ist mit 2400,00 € Freibetrag verbunden. Zu beachten ist § 3 Nr. 26 a ESTG : sonstige ehrenamtliche Tätigkeit, da ist der Freibetrag auf 720 € beschränkt, verbunden mit Einschränkungen, z.B. muss die Vergütung an Vorstandsmitglieder in der Satzung geregelt sein. Nach meiner Erfahrung mit unserem Finanzamt gibt es auch Probleme, wenn die Zahlung an Ehrenamtliche schriftlich mit der Pflicht zur Rückspende verbunden ist. Deshalb solche Vereinbarungen mit dem Ehrenamtlichen nur mündlich vereinbaren, mit der Gefahr dass die Spende nicht kommt !!

Kommentar von jack90 ,

Danke für die Antwort. Ich glaube das ist für den Verein zu riskant und könnte den passiven Mitgliedern auch nicht erklärt werden, falls die Spende nicht zurückkommt..

Vllt fällt jemandem ja noch eine Möglichkeit ein, damit man irgendwelche Steuervorteile nutzen kann.. Gerne her damit :)

Antwort
von Primus, 136

Es besteht durchaus die Möglichkeit auf Aufwandsersatz oder Tätigkeitsvergütung durch eine Rückspende zu verzichten und somit eine Zuwendungsbescheinigung zu erhalten.

Diese Spendensumme wirkt sich bei der Einkommenssteuererklärung günstig aus.

Hier kannst Du etwas über diese Praxis erfahren:

http://www.ehrenamt.bayern.de/service/lexikon/neue/24978/index.php

Kommentar von jack90 ,

Danke für den Link! Leider ist es so, wie ich es befürchtet habe.. Man darf den Verzicht nicht als Bedingung stellen.. :/

Antwort
von Meandor, 118

Wenn von vorneherein vereinbart ist, dass die Vergütung nur gezahlt wird, wenn eine Rückspende statt findet, dann sieht das Finanzamt das als Gestaltungsmißbrauch und die ganze Sache löst sich in Rauch auf.

Der Empfänger der Vergütung benötigt ein Anspruch die Vergütung, und nur wenn dieser Anspruch tatsächlich vorhanden ist, dann kann auch etwas "zurückgespendet" werden.

Antwort
von wfwbinder, 110

Wollt Ihr nicht, da wo es passt, etwas tun, was auch was bringt?

Zahlen 2.400,-, die bleiben steuerfrei Nach § 3 Nr. 26 EStG.

Dann Spendet man die 2.400,- zurück und zieht gem. § 10 b EStG als Spende ab. das bringt wenigstens etwas.

Kommentar von jack90 ,

also das mit den 190€ war nur ein Beispiel.

Desweiteren habe ich gelesen, dass der Verein ja auch dazu in der Lage sein muss den Betrag zahlen zu können.

Wenn ich z.B. sage, dass ich alle aktiven Mitgliedern 1200€ im Jahr zahle (z.B. 20 Personen * 1200 = 24.000€) und dem Verein stehen nur 10.000€ Einnahmen im Jahr gegenüber, dann passt das ja nicht.. Da würde ich vermuten, dass sich das Finanzamt dann auch einmischt..

Das weitere Problem, was sich stellt ist, dass das Geld, meiner Meinung nach, auch in einem Verein bleiben sollte. Laut dem Link oben geht es aber nicht, dass man die Aufwandsentschädigung an eine Zwangsrückspende knüpft, daher hätte ich die Angst, dass ein Mitglied irgendwann (z.B. im Streit) sagt, dass die Rückspende entfällt..

Kommentar von wfwbinder ,
  1. Diese Vorschriften sind ja nicht dazu da, dass jede Vereinsaktivität der Mitglieder vergütet wird, sondern gilt für Übungsleiter usw.

  2. Ich glaube das ist für den Verein zu riskant

Macht es doch umgekehrt, man spendet den Betrag und dann kommt die Vergütung.

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