Frage von heilsarmee,

Steuerliche Anerkennung eines Auslandsaufenthaltes

Mein fester Wohnsitz ist in D, publiziere gelegentlich freiberuflich. War zwei Monate in DK und habe dort einen längeren Aufsatz verfasst, der außerhalb D veröffentlicht wurde (nicht in DK). Honorar in D steuerpflichtig. Möchte wenigstens 50 Prozent der Reiskosten, Unterkunft und Verpflegung aus DK als Ausgaben geltend machen, da ich dort Inspirationen erhielt, ohne die Erstellung des Werkes nicht möglich war.

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Antwort
von MaierC,

Ja warum nicht. Wenn es rein beruflich war und der Aufenthalt dieser Zeitraum nötig war, dann sind die Reisekosten auch ansetzbar und zwar zu 100 %. Man muss nur die Sachlage genau erörtern und glaubhaft machen. Ausdauer haben und nicht locker lassen. Denn am Anfang versuchen die Finanzämter gerne die geltend gemachten Kosten anzuzweifeln und abzulehnen.

Antwort
von LittleArrow,

Dann lege doch bitte uns und dem FA dar, wieso sich genau diese genannten, in DK angefallenen Kosten (keine Urlaubskosten?) für das Honorar als Werbungskosten qualifizieren.

Wie ist nun Deine Frage?

Kommentar von EnnoBecker ,

Dann lege doch bitte uns und dem FA dar

Ganz genau. Dem FA ist glaubhaft zu machen, dass der Aufenthalt in Dänemark notwendig war, um diese Einnahmen zu erzielen.

Wäre ich Finanzamt - ich hätte meine Zweifel.

Kommentar von heilsarmee ,

Der Aufsatz wurde wie gesagt in DK verfasst und nicht in D. Und wäre so in D auch nicht geschrieben worden.

Kommentar von EnnoBecker ,

Das dürfte wohl nicht genügen.

Kommentar von LittleArrow ,

Bereits Dein Ansatz von 50 % der Kosten deutet auf gemischte Aufwendungen für Reisekosten hin. Zu diesen gemischten Aufwendungen hat das BMF dieses Schreiben am 06. Juli 2010 veröffentlicht:

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuera...

Dies könnte Dich bei Deiner steuerlichen Beantragung ebenfalls inspirieren:-))

Kommentar von LittleArrow ,

Nachträglich zu Deiner Frage habe ich noch ein neues BFH-Urteil vom 7.5.2013, Az. VIII R 51/10 gefunden. Du kannst es unter den Online-Entscheidungen beim www.bundesfinanzhof.de nachlesen.

Hierzu gibt es dort auch die Pressemitteilung Nr. 57 vom 04. September 2013.

Kommentar von EnnoBecker ,

Genau hier: bit.ly/1a6LGa6

Reist ein Steuerpflichtiger zur Erholung und zur Aktualisierung von Lehrbüchern an ausländische Ferienorte, so ist regelmäßig von einer nicht unwesentlichen privaten Mitveranlassung auszugehen, die bei fehlender Trennbarkeit der Reise in einen beruflichen und einen privaten Teil den Abzug der Aufwendungen als Betriebsausgaben ausschließt (Anschluss an Beschluss des Großen Senats des BFH vom 21. September 2009 GrS 1/06, BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672).

Wieder was gelernt. Danke.

Antwort
von SBerater,

Möchte wenigstens 50 Prozent der Reiskosten, Unterkunft und Verpflegung aus DK als Ausgaben geltend machen

Nimm doch 100%, wenn nach deiner Meinung kein privater Anteil enthalten ist. Und dann überzeuge das Finanzamt.

Ansetzen kannst du vieles. Oft ist Überzeugungsarbeit nötig. Und oft wird gar nichts anerkannt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community