Frage von Ines2108,

Steuernachzahlung für verstorbenen Ehemann

Mein Problem ist folgendes, mein von mir getrennt lebender Mann verstarb am 2.09.20012, - wir hatten Gütertrennung -, nun verlangt das Finanzamt von mir eine Steuererklärung von 2005 - 2012 für ihn, welche ich nicht beibringen kann. Nun wollen sie schätzen und ich soll die Nachzahlung bezahlen. Mein Mann hatte eine Rente von ca 780,00 € und hat von 2005 - 2007 etwa 1000,00 € dazu verdient, danach bis 2007 einen Minijob. Muss ich das so hinnehmen? Eine telefonische Nachfrage wurde abgeschmettert, ich soll mir einen Anwalt nehme!! Die wollen das Geld unbedingt von mir. Wer weiß Rat?

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Antwort
von Meandor,

Lass das mit dem Anwalt, nimm Dir allerhöchstens einen Steuerberater. Ich wette dass es 95% der Anwälte nicht schaffen die Sache ordentlich zu richten.

Der Mann ist offenbar getrennt lebend, wenn ihr im Jahr 2012 nicht einen Tag zusammengelebt habt, dann seid ihr schon mal aus der gemeinsamen Veranlagung raus, und Du selbst bist zu gar nichts verpflichtet.

Dann geht es um das erben. Die Erklärung für den Mann müssen die Erben erbringen, bist Du Alleinerbin, dann Du allein, bist Du keine Erbin kann es Dir auch egal sein und bist Du Miterbin, dann muss die Erbengemeinschaft die Steuererklärungen erbringen.

Und derjenige der die Steuererklärungen letztlich bringen muss, der muss auch für die Begleichung der Steuerschuld sorgen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Richtig.

Wenn sie Erbin ist, würde bei einer möglichen Zusammenveranlagung auch keine Aufteilung der Steuerschuld greifen, da sie nicht als Gesamtschuldner, sondern als Rechtsnachfolger des Mannes die Steuerschulden würde.

Hier hängt also alles an der Erbenstellung.

Antwort
von hildefeuer,

In jedem Fall Anwalt nehmen, einen Fachanwalt. Hoffentlich sind Sie Rechtschutzversichert. Hier wird offensichtlich ganz bewusst das Steuerrecht missbraucht um irrsinnige Steuerforderungen durchzusetzen, da man ja von Millionären keine Steuern eintreiben kann. Eigentlich sind auf das genannte Einkommen keine Steuern zu zahlen (Rente und Hinzuverdienst) aber das FA kann natürlich jederzeit eine Einkommensteuererklärung verlangen bis ans Lebensende. Die Kosten dafür hat natürlich der betroffene zu tragen und kann diese Kosten nirgens absetzen.

Kommentar von barmer ,

Auch hier wird der Anwalt aller Voraussicht nach mehr kosten als die Steuerforderungen ausmachen. Wenn überhaupt , wird hier ein Steuerberater helfen können, die Erklärungen abzugeben,

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