Frage von ppm13,

Steuerklasse wechseln bei Zweitjob

Hallo

Ich befinde mich Zurzeit in einem ruhendem Arbeitsverhältnis, welches auch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr lange Bestand haben wird (ist eine etwas kompliziertere Geschichte).

Nun hat sich dich Möglichkeit ergeben, dass ich eventuell zumindest für eine gewisse Zeit, woanders eine Halbtagsstelle kriegen könnte. Das wäre finanziell natürlich eine Erleichterung. Der Arbeitgeber hat keine Einwende. Da die Stelle dich ich beginnen würde zumindest vorerst als Zweitstelle laufen würde, wäre diese ja dann Steuerklasse 6. Das wäre natürlich dann nicht so schön und deshalb habe ich mich gefragt, ob man die Steuerklassen auch tauschen kann. Von meinem Arbeitgeber erhalte ich ja kein Gehalt. Und wenn es geht, wie funktioniert das dann genau? Geht sowas auch zeitnah?

Und noch eine ganz andere Frage. :) Mittlerweile gibt es ja keine Lohnsteuerkarten mehr. Muss ich dem neuen Arbeitgeber dann einfach nur diese Nummer geben, die ich vom Finanzamt bekommen habe, oder gibt es noch immer etwas in Papierform was man abgeben muss?

Ich würde mich über Antworten sehr freuen. Vielen Dank im Voraus!

Antwort
von Primus,

Hier besteht das Problem, dass die Steuerklasse aus dem Ernstjob keinesfalls in den Zweitjob übernommen werden kann, sondern dass der Arbeitnehmer automatisch in die Steuerklasse 6 eingeordnet wird.

In dieser Steuerklasse kann weder der Grund-, noch der Kinderfreibetrag in Anspruch genommen werden. Lediglich der Altersentlastungsbetrag bleibt der steuerpflichtigen Person auch in der Steuerklasse 6 erhalten.

Selbst wenn in der Steuerklasse 6 deutlich höhere Steuern als in allen anderen Steuerklassen gezahlt werden müssen, heißt dies noch lange nicht, dass das Geld für den Arbeitnehmer verloren wäre.

Er könnte es später über die jährliche Steuererklärung beim Finanzamt geltend machen und im kommenden Jahr zurückerhalten. Unter bestimmten Bedingungen bestünde auch die Möglichkeit, einen im Erstjob nicht verbrauchten Grundfreibetrag auf den Zweitjob zu übertragen.

Wer nicht regelmäßig, sondern nur ab und zu etwas nebenbei verdienen möchte, könnte sich auch für eine Pauschalsteuer in Höhe von 25% entscheiden. Diese Pauschalsteuer wird vom Arbeitgeber an das Finanzamt abgeführt. Sie lohnt sich vor allem für Personen, deren individueller Steuersatz ansonsten über 25% liegt.

Die Pauschalsteuer darf jedoch nur für gelegentliche Einsätze, die keinesfalls länger als 18 Tage am Stück andauern dürfen, verwendet werden.

Quelle: http://www.steuerklassen.com/steuerklassen-fuer-den-zweitjob/

Kommentar von ppm13 ,

Danke für deine Antwort.

Also heißt das ich kann die Steuerklassen nicht tauschen? Das ist dann natürlich nicht gut. Der Text von dir bezieht sich aber glaub ich nur darauf, dass man vom ersten Arbeitgeber auch noch Geld erhält, oder? Das ist in meinem Fall ja nicht so.

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