Frage von christina779, 222

Steuerliche Auswirkung wenn Ehepartner über 6 Monate pro Jahr im Ausland arbeitet

Hallo!

Mein Mann und ich sind seit Mai 2014 verheiratet. Er hat bis November 2014 im Ausland (Türkei) gelebt und gearbeitet. Im Dezmeber 2014 ist er bei mir eingezogen und ist auch offiziell in Deutschland gemeldet (besitzt eine Aufenthalts-/Arbeitserlaubnis). Bisher hatte ich die Steuerklasse I (weil er nicht in Deutschland gelebt/gearbeitet hat) Seit Januar 2015 habe ich nun die Steuerklasse III und er die V. Da es hier in Deutschland nicht so richtig klappt eine gute Arbeit für ihn zu finden überlegt er nun von April bis November wieder in der Türkei zu arbeiten... Den Rest vom Jahr würde er bei mir in Deutschland leben.

Nun meine Frage: Welche Auswirkungen hätte das auf mich? Muss ich zurück in die Steuerklasse I wechseln oder darf ich die Steuerklasse III behalten? Was muss ich ggf. beachten? Was müssen wir bei der Steuererklärung berücksichtigen?

Ich hoffe es kann mir jemand weiterhelfen... Vielen Dank!

Antwort
von wfwbinder, 222

Für die Höhe Eurer Jahressteuer istbdie Steuerklasse 1. völlig egal und 2. rechtlich mit der IIII für Dich auch richtig, weil für Deinen Mann keine ELStAM Daten geladen werden, weil er hier zur zeit keine Anstellung hat.

Allerdings unterliegen die Einkünfte aus der Türkei hier nicht der Steuer ( weil in der Türkei besteuert), aber dem Progressionsvorbehalt, weshalb ihr auf eine Nachzahlung vorbereitet sein solltet.

Man sollte nicht im Bus auf iPad schreiben.

Antwort
von billy, 198

Die Steuerklassen können behalten werden. Wird der Ehemann von einem deutschen Arbeitgeber in die Türkei entsendet oder sucht und vereinbart er den Job in Eigenregie.

Kommentar von christina779 ,

Er will sich die Arbeit in der Türkei selbst suchen.

Kommentar von christina779 ,

Er will sich selbst eine Arbeit in der Türkei suchen. Er hat ja vor Ort die Kontakte.

Antwort
von EnnoBecker, 151

Situation 2014:

Eine Ehegattenveranlagung ist möglich, da die Voraussetzungen dafür an midnestens einem Tag im Jahr vorgelegen haben.

Ob eine Zusammenveranlagung aber auch günstig ist, muss ausgerechnet werden. Bei dem Mann wirkt sich die Zuzugsbesteuerung steuererhöhend aus.

Situation 2015 (geplant):

Die Ehegattenveranlagung ist weiter möglich, aber der im Ausland erzielte Arbeitslohn unterliegt in Deutschland dem Progressionsvorbehalt. Auch hier ist wieder zu rechnen, ob eine Zusammenveranlagung günstig ist oder nicht.

Muss ich zurück in die Steuerklasse I wechseln oder darf ich die Steuerklasse III behalten?

Da er in Deutschland nicht arbeitet, hat er keine Steuerklasse und du bekommst zwingend die III. Aber das ist eigentlich vollkommen uninteressant.

Ich gehe jedenfalls davon aus, dass er deinen Wohnsitz in Deutschland beibehalten wird.

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