Frage von crack24, 191

Steuerlich günstige Finanzierung einer Eigentumswohnung?

Hallo,

ich möchte mir eine Eigentumswohnung (Neubau) zur Selbstnutzung kaufen. Einen Teil habe ich als Eigenkapital. Für den Rest habe ich mehere Möglichkeiten, wo ich mir nun ein optimales Modell draus basteln muss.

Ich könnte einen Teil von der Bank leihen, einen Teil von meinen Eltern und einen Teil vom Unternehmen meines Vaters, in dem ich Mitarbeiter bin. Bei letzterem könnte man einen sehr geringen Zinssatz vereinbaren, und ich müßte dann den Unterschied zwischen diesem Zins und dem marktüblichen Zins als geldwerten Vorteil versteuern. Das wäre günstiger, als das Geld komplett von der Bank zu leihen.

Theoretisch könnte mein Vater auch die Wohnung kaufen, dann könnte er gewisse Kosten steuerlich absetzen, weil es keine Eigennutzung ist. Ich könnte dann Miete zahlen und evtl. darüber Eigentum an der Wohnung erwerben.

Bevor ich jetzt mit dem Steuerberater etc. spreche, wollte ich einfach mal hören ob ihr dazu vielleicht eine Idee oder eine Verbesserung habt?

Viele Grüße crack

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Antwort
von wfwbinder, 191

Bei den derzeitigen Zinssätzen (3 % und geringer) und 2 % Abschreibung auf den Gebäudeanteil, ist nicht davon auszugehen, dass ein steuerlicher Verlust bei Deinem Vater entstehen würde, der dazu führt, dass man über Steuerersparnisse Vorteile haben würde.

Wenn Deine Eltern genug liquide Mittel haben, sollte sie Dir das Geld schenken, damit entfällt die Rechnerei mit geringen Zinsen, die noch zu einer Schenkung führen könnten.

Antwort
von billy, 156

Unter der Aussage ein „optimales Modell basteln“ verstehe ich die für Dich kostengünstigste Variante zu wählen. Meines Erachtens ist ein Mix aus den genannten Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Als erstes würde ich alles verfügbare Eigenkapital nicht nur für den Kauf selbst, sondern auch schon vorher für die Erwerbskosten wie Notarkosten, Grunderwerbssteuer, Grundbuchamt usw. verwenden. Für den Kauf der Wohnung wäre zu prüfen was man ohne Beteiligung einer Bank, zum Beispiel über das Darlehen der Eltern und des Arbeitgebers abdecken kann.

Antwort
von LittleArrow, 167

Bei der selbstgenutzten Eigentumswohnung kannst Du keine Wohnungskosten steuerlich einkommensmindernd geltend machen. Wie bei jedem Haushalt kannst Du allerdings haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen gem. § 35a EStG begrenzt von der Einkommensteuer abziehen.

Theoretisch könnte mein Vater auch die Wohnung kaufen, dann könnte er gewisse Kosten steuerlich absetzen, weil es keine Eigennutzung ist.

Ja, sofern er von Dir eine Miete in Höhe von mindestens 66 % der ortsüblicher Miete erhält (siehe § 21 Abs. 2 EStG).

Ich könnte dann Miete zahlen und evtl. darüber Eigentum an der Wohnung erwerben.

Dann lasse Dich mal von "Steuerberater etc." hierzu informieren. Mich interessiert dann insb. die Empfehlung von "etc."

Antwort
von Privatier59, 125
Ich könnte dann Miete zahlen und evtl. darüber Eigentum an der Wohnung erwerben.

Den Satz verstehe ich nicht. Meinst Du Ratenkauf? Wozu soll das denn dienlich sein?

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