Frage von Goldman 19.01.2009

Steuerverkürzung und Steuerhinterziehung, wo liegt hier für den Steuersünder der Unterschied?

  • Antwort von wfwbinder 19.01.2009
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Steuerverkürzung ist eine Definition für die nicht rechtzeitige, oder nicht in der richtigen Höhe erfolgte Steuerfestsetzung, Steuerhinterziehung der Straftatbestand.

  • Antwort von festung 19.01.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Steuerhinterziehung ist eine Straftat, hier wurden unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht. Bei der Steuerverkürzung liegt kein vorsätzliches Handeln vor, dies ist nur eine Ordnungswidrigkeit, keine Straftat

  • Antwort von obelix 19.01.2009
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    bei den falschen angaben gibt es noch einen "unterschied" (ich nenne es mal so): wenn man zuwenig steuern bezahlt hat durch fehlende angaben, dann hat man noch glück. wenn man jedoch einen euro zu wenig bezahlt hat, dann kann es übel werden, denn dann werden die behörden ungemütlich. bei zu wenig wird oft auch die staatsanwaltschaft bemüht, jedoch wird das verfahren meist eingestellt.

    dieser fall ist einem bekannten passiert, der eigentlich nicht vorsätzlich hinterzogen hatte, sondern nur zu faul war, die steuererklärungen abzugeben. und bei der 5-jahresgrenze stieg man ihm auf die zehen und er kam nicht an den erklärungen vorbei. und es wurde festgestellt, dass er zuviel bezahlt hatte. glück im unglück.

  • Antwort von spaskasse 10.10.2010

    Der Straftatbestand der Steuerhinterziehung (vorsätzliche Steuerverkürzung) liegt vor, wenn Sie vorsätzlich dem Finanzamt oder einer anderen Behörde gegenüber steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtig, unvollständig oder überhaupt nicht mitgeteilt haben (§ 370 AO). Dadurch müssen Steuern verkürzt, das heißt die Steuern sind überhaupt nicht, nicht in voller Höhe oder nicht rechtzeitig festgesetzt worden sein.

    Dagegen liegt eine leichtfertige Steuerverkürzung vor, wenn Sie grob fahrlässig Steuern verkürzt haben (§ 378 AO). Das ist dann wegen des fehlenden Vorsatzes keine Straftat wie die Steuerhinterziehung, sondern "nur" eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann (§ 379 Abs. 4 AO).

    Darüber hinaus verjährt Steuerhinterziehung erst nach 10 Jahren und Steuerverkürzung bereits nach 5 Jahren

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