Frage von nobigdeal1, 167

Steuerklasse III/V und Bafög

Hallöchen, meine Situation sieht so aus: mein Mann arbeitet vollzeitig und verdient etwa 1200,- netto in Monat. Ich bin Studentin und beziehe zur Zeit Bafög. Wir haben uns entschlossen, Steuerklasse III für meinen Mann und Steuerklasse V für mich zu wählen. Jedoch lese ich überall im Internet, dass es bei dieser Kombination immer zu dicken Nachzahlungen kommt. Lieber würden wir im Monat mehr bezahlen, als eine Menge Geld zurückzahlen zu müssen. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Irgendwo habe ich auch gelesen, dass Bafög steuerfrei sei und dem Progressionsvorbehalt nicht unterläge, allerdings kann ich mit dieser Auskunft gar nichts anfangen... Müssten wir in dieser Situation bei Steuerklasse III und V nachzahlen? So was möchten wir unbedingt vermeiden.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo nobigdeal1,

Schau mal bitte hier:
BAföG Steuerklasse

Antwort
von Mikkey, 164
dass Bafög steuerfrei sei und dem Progressionsvorbehalt nicht unterläge, allerdings kann ich mit dieser Auskunft gar nichts anfangen

Wenn man das als gegeben annimmt (ich weiß darüber nicht Bescheid), dann braucht Ihr keine Nachzahlungen bei der Einkommensteuer zu fürchten, denn als Ehepaar könnt Ihr ca, 19.000€ pro Jahr verdienen, ohne dass Ihr dafür Steuern zu zahlen braucht.

Kommentar von nobigdeal1 ,

19.000 pro Jahr brutto?

Kommentar von Mikkey ,

Ja, das dürfte Dein Mann nicht ganz erreichen. Aber selbst wenn, zählte Dein BAFöG nicht mit und es fielen keine Steuer jenseits des "Steuerabzugs vom Lohn" an.

Kommentar von nobigdeal1 ,

Wie ist die Situation zu beurteilen, wenn nicht mal diese Steuerabzüge vom Lohn gegeben sind? Auf seiner letzten Lohnabrechnung (mit Steuerklasse 3) steht, dass er keine Steuer bezahlt hat. Er hat ein Bruttoeinkommen von 1200 Euro (ich weiß allerdings nicht, inwieweit das für den Sachverhalt relevant ist). Müssen wir dann irgendwas zurückzahlen?

Kommentar von Mikkey ,

Eine Nachzahlung fällt in der Kombination 3/5 nur an., wenn auch tatsächlich Arbeitslohn in der Steuerklasse 5 erzielt worden ist (bzw. wenn irgendwelche Progressionsvorbehalte zu berücksichtigen sind). Deinem Mann werden unterhalb eines Monatsbruttos von knapp 1600€ in StKl 3 keine Steuern einbehalten.

Antwort
von Frei123, 145

rechne doch mal hier durch

http://www.cecu.de/steuerklassenrechner.html

Ich sehe bei euch keine Nachzahlung, denn du verdienst ja aus steuerlicher Sicht nichts. Das mit dem Progressionsvorbehalt kannst du so verstehen: Nehmen wir an, dein Mann verdient 25 tEuro, du 5 tEuro BaföG. Bei der Einkommensteuer wird ohne den Vorbehalt mit 25 tEuro gerechnet, liegt ein Vorbehalt vor, dann werden 30 tEuro genommen, der Steuersatz errechnet und dann auf das Einkommen (also hier die 25) angewendet.

Aber rechne mal selbst mit dem Link oben. Vermutlich habt ihr eine sehr geringe Steuerlast.

Antwort
von nataly, 113

Du hast einkommensteuerlich kein Einkommen, daher kann es hier nicht zu Nachzahlungen kommen.

Antwort
von EnnoBecker, 106
Wir haben uns entschlossen, Steuerklasse III für meinen Mann und Steuerklasse V für mich zu wählen.

Der Entschluss ist insoweit weise, als die 3 für deinen Mann ja obligatorisch ist, § 38b (1) Nr 3 Bu a DoBu aa) EStG

http://www.buzer.de/s1.htm?a=38b&g=estg

Bei dir ist das etwas schwieriger. Denn du kannst nicht die 5 haben, weil du keinen Arbeitslohn hast. Die Aussage ergibt daher keinen Sinn.

Kommentar von nobigdeal1 ,

Damit kenne ich mich nicht aus. Das Finanzamt hat mir mitgeteilt, ich sei Steuerklasse V. Ich habe sogar ein Schreiben von ihnen, wo dies steht. Ich habe dem Finanzamt ebenfalls mitgeteilt, dass ich kein anderes Einkommen außer Bafög habe. Mehr kann ich ja nicht machen..

Kommentar von EnnoBecker ,
Das Finanzamt hat mir mitgeteilt, ich sei Steuerklasse V.

Oha. Nehmen wir an, das steht wirklich in einem Schreiben, welches ein Sachbearbeiter oder Innen ausgefertigt hat. Dann muss man feststellen, dass dort offenbar auch nicht mehr die Fachbegabung Einstellungsvoraussetzung ist.

Ich denke aber, dass in dem Schreiben was anderes steht. Wer nicht erbt, hat keine Erschaftsteuerklasse. Und wer nicht als Abhängiger beschäftigt ist, kann keine Lohnsteuerklasse haben.

Den Link zum Gesetz hab ich ja schon gesetzt.

Kommentar von wfwbinder ,
Dann muss man feststellen, dass dort offenbar auch nicht mehr die Fachbegabung Einstellungsvoraussetzung

Warum Begabung, man wird doch ausgebildet.

Kommentar von nobigdeal1 ,

In der Tat besitze ich so ein Schreiben. Ich denke einfach, dass die Sachbearbeiterin einfach nicht zugehört hat, als ich ihr beim persönlichen Gespräch erklärt habe, dass ich Bafög beziehe. Macht dies für mich überhaupt einen Unterschied? Ich möchte lediglich wissen, ob wir mit Nachzahlungen rechnen müssen. Sonst belasse ich es dabei, mich stört es nämlich nicht, dass ich Steuerklasse 5 bin.

Kommentar von EnnoBecker ,
Macht dies für mich überhaupt einen Unterschied?

Nö.

Kommentar von wfwbinder ,
Ich möchte lediglich wissen, ob wir mit Nachzahlungen rechnen müssen. Sonst belasse ich es dabei, mich stört es nämlich nicht, dass ich Steuerklasse 5 bin.

Keine Nachzahlung, weil Bafög steuerfrei ist udn nciht dem Progressionsvorbehalt unterliegt.

Also alles gut..

Und sei froh, dass Du Studentin bist und nicht irgendeine Steuerklasse, sondern lediglich eine bekommen wirst, wenn Du erst arbeiten gehst.

Studentinnen sind nämlich fast immer viel sympathischer als Steuerklassen.

Kommentar von wfwbinder ,
Ich möchte lediglich wissen, ob wir mit Nachzahlungen rechnen müssen. Sonst belasse ich es dabei, mich stört es nämlich nicht, dass ich Steuerklasse 5 bin.

Keine Nachzahlung, weil Bafög steuerfrei ist udn nciht dem Progressionsvorbehalt unterliegt.

Also alles gut..

Und sei froh, dass Du Studentin bist und nicht irgendeine Steuerklasse, sondern lediglich eine bekommen wirst, wenn Du erst arbeiten gehst.

Studentinnen sind nämlich fast immer viel sympathischer als Steuerklassen.

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