Frage von doubleju, 64

Steuerrecht Einzelveranlagung / getrennte Veranlagung - ergeben sich Nachteile?

Hallo, ich habe gerade gelesen, dass man für das Steuerjahr 2013 nicht mehr wählen kann, ob man eine gemeinsame Steuerveranlagung als Ehegatten will oder die getrennte Veranlagung. Wünscht man letzteres müsse man nun die Einzelveranlagung wählen. Welche Unterschiede ergeben sich dadurch? Wird man schlechter gestellt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EnnoBecker, 64

Die beiden Antworten kann man so nicht lassen, aber davon später.

Was du gelesen hast, ist nur die Minireform der Ehegattenveranlagung. Wählen kann man schon - nur heißt die getrennte Veranlagung jetzt nicht mehr so, sondern eben Einzelveranlagung. Was aber günstiger ist, muss man sich im Einzelfall immer ausrechnen.

Die Zusammenveranlagung führt nicht immer zu besseren Ergebnissen. Wenn einer 1 Mio verdient und der andere 1.000, so führt eine Zusammenveranlagung dazu, dass die 1.000 mit 45% besteuert werden statt mit Null.

Also immer hübsch durchrechnen.

Antwort
von Kevin1905, 56

Bei Einzelveranlagung wird jeder Ehegatte/Lebenspartner getrennt betrachtet und nach der Grundtabelle besteuert.

Bei gemeinsamer Veranlagung nach der Splittingtabelle, dies ergibt für Paare mit stark unterschiedlichem Einkommen einen Steuervorteil.

Antwort
von billy, 51

Die Einzelveranlagung stellt in jedem Fall eine schlechter Stellung dar.

Kommentar von jowaku ,

Es sind eine ganze Reihe von Konstellationen denkbar, bei denen die Einzelveranlagung Steuern spart.

Außer beim Extrembeispiel von Enno häufig dann, wenn z. B. ALG1, Krankengeld, erziehungsgeld u. ä. (Progressionsvorbehalt) mit im Spiel sind.

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