Frage von phoenixblob,

Steuerpauschbeträge

Hallo,

ich muss für 2012 zum ersten Mal eine Steuererklärung machen und jetzt ist bei mir eine grundlegende Frage zu den Steuerpauschbeträgen aufgetaucht.

Es gibt ja beispielsweise die Werbekostenpauschale (1.000 Euro pro Jahr). Ich werde diese 1.000 Euro pro Jahr auf keinen Fall erreichen.

Ich habe irgendwo im Internet nachgelesen, dass diese Pauschale direkt vom Einkommen abgezogen wird.

Nehmen wir an, dass ich keine Steuererklärung mache. Lasse ich damit Geld liegen oder ist alles in Ordnung, weil die Pauschale schon berücksichtigt wurde?

Danke für eure Hilfe!

Hilfreichste Antwort von LittleArrow,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Im Hinblick auf die Pauschale mußt Du nichts tun, da sie bereits in den sog. Lohnsteuertabellen eingearbeitet und bei den monatlichen Gehaltsabrechnungen enthalten ist.

Aber unabhängig davon könnte eine Steuererklärung mit der Anlage N schon allein deshalb sinnvoll sein, wenn das zu versteuernde Monatseinkommen nicht in allen 12 Monaten gleich hoch war. Durch ungleich hohe Monatseinkommen kommt es idR zu monatlichen Belastungen mit entsprechend unterschiedlichen Steuersätzen, die insgesamt zu einer höheren Steuerbelastung im Jahr führen, als wenn eine Korrektur durch eine Veranlagung mittels Steuererklärung erfolgen würde.

Kommentar von phoenixblob,

Danke!

Ich habe Mitte Februar mein erstes Arbeitsverhältnis begonnen. Das heißt: 10 Monate das selbe Einkommen, 1 halbes Monatseinkommen, im Januar kein Einkommen und dann noch eine Jahresabschlusszahlung.

Könnte da also etwas für mich drinnen sein?

Kommentar von LittleArrow,

Ja, unbedingt.

Dir fehlt alleine ein Zwölftel von den € 1.000 als Abzugsbetrag. Versuch's mal mit Steuerrechnern. Quelle kommt gleich.

Kommentar von phoenixblob,

Vielen Dank! Das hilft mir weiter.

Kommentar von EnnoBecker,

Dir fehlt alleine ein Zwölftel von den € 1.000 als Abzugsbetrag.

Wie meinst du das?

Kommentar von LittleArrow,

Der Januaranteil fehlt vom Jahrespauschbetrag € 1.000 bei der monatlichen Lohnsteuerberechnung. Der kappt zumindest einiges bei der höheren Progressionsbelastung bei der Jahressonderzahlung.

Kommentar von EnnoBecker,

Woher wusstest du VOR dem Kommentar des Fragestellers, dass er Lohnbezieher ist? Wegen der Frage zum WK-Pauschbetrag?

Kommentar von LittleArrow,

Nur deswegen:

Ich werde diese 1.000 Euro pro Jahr auf keinen Fall erreichen.

Im übrigen fehlen natürlich Angaben zu anderen Einkünften, zu Sonderausgaben, zu hnDl und zu Kapitalerträgen über € 801 (und der dann möglichen Günstigerprüfung). Aber die Fragestellung war für mich auf die Anlage N konzentriert. Und ich habe leichtsinnigerweise angenommen, dass phoenixblob in D unbeschränkt steuerpflichtig und noch ledig ist. Aber (fast) alle diese Varianten werden durch den Steuerrechner von Heydorn abgefragt.

Kommentar von EnnoBecker,

Nur deswegen:

Jep, nachvollziehbar. Trotzdem wäre es schöner, wenn sowas mit angegeben würde.

Der Januaranteil fehlt vom Jahrespauschbetrag € 1.000 bei der monatlichen Lohnsteuerberechnung. Der kappt zumindest einiges bei der höheren Progressionsbelastung bei der Jahressonderzahlung.

Aha. Ich dachte schon, du wolltest den Pauschbetrag zwölfteln.

Kommentar von phoenixblob,

Entschuldigung, wenn ich für etwas Verwirrung gesorgt habe. Die von LittleArrow getroffenen Annahmen treffen aber alle zu.

Ich bin ledig, Steuerklasse I und habe keine anderen Einkünfte. (Vermögenswirksame Leistungen in einem Banksparplan im 1. Jahr dürften wohl nicht zu den Einkünften zählen.)

Kommentar von phoenixblob,

Noch etwas zu den vermögenswirksamen Leistungen: Ich habe keinen Anspruch auf die Arbeitnehmer-Sparzulage.

Antwort von Privatier59,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es gibt im Internet jede Menge Steuerrechner. Du kannst alternativ auch das kostenfreie ELSTER-Programm runterladen. Überschlage Dir doch einfach, ob sich eine Steuererklärung für Dich lohnt und entscheide dann über das weitere Vorgehen. Die Verwendung von ELSTER hätte dabei den Vorteil, dass Du die Daten gleich über das Internet an das Finanzamt senden könntest.

Kommentar von EnnoBecker,

Überschlage Dir doch einfach

Also nach dem ergänzenden Kommentar bei LA ist klar, dass es eine Erstattung geben wird.

Antwort von Maxieu,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wird schon beim laufenden Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

Übrigens:Bereits Wikipedia hilft bei solchen Fragen.

Wenn du sonst nichts abzusetzen hast (Spenden, haushaltsnahe Dienstleistungen, zu hoch besteuerte Kapitaleinkünfte etc.) kannst du dir die Erklärung schenken.

Kommentar von phoenixblob,

Welches wären denn die betreffenden Wikipedia-Artikel?

Ich bin da nicht so richtig fündig geworden.

Ich lerne gerne etwas dazu.

Danke!

Kommentar von FREDL2,

@phoenixblob: am fündigsten wirst Du ohnehin in der Anleitung zur Einkommensteuer - in Deinem Fall in der Unterpunkten Anlage N (Werbungskosten) und Sonderausgaben. http://kuerzer.de/8KepEjteN

Zu haushaltnahen Dienstleistungen wurden hier im Forum bereits Romane geschrieben. Suchfunktion rechts oben.

Kommentar von EnnoBecker,

Schön, dass es endlich Kommentar-DHs zu vergeben gibt.

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